Nutzlosigkeit der Produktempfehlungen

Web-Shops sind gefüllt mit Produktinformationen und -empfehlungen. Leider können diese Hinweise, die von Kunden verfasst werden, meist purer Nonsens sein.

Laut einer Studie von ChoiceStream verschlechterte sich die Qualität der Produktempfehlungen bei den Onlinehändlern 2009 stark zum Vorjahr. So fielen besonders Unterschiede zwischen den Kategorien der Güter auf. Während im Unterhaltungs- und Musikbereich weitestgehend positive Bewertungen verfasst wurden, beschwerten sich viele bei Bürobedarf und Spielzeug. Laut den Kunden seien die Produkthinweise teilweise völlig sinnfrei und ohne Bezug zur gesuchten Ware gewesen. Bei Musik jedoch bestünde eine 48 prozentige Wahrscheinlichkeit, dass die Links als hervorragend beurteilt werden.

In der Umfrage missbilligten 59 Prozent aller Käufer im eCommerce die schlechten Empfehlungen, während es im Jahr 2008 noch 14 Prozent (45 Prozent) weniger gewesen waren. Im Gesamtüberblick aller Warengruppen, sagten immerhin 17 Prozent der Kunden, dass die Kaufhinweise ihre Präferenzen förderte.

„Es ist unerfreulich, aber nicht überraschend, dass so viele Nutzer sich über schlechte Produktempfehlungen beschweren. Sie erwarten von Jahr zu Jahr mehr von diesen automatisieren Anzeigen und glauben, dass diese immer akkurater werden müssen. Die Enttäuschung über die nur schleppend vorangehenden Verbesserungen sei deutlich zu spüren.“, meint Lori Trahan von ChoiceStream.

Die erhöhte Nachfrage nach den genannten Dienstleistungen, die das Einkaufen im Internet erleichtern, spüle immer wieder Provider auf den Markt deren Expertise und Datenanalyseverfahren durch mangelnde Erfahrung teils negative Auswirkung auf die Qualität.



Kooperationsänderungen zwischen Microsoft und Facebook

Der Softwaregigant Microsoft und das soziale Netzwerk Facebook haben ihre Konditionen in ihrem Kooperations-Vertrag geändert.

In Zukunft sollen weitere Funktionen von Microsofts Suchmaschine Bing auf Facebook angeboten werden. Diese sollen an mehreren, besonders effizienteren Stellen auf Facebook erreichbar sein. Die Bing-Suche wird auch für Facebook-Nutzer außerhalb der USA verfügbar sein. Weiterhin soll die Vermarktung der Bannerwerbung zukünftig von Facebook übernommen werden.

Trotzdem werde Microsoft weiterhin die Publikation von textbasierten Anzeigen, die im Zusammenhang mit den Ergebnissen der Websuche stehen, übernehmen. Für Facebook hingegen sei es aber sinnvoll, in Zukunft seine Bannerwerbung selbst zu vermarkten. Diese Änderungen sollen in den nächsten Wochen und Monaten bemerkbar werden.

Microsoft hatte im Sommer 2006 die Vermarktung der Bannerwebung für die damals knapp 9 Millionen Nutzer getätigt. Im Oktober 2007 sicherte sich Microsoft einen Minderheitsanteil an dem Social Network Riesen. Mitlerweile soll Facebook weltweit rund 400 Millionen User haben.



Facebook mit neuem Look

Seit heute erstrahlt das soziale Netzwerk in neuem Glanz. Pünktlich zum sechsten Geburtstag schenkt sich Facebook selber ein neues Aussehen.

Persönliche Nachrichten werden nun in der oberen Navigation angezeigt. Die Inhalte von Freunden und Bekannten findet man ab sofort in der linken Navigationsleiste. Auch Anwendungen und Spiele wurden aus dem Footer verbannt, nun findet man sie ebenfalls in der linken Navigation. Der Footer, der zuvor alle Elemente beinhaltete, ist komplett verschwunden. Nun findet man dort nur noch den Online-Status des Chats.

