Archiv für Februar 2007

Discounter dominieren auch den Online-Handel

PlusEine aktuelle Sonderauswertung des Marktforschungsinstituts Nielsen/Netratings zeigt, dass die Nutzerzahlen im Internet-Handel bei den Discountern rasant wachsen. Dabei sind Steigerungen der Besucherzahlen von 24 bis 30 Prozent keine Seltenheit. Sogar Wettbewerber wie Penny und Rewe konnten - obwohl vorher kaum im Web vertreten - 2006 mächtig aufholen.

Damit zeigt sich, dass sich der Erfolg der Discounter von der Offline-Welt in die Online-Welt übertragbar ist. Nicht nur Billigpreise machen dabei den Erfolg der Discounter aus, immer stärker werden auch Serviceangebote in das Portfolio aufgenommen. Hier spielen vor allem Reisebuchungen bzw. Blumenservices eine große Rolle.

Die Drogeriemarkt-Kette dm bietet im Internet auch Arzneimittel an und unterbietet damit sogar deutsche Apotheken. Jetzt hat sich der Drogerist mit der niederländischen Europa Apotheek Venlo verlinkt. Ziel ist es, Deutschen Patienten preisgünstigere Arzneimittel anzubieten. Möglich sind solche Ausweitungen für Discounter relativ leicht, da die Ketten bei vielen Kunden bereits als eigene Marken wahrgenommen werden.
Weiterhin kann man feststellen, dass die Kunden der Discounter sehr loyal sind: “Rund 58 Prozent der Besucher, die im dritten Quartal 2006 den Plus Onlineshop besuchten, kamen im vierten Quartal wieder.”, so das Handelsblatt.

via: Handelsblatt



Abhängigkeit der Verlage vom Werbemarkt wächst

Immer weniger junge Leute lesen Zeitungen und Zeitschriften. Dagegen wächst der Anteil der jungen Leute, die das Internet nutzen. Aufgrund der demographischen Situation sinkt die Reichweite der Zeitungen- und Zeitschriftenhäuser von Jahr zu Jahr. Deshalb nimmt die Refinanzierung über Werbung einen immer größeren Stellenwert ein.

Begünstigt wird diese Entwicklung durch die steigenden Werbeentwicklungen im Internet. Allein der Umsatz mit klassischen Werbeformen stieg im Jahr 2006 um knapp 70% auf rund 903 Millionen Euro. Ein Ende dieser Entwicklung ist momentan nicht in Sicht.Wachstum im Onlinemarketing
Die Strategien der Verlage werden deshalb an diese neue Situation - wenn auch sehr spät - angepasst. Die Verlage bauen ihre eigenen Portale aus, oder kaufen bekannte Internetunternehmen zu, wie z.B. Holtzbrinck bei StudiVZ. Das Kapital dieser Portale liegt allerdings selten darin Gewinne zu erzielen. Vielmehr sind diese Communities oft riesige Datenbanken, die in der Zukunft für eine möglichst erfolgreiche Vermarktung der Verlagsprodukte genutzt werden sollen. Ziel muss es sein, das gegebene Potential auch richtig zu nutzen. Es gilt dabei herauszufinden, welche Produkte auch offline funktionieren, um langfristig das Stammgeschäft nicht aus den Augen zu verlieren.

via: Horizont



Wieder Nutzerdaten bei StudiVZ ausgespäht

Auch nach der Übernahme von StudiVZ durch den Holtzbrinck-Verlag kehrt keine Ruhe bei der bereits von mehreren Skandalen und Skandälchen umwitterten Studentencommunity ein. Nun sollen abermals empfindliche Daten an Unbefugte gelangt sein.StudiVZ und Datenklau

In einer Pressemitteilung erklärte das Unternehmen, dass es Angreifern gelungen wäre, Zugriff auf die Nutzerdatenbank von StudiVZ zu erlangen und damit Mailadressen, Zugangdaten und Freundschaftsverbindungen auszulesen. Solche Probleme gab es bereits in der Vergangenheit, doch nach der Übernahme sollten solche Vorkomnisse für die Zukunft ausgeschlossen sein.

Unklar ist bisher lediglich wieviele Profile ausgelesen wurden und welcher Schaden entstanden ist. Als Vorsichtsmaßnahme erhielten sämtliche Nutzer ein neues Passwort, auch wenn diese eigentlich verschlüsselt in der Datenbank abgelegt werden. StudiVZ-Geschäftsführer Ehssan Dariani geht in seiner gewohnt lockeren Art allerdings nicht davon aus, dass es den Angreifern gelungen sein könnte, die Passwörter vor deren Zurücksetzen zu entschlüsseln und damit Schaden anzurichten. Der Software-Fehler durch den das Auslesen der Daten möglich wurde, soll inzwischen behoben sein.

