Archiv für Januar 2007

Transaktions-eMails: Chancen nicht genutzt

99,9 % aller eMails die einen Kauf bestätigen erreichen den Empfänger direkt. Die meisten Händler ignorieren diesen Umstand aber. Die meisten Online-Händler haben die Kraft der Transaktions-Mail noch nicht wirklich verinnerlicht und vergeben deshalb wertvolles Potenzial. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Providers Silverpop.
Demnach habe man bei Transaktions-Mails hohe Öffnungsraten und viel Aufmerksamkeit, die man gezielt nutzen müsse. Doch nur jeder fünfte Händler preist in der Transaktions-Mail andere Produkte an. 68 Prozent der Transaktions-Mails enthalten jedoch die Möglichkeit sich in das Mailing-Programm der Händler einzuschreiben. Den meisten Mails fehle aber ein starkes Branding, dass für Verbrauchertreue sorge und die Umsätze stärke. Ein Großteil der Mails bestätigt einfach textbasiert einen Kauf. Und nur etwa 60 Prozent der Transaktions-Mails wurden überhaupt im HTML-Format verschickt. Ein echter Faux-Pas ist zudem, dass sechs Prozent der Transaktions-Mails in den Spam-Ordnern der Empfänger landeten.



Die wichtigsten Kennzahlen im eMail-Marketing

Die Öffnungsrate
Hierunter versteht man das Verhältnis der geöffneten zu den tatsächlich versendeten eMails. Im zeitlichen Vergleich ergibt sich daraus ein guter Indikator für den Verlauf des Interesses an Ihren Newsletter.

Die Bounce-Rate
ist die Zahl die Sie erhalten, wenn Sie die Zahl der nicht zugestellten E-Mails durch die Anzahl der insgesamt versendeten Nachrichten teilen. Im B2C-Bereich wird ca. ein Fünftel der Nachrichten nicht zugestellt. Professionelle Versandlösungen ermöglichen Ihnen ein automatisiertes Bounce-Handling: Ist beispielsweise die E-Mail-Adresse eines Users nicht gültig, wird er direkt vom System deaktiviert. Das hilft Ihnen, die Bounce-Rate niedrig und Ihre Listen sauber zu halten.

Die Klickrate
berechnet sich aus der Zahl der angeklickten Links in einer E-Mail im Verhältnis zu der Zahl der versendeten E-Mails.

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Tchibo forciert CRM

Inzwischen gibt es ja bereits eine beachtliche Flut von Kundenkarten, die in Deutschland im Einsatz sind. Jetzt möchte auch der Filialist und Online-Versender Tchibo seine Kunden stärker binden. Dafür wird jetzt die Tchibo Privat Card eingeführt.
Für eine Jahresgebühr von 8 Euro erhalten Kunden Gutscheine im Gesamtwert von 10 Euro, sowei beim Kauf von 500g Kaffe, Espresso oder Café Crema Packungen einen Rabatt von 50 Cent. Das Ganze hört sich jetzt nicht unbedingt nach einem wahnsinnig lockenden Angebot an. Vor allem die 8 Euro Jahresgebühr könnte den Kunden sauer aufstoßen.
via: OnetoOne



Neues Recht im eMail-Marketing

Am 01.03.2007 tritt das neue Telemediengesetz in Kraft. Das Gesetz sieht bei E-Mailings neue Pflichten bei der Gestaltung der Betreffzeile vor. Bei Nichteinhalten drohen hohe Bußgelder bis zu EUR 50.000,-..