Facebook ist die in Deutschland am schnellsten wachsende Social-Media-Seite. Facebook löste an Weihnachten erstmals Google als meistbesuchte Webseite ab.



Mobile Webseiten zu langsam

In Zeiten des mobilen Internets dürfte so etwas eigentlich nicht mehr passieren, aber die Ladezeiten für das mobile Internet sind zu groß. Oftmals müssen sich die Nutzer oft noch in Geduld üben.

Die maximal hinnehmbare Wartezeit der Nutzer weicht deutlich von denen der Realität ab. Anwender, besonders während sie Unterwegs sind, möchten einen schnellen Zugriff auf die Informationen im Internet. Leider verhindert die mangelnde Anpassung der Internetseiten diesen schnellen Service. Die Betreiber dieser Seiten müssten noch viele Verbesserungen einbringen und viele Mängel beseitigen.

Die schnellste Seite in der Studie brauchte 8,3 Sekunden um vollständig geladen zu werden. Die Akzeptanz der Nutzer liegt bei stationären Anschlüssen bei gerade einmal zwei Sekunden. Hier weißt sogar die schnellste der getesteten Seiten große Mängel vor und kommt nicht einmal ansatzweiße in die Nähe der zwei Sekunden. Allgemeine Suchanfragen können hingegen in 4,5 bzw. 5,7 Sekunden geladen werden, jedoch kann hier der Vergleich mit dem heimischen Netz auch nicht gewonnen werden. Die Anwender fordern 99,5 Prozent Verfügbarkeit einer Seite, während der Untersuchung lag die beste Seite bei 97,6 Prozent, jedoch erreichten viele Anbieter nicht einmal 90 Prozent. Besonders Online-Händler wird geraten, überflüssigen Content von den mobilen Seiten zu streichen um die Abrufzeit zu verringern und so dem Kunden die notwendigen Informationen schneller zur Verfügung zu stellen.



Studie: Personalsuche übers Social Web

Die Stellenanzeigen in Zeitungen werden immer weniger. Stattdessen wird die Personalsuche immer stärker auf die Online-Kanäle verlagert. Laut der Studie Recruitment Trends werden auch immer mehr Bewerbungen per Mail versendet statt per Post.

Die Aussage „Ihre Bewerbung bevorzugen wir in Papierform anstelle einer E-Mail“ liest man immer seltener auf den Bewerbungsseiten diverser Unternehmen. Zumindest in größeren Unternehmen erwartet man eine Online-Bewerbung, da man sich nicht mit dem ganzen Papierkram abgeben möchte. In den letzten fünf Jahren habe sich ein Wandel durch die Personalabteilungen gezogen, so wurde damals noch von über zwei Fünftel der Befragten die Papierform bevorzugt. Jetzt sind es nur noch sieben Prozent.

Zusätzlich nutzen fast zwei Drittel der Großkonzerne Online-Jobbörsen um eine offene Stelle auszuschreiben. Jede fünfte Ausschreibung findet man in den Printmedien, deutlich weniger als noch vor einigen Jahren. So scheinen sich die Befragten aber von der Gesamtheit abzuheben und bilden somit die Ausnahme. Laut einer Erhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) geben 40 Prozent der Firmen noch klassische Inserate auf und lediglich 30 Prozent nutzen, die oben genannten, Web-Portale.

Für die Recruitment-Trends-Befragten ist die eigene Firmen-Homepage der wichtigste Kanal und dient somit als Hauptplattform um mit möglichen Bewerbern in Kontakt zu treten. Hierbei ist es auch wieder ein Vorteil für die bekannteren Firmen, da hier öfter die eigene Seite besucht wird als die von mittelständischen Unternehmen. Um präsenter zu sein sponsern manche Unternehmen Veranstaltungen an Universitäten und versuchen so die Studenten zu erreichen. Drei Viertel der Befragten geben das Hochschulmarketing als wichtiges Instrument an.

