Archiv für Juli 2007

Neue Testversion von Flash-Alternative Silverlight

silverlight_1.JPGSeit geraumer Zeit entwickelt Microsoft eine alternative Technik für Flash-Anwendungen. Das Webbrowser-Plug-In Silverlight soll ebenfalls zur Darstellung von Vektorgrafiken, Animationen und Multimediainhalten im Webbrowser fähig sein.

Nun ist das Plug-In als Release Candidate verfügbar, die neue stark überarbeitete Testversion, soll deutlich stabiler laufen und verfügt über Verbesserungen von über 2000 Fehlern. Wann die endgültige Version von Silverlight zu haben sein soll iost bisher noch nicht bekannt, diese steht aber angeblich kurz vor der Fertigstellung. Die Testversion steht zum Download für Windows und Mac bereit und soll mit den meistbenutzten gängigen Browsern anwendbar sein.

via: Computerworld



Virtueller Hörsaal zu Hause

Immer mehr deutsche Universitäten bieten ihren Studenten die Möglichkeit die Inhalte der Vorlesung als Podcast im Internet herunter zu laden.

Beispielsweise bietet die Universität Osnabrück im Bereich Wirtschaftsinformatik Audio-Dateien zu Veranstaltungen im Internet an. Besonders Studierende die ein Fernstudium führen nutzen dieses Angebot dankend. Insgesamt hatten den Podcast mit der Informatik-Vorlesung rund 2800 Nutzer abonniert. Die Podcasts sollen dabei aber ein zusätzliches Angebot sein und nicht dazu dienen verpasste, oder ausgefallene Vorlesungen zu ersetzen. Studierende nutzen sie vor allem zur Klausurvorbereitung, beispielsweise als Mp3-Datei auf dem Weg zu Uni.
In Hamburg wurde das Projekt Podcampus gestartet, eine Plattform auf der sich mittlerweile etwa 300 Beiträge zu den Themen Wissenschaft und Forschung finden. Neben aufgezeichneten Vortägen und Vorlesungen der Universität, bietet die Plattform auch gesondert produzierte Beiträge für die Nutzer. Die Forschungs- und Bildungseinrichtungen, sowie die einzelnen Dozenten haben jederzeit die Möglichkeit Dateien auf Podcampus online zu stellen.
Die Universität Gießen bietet ebenfalls ein besonderes Podcast-Angebot, statt aufgezeichneter Vorlesungen, werden den Studierenden Interviews mit Wissenschaftlern zum Download bereit gestellt.
Die meisten Hochschulen schwimmen auf der interaktiven Welle mit, viele bieten bereits seit längerem Diskussionsforen und downloadbare Materialen zu Veranstaltungen an. An der Universität Duisburg-Essen kann auch ein Livestream der gut besuchten BWL-Vorlesungen in Anspruch genommen werden. Via persönlichem LogIn der Studenten kann der Download des Livestreams bei Anwesenheitspflicht auch als Teilnahmenachweis genutzt werden.

via: Heise



Familiennetzwerk nach Vorbild von StudiVZ

Gruner + Jahr möchte sein Portal zum gleichnamigen Printmagazin „Eltern“ weiter ausbauen. Die Internet-Präsenz der Zeitschrift soll zu einer Zielgruppen-Community nach dem Vorbild von StudiVZ ode Xing werden.

eltern.de_1.JPG

Der Verlag plant ein Familiennetzwerk in dem Familien Profile und Fotoalben anlegen, andere Eltern kennen lernen, regionale Kontakte knüpfen und Tipps austauschen können. So soll Eltern.de zur “größten Informations-, Kommunikations- und Shoppingplattform für Familien in Deutschland” werden. Auf der Plattform sollen dann auch Expertenratschläge und Tipps in Texten, Bildern und Videos zu finden sein. Zudem ist für das kommende Jahr auch der Start eine Shopping-Plattform geplant. Das Angebot auf Eltern.de ist weitestgehend kostenlos, einige Inhalte stehen jedoch nur Abonnenten der Printausgabe zur Verfügung. Gruner + Jahr setzt bei der Web-Präsenz hauptsächlich auf die Finanzierung durch zielgruppenorientierte Werbung.

In diesem Jahr wird ein Umsatz von über 1 Million Euro erwartet, im Juni soll erstmals die Grenze von über 100 000 registrierte Nutzer überschritten worden sein. Das Portal erreicht netto eine Reichweite von etwa 30 000 unique User pro Monat.

via: Horizont



Musikverkauf durch Social Networking

Nach den zurückgegangenen Verkaufszahlen für CD-Verkäufe, sucht die Musikbranche stetig nach neuen Wegen im Web diese Umsatzlücke zu schliessen. Nach der Einführung der Online-Music-Stores in denen Musikstücke vollkommen legal runtergeladen werden können, will die Branche jetzt das Potenzial der sozialen Netzwerke wie MySpace weiter nutzen.

