Archiv für August 2007

Microsoft startet lokale Suche

Microsoft startet nun in Zusammenarbeit mit T-Info nun auch den in den USA bereits seit etwa 2 Jahren etablierten lokalen Suchdienst, der vor allem an Werbekunden aus dem Mittelstand gerichtet ist.

Zuvor wurde dieser bereits unter dem Namen msn.Auskunft erprobt und steht für Suchanfragen zur Verfügung, die sich auf einen Ort, eine Straße oder eine Postleitzahl eingrenzen lassen. Die Karten für den Dienst liefert Microsoft Virtual Earth, diese sind auch als Luftbild für rund 90 Städte oder als Hybridansicht verfügbar. Um schnell auf dem, bereits stark von Konkurrenten wie Google, Yahoo oder nationalen Anbietern wie bsp.11880 besetzten, deutschen Markt Fuß zu fassen kooperiert Microsoft dabei mit T-Info, ein Unternehmen das mehrheitlich zur Telekom-Tochter DeTe Medien gehört. T-Info hat mit Suchen.de bereits eine lokale Suchmaschine im deutschen Web positioniert und wird die Live Search mit Telefonauskunftdaten und lokalen Firmeninformationen versorgen. Werbekunden sollen vor allen Dingen kleine und mittelständische Firmen werden, da lokale Suchanfragen, beispielsweise nach regionalen Dienstleistern rund 40 Prozent aller Anfragen ausmachen.

Marktforscher der Kelsey Group prognostizierten einen Wachstum des weltweiten Marktes für lokale Werbung von 3,4 Milliarden Umsatzvolumen noch zwei Jahre zuvor auf rund 13 Milliarden Dollar bis zum Jahr 2010.

via: Computerwoche



Youtube darf Musikstücke legal anbieten

Während sich die Google-Tochter Youtube für ihren Deutschlandstart auf lange Streitigkeiten mit der GEMA einlassen musste geht Großbritanniens Musikindustrie mit gutem Beispiel voran und gewährt dem Video Portal umfassende Rechte.

Mit einer Kooperation zwischen Youtube und der britischen MCPS-PRS Alliance die dort, ähnlich wie die GEMA in Deutschland für die Erhebung von Lizenzgebühren zuständig ist, erlang Youtube das Recht etwa 10 Millionen Musiktitel auf der Plattform legal anbieten zu dürfen.

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit bezahlt das Unternehmen knapp 50.000 Musikern die über eine Präsenz auf Youtube verfügen ein bisher nicht bekannte Summe für die Vertreibung ihrer Musikstücke. In Europa ist dies eine erste umfassende Kooperation dieser Art.

via: Internet World Business



Was sind die Trends Online? Was wird kommen in der digitalen Wirtschaft?

In etwa 2 Wochen erscheint das aktuelle Jahrbuch „Interaktive Trends 2007/2008“ zum Online Wettbewerb DMMA (Deutscher Multimedia Award). Bestückt mit Screenshots, Fotos und ausführlichen Beschreibungen dokumentiert das Buch die prämierten aber auch die nominierten Einreichungen in diesem Jahr.

interaktive_trends.jpgUnter den Beiträgen findet sich zahlreiches zu Themen wie Dialogmarketing, E-Mail-Marketing, interaktivem Branded