Als Folge der Passwort-Rücksetzaktion schien der Server der Studentenplattform enorm überlastet; beim Aufruf der Webseite von StudiVZ erschien nur noch die Mitteilung, dass die Datenbank nicht zu erreichen sei.

via: Heise Online



Fressnapf wächst zweistellig

Die Fressnapf-Gruppe - Spezialist für Tiernahrung und Tierzubehör jeglicher Art, setzt ihren Expansionskurs fort. Zum Ende des Geschäftsjahres 2006 wurde europaweit ein Umsatz von 801 Mio. Euro verzeichnet, was einem Umsatzplus von 11,5% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Fressnapf-Deutschland hat mit einem Umsatz von 597 Mio. Euro und einer Steigerung von 7,9% auch kräftig zugelegt und einen großen Anteil am Europageschäft. 88 neue Fressnapf-Märkte wurden im letzten Jahr eröffnet, davon alleine 49 Märkte in Deutschland. Europaweit gibt es damit nun 822 Märkte, in Deutschland allein 625.

via: Lebensmittelzeitung



Amica Online launcht Reise-Rubrik

Amica Online bietet seinen Kunden jetzt auch Inhalte rund um das Thema Reise an: Sowohl redaktionelle Inhalte als auch User generated Content werden in der Rubrik Reise zu finden sein. Zu den Themen im Einzelnen gehören: Travel- und Wellness-Tipps, Reisetrends, Hotelbewertungen und ein Buchungstool.
Die Inhalte in der Reise-Rubrik von Amica Online werden von Wellnessfinder.com und der Tomorrrow-Focus-Seite Holidaycheck.de zur Verfügung gestellt.

via: eMarket



Bobi - der Online-Markenmonitor

Bobi Online-MarkenmonitorMit Bobi (brand online buzz index) werden die Verbrauchermeinungen im Internet in Bezug auf Markenimage, Markenranking sowie den wichtigsten Themen je Branche zielgruppenspezifisch in monatlichen Zyklen ausgewertet.
Dabei werden über 500 der bekanntesten Marken in derzeit 25 Branchen analysiert, getrennt erhoben nach Blogbeiträgen und Beiträgen in Communities bzw. Online-Foren.
Blogs und Foren haben einen großen Einfluss auf das Kaufverhalten von Konsumenten; Beiträge die Erfahrungen mit Marken und Produkten enthalten, werden deshalb auf eine Stufe gestellt mit persönlichen Empfehlungen, da sie eine hohe Glaubwürdigkeit besitzen.

Bobi stellt dabei laut Webseite folgende Ergebnisse bereit:

Quantitative Analyse von Konsumentenmeinungen in Weblogs

  • Meinungsbild / Image je Marke
  • Markenbekanntheit / Intensität der Mundpropaganda
  • Vergleich aller Marken einer Branche
  • Top-Themen der Branche

Quantitative Analyse von Konsumentenmeinungen in Onlineforen und Communities

  • Meinungsbild / Image je Marke
  • Markenbekanntheit / Intensität der Mundpropaganda
  • Vergleich aller Marken einer Branche
  • Top-Themen der Branche

Damit steht erstmals ein Monitor zur Verfügung, mit dem man Konsumententrends und Entwicklungen auch aus den Diskussionen in Communities, Foren und Weblogs ableiten und analysieren kann. Für Unternehmen stellt dieser Monitor einen Indikator für die Akzeptanz und das Image der eigenen Produkte in der Web 2.0-Community dar - einer sehr wichtigen Käufergruppe.



Cross Media Journalismus

Medien MonitorDas Institut für Journalistik in Dortmund stellt mit dem Medien Monitor ein Online-Magazin von Studenten vor, das aktuelle Themen aus der Medienbranche aufgreift. Dabei sollen vor allem regionale Medienmärkte porträtiert werden.
Weiterhin steht die Medienforschung im Blickpunkt - neue Forschungsergebnisse aus Journalistik und Kommunikationswissenschaft werden aufbereitet und an Medienpraktiker vermittelt. Zusätzlich gibt es außerdem Schwerpunkte zu Medienentwicklung und zur Medienkritik.
Der Medien Monitor geht aus der Lehrredaktion Onlinejournalismus hervor, die ein fester Bestandteil des Journalismusstudiums in Dortmund ist.
Um die crossmediale Komponente zu stärken, wird eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Lehrredaktionen für Print-, Radio- und Fernsehjournalismus angestrebt.