Bevor eine Stelle ausgeschrieben wird, informieren sich Arbeitgeber bei Online-Portalen wie Xing über mögliche Kandidaten und werben diese gegebenenfalls an. Hier weißt jeder Dritte darauf hin, dass das Social Web eine effektive Unterstützung bei der Personalsuche sei.

In einer weiteren Erhebung des Instituts Dimap wurde von einem Viertel aller Firmen bejaht, dass man bei der Personalsuche auf Informationen aus dem Internet zurückgriff. Ein Fünftel wertet nur gelegentlich Daten aus sozialen Netzwerken aus, wie z.B. Facebook oder die VZ-Netzwerke. Die Nicht-Nutzer war der Aufwand zu groß oder empfangen die Suchergebnisse als nicht aussagekräftig genug.



Wachsende Nutzerraten bei mobiler Ticketbestellung

Das Handy wird immer mehr zum Kauf-Medium. Die Zahl der Einkäufe über das mobile Medium wächst stetig weiter.

Bequemlichkeit spielt den Konzertveranstaltern, größeren Sportvereinen und auch Kinoketten in die Karten, so nutzen immer mehr Leute die Möglichkeit von Unterwegs mit ihrem Handy Tickets zu bestellen. Laut Juniper Research wird dies auch weiterhin so bleiben, denn während man für dieses Jahr rund zwei Milliarden verkaufte Event-Karten erwartet, sollen es 2014 bereits 15 Milliarden sein. Dabei würden die Unterhaltungs- und Transportindustrie am meisten profitieren.

Diese Dienstleistung entwickelt sich im Transportsektor am schnellsten, dort werden SMS, Barcodes und auch Smartphone-Apps am stärksten eingesetzt. Gefördert werden diese Entwicklungen durch nachweislich großes Umsatzsteigerungspotenzial und Kosteneinsparungen in der Auftragsannahme und –abwicklung. Trotz der gigantischen Zahl von 15 Milliarden mobil verkauften Tickets, zeigt dies nur einen geringen Anteil der weltweit verkauften Tickets.



Soziale Medien - Prognose

In den letzten Monaten sind soziale Netzwerke (Facebook, …) und Micro-Blogs (Twitter, …) geboomt und haben ihren Beliebtheitsgrad steigern können.

Gartners Prognose über Soziale Medien befasst sich mit der Zukunft und Entwicklung der genannten Medien. Im Zentrum dieser Prognose steht die Fragestellung, wie sich die sozialen Netzwerke und Micro-Blogs für das Online-Marketing und den eCommerce nutzen lassen. So wird vermutet, dass 2014 bereits 20 Prozent des geschäftlichen E-Mail-Verkehrs über soziale Strukturen stattfinden werden. Dem entgegen werden klassische E-Mail-Anbieter eine Minderung der Nutzung feststellen.

Bis 2010 sollen 50 Prozent aller Unternehmen Aktivitäten im Micro-Blogging Bereich aufnehmen und in ihre Marketingstrategien integrieren. Das starke Wachstum von Twitter lässt bereits jetzt die Unternehmen über einen solchen Einstieg überlegen, jedoch fordern diese mehr Kontrolle über die Beiträge die in solchen Portalen publiziert werden. Jedoch warnen die Experten die Unternehmen davor zu übereilig zu reagieren. Sie glauben, dass bis 2015 nur 25 Prozent der Firmen standardmäßig Analysen ihrer kommunikativen Interaktion mit dem Kunden durchführen. Ein Problem dafür sei zum größten Teil die Methodik hinter diesen Portalen. So könne eine Umfrage nie das Gesamtbild über die Güte der sozialen Aktivitäten aufzeigen. Im Endeffekt dürften sich sinnvolle Analysen in den sozialen Netzwerken als größeres Problem darstellen.