In einigen Communities ist es bereits seit langem möglich Songs zu den einzelnen Userprofilen hinzuzufügen. Betreiber von Online-Music-Sores wollen diese Funktion demnächst für den Verkauf der jeweiligen Stücke nutzen. Die Songs sollen mit einem „Buy“-Button versehen werden, genauso wie die Künstler selbst die Möglichkeit haben sollen die Stücke die sie im Internet präsentieren mit derartigen Buttons zu versehen. Die Musikbranche möchte ein virales Netzwerk der Online-Stores schaffen, jedes User-Profil in den Communities würde damit zu einem kleinen Shop werden. Marktexperten sehen diese Verwendung der beliebten Widgets noch kritisch und zweifeln daran ob diese Strategie den fehlenden Umsatz durch CD-Verkäufe wirklich ersetzen können.

via: Testticker



Kaufanreize durch selbstlernende Wissensdatenbanken

Auch Onlineshops sollen zukünftig von selbstlernenden Wissensdatenbanken profitieren, die Marketer sehen vor allem bei der jungen Käuferschicht ein großes Potenzial für die Anwendungen.

Laut den Ergebnissen einer Studie von Novomind nutzen bereits 37,5 Prozent der jungen User unter 20 Jahren selbstlernende Webdienste wie beispielsweise Last.fm häufig. Aber nicht nur Web-Radios nutzen die Datenbanken bisher erfolgreich, sondern auch bei der Job- und Wohnungssuche konnten diese bereits gewinnbringend eingesetzt werden.
Beim Online-Shopping sollen die Nutzer sollen künftig persönliche Profile anlegen in denen sie ihren Musik-, Literatur- oder Kinogeschmack eingeben und bekommen individuelle Empfehlungen zu Angeboten, die ihnen gefallen könnten.
Dynamische Web-Angebote werden aber auch ausserhalb der Gruppe der unter 20jährigen immer beliebter, insgesamt greift bereits ein Drittel der Internet-Nutzer auf Wissensdatenbanken zurück, um sich über neue Trends zu informieren. Etwas die Hälfte der - bis 30jährigen haben solche Dienste bereits ausprobiert. Die über 50jährigen interessieren sich sogar noch reger für derartige Angebote. Mindestens jeder vierte schliesst den zukünftig den Gebrauch der Dienste auch nicht aus.
Die Shop-Betreiber wollen durch die individuellen Empfehlungen für die Nutzer zusätzliche Kaufanreize schaffen.

via: Ecin



Aufholbedarf bei deutschen Behörden online

Die Ergebnisse einer dreimonatigen Studie der europäischen Statistikbehörde Eurostat, werfen auf, dass Deutsche im europäischen Vergleich bei der Nutzung der Online-Dienste der Behörden nur knapp über dem Durchschnitt liegen.

Nur 32% der deutschen im Alter zwischen 16 und 74 Jahren nutzen behördliche Internet-Angebote, wie beispielsweise das Herunterladen von Dokumenten oder das Ausfüllen von Online-Formularen. Spitzenreiter beim Online-Behördengang sind die Niederländer, Schweden und Finnen. In den Niederlanden und Schweden lag die Nutzerquote im vergangenen Jahr bei 52%, in Finnland bei 47%. In allen 3 Ländern wurden die elektronischen Bürgerdienste in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut.
In Deutschland hingegen beschränken sich die meisten Ämter immer noch auf das anbieten von Formularen zum Ausdruck, hierzulande liegt die Nutzerquote gerade mal bei 24%. Anders sieht dies bei den polizeilichen Behörden aus, 10 der 16 deutschen Bundesländer bieten hier an Strafanzeigen, über ein Formular auf der jeweiligen Web-Seite auch online entgegenzunehmen. In Nordrhein-Westfalen kam wurde dabei seit März 2004 die größte Zahl der Online-Strafanzeigen gezählt, im bevölkerungsreichsten Bundesland sind seit dem mehr als 60.000 Anzeigen online eingereicht worden.

via: Golem



Bild will Spiegel Online aufholen

Die Bildzeitung will ebenso wie bereits Vorreiter Spiegel nun ebenfalls im Web weiter Fußfassen und plant einen Relaunch des News-Portals Bild.T-Online im zweistelligen Millionenbereich. Das neue Internet-Angebot soll mit neuen Interaktionsplattformen und- Formaten erweitert werden, man möchte auch stärker auf Web 2.0-Elemente setzen.

Der Umbau der Seite ist für den Herbst diesen Jahres geplant, vorhandene Angebote wie Leser-Reporter und das Sport-Forum sollen weiter vertieft werden, vorhandene Stärken wie die Sportberichterstattung und die „People News“ sollen zu dem verstäkt gehandelt werden. Man möchte der Konkurrenz in Nichts nachstehen. Nachrichtenportale wie Google News und deutscher Markführer Spiegel Online bieten zunehmend größere Konkurrenz.
Es sollen zudem Regional Ausgaben der Bild online erscheinen um besser auf lokale, städtebezogene Kontaktnetzwerke reagieren zu können. Dieser Schritt soll den Community-Charakter einbringen, da das Portal auch mit Nutzerverlusten an Profil- und Communityseiten wie Myspace, Youtube oder Facebook zu kämpfen hat, die von immer mehr vor allem jungen Menschen als Startpunkt im Internet genutzt werden.

Eine Änderung des Titels oder eine Beendigung der Zusammenarbeit mit Telekom Tochter T-Online ist nicht angedacht.

via: Handelsblatt