Die Verschleierung oder Verheimlichung der Identität des Absenders ist bisher schon wettbewerbswidrig. Kommerzielle Kommunikation muss zudem klar als solche erkennbar sein. Die neue Regelung des § 6 Abs. 2 im Telemediengesetz stellt nun ausdrücklich auf die Gestaltung der Kopf- und Betreffzeile ab und schafft zudem einen neuen Ordnungswidrigkeitentatbestand. Read the rest of this entry »



Interaktive Video-Werbung

VideoClix könnte das Zauberwort für das Online-Marketing der Zukunft sein. Damit lassen sich Web-Videos interaktiv gestalten. Dafür werden in einem Videobild Bereiche markiert, die auf Klick einen Link öffnen, unter dem nähere Informationen zu einem Produkt, einer Person oder einem Sachverhalt angeboten werden können. Die Entwickler der Software sind davon überzeugt, dass aufdringliche Online-Werbung mit ihrem Tool der Vergangenheit angehört und dass VideoClix unaufdringlicher, zeitgleich aber effektiver ist. Ich denke man darf auf die ersten Anwendungsversuche und die Ergebnisse gespannt sein.
Ob unaufdringliche Werbung, die man ignorieren kann, aber tatsächlich besser wirkt, wird erst die Zukunft zeigen.

Im übrigen bietet das Tool die Standard-Controlling-Möglichkeiten anderer Online-Marketing Aktivitäten und soll neben Computer auch auf Smartphones und Stand-Alone-DVD-Playern funktionieren.
via: ECIN



Warum Google nicht mehr Google gehörte

Inzwischen ist Google ja wieder erreichen. Die Aufregung hat also gerade einmal einen Tag gedauert. Doch die Frage bleibt, wie so etwas passieren konnte. Wie Webfundstücke in seiner Chronologie der Ereignisse berichtet, ist ein ungeprüfter KK-Antrag schuld an diesem Ereignis. Demnach hat ein Kunde des Providers Goneo einen KK-Antrag auf Umzug der Domain “google.de gestellt. Dieser wurde scheinbar ungeprüft an die Denic weitergeleitet. Bei der Denic ist es dann wiederum so, dass in einem solchen Fall der alte Provider kontaktiert wird und zu dem Umzugsantrag Stellung beziehen kann/soll. Damit einzelne Provider ihre Kunden allerdings nicht am Umzug hindern können, gibt es bei der Denic eine sogenannte 5-Tage-Regel. Reagiert ein Provider 5-Tage nicht auf einen solchen KK-Antrag, dann wird die Domain automatisch umgezogen.
In diesem Fall haben also zwei Instanzen versagt: Goneo hat den KK-Antrag scheinbar ungeprüft weitergeleitet und der Provider von Google - der wohl immer noch nicht bekannt ist - hat 5 Tage lang nicht auf die Anfrage reagiert, um den Umzug mit einem sogenannten Nack (not acknowledged) abzuweisen.

Ob Google jetzt irgendwelche Schadenersatzansprüche an die beiden Provider stellen wird, ist im Moment nicht bekannt.



Google.de gekapert

gogden.jpg Was passierte denn da seltsames auf google.de? Verwirrte User bekämen kurz vor Mitternacht die Nachricht “goneo Internet GmbH - Für diese Domain wurden keine Inhalte hinterlegt” zu sehen. Was zunächst nach einem kleinen DNS-Fehler aussieht, könnte sich zu einem großen Skandal mit vielen Problemen entwickeln…

Schaut man bei der denic und sucht nach dem Besitzer von google.de, so stößt man auf die Firma favo bzw. Herrn Mario M. mit Wohnsitz in Wiesbaden. Es sieht derzeit so aus, als wenn die Domain google.de um 23:49:53 ihren Besitzer gewechselt hat. Stellt sich nur die Frage, wer da einen Fehler gemacht hat und für die Klicks zahlen muss.

Die Firma favo, welche bei der Denic als neuer Besitzer von google.de angegeben wird, wirbt übrigens auf ihrer Homepage favo.de/freshdomains.de mit dem Spruch “Durch Providerfehler oder durch Unwissenheit über den tatsächlichen Wert einer Domain werden täglich hunderte Domains aller Endungen frei [...] Ein ganz besonderes Plus ist unsere automatische Domain-Registrierung: Tragen Sie den gewünschten Domainnamen ein und sobald dieser frei wird erfolgt vollautomatisch eine Registrierung für Sie.” - offenbar handelt es sich doch um eine gezielte Aktion. Im Impressum von freshdomains.de taucht wieder Herr M. aus Wiesbaden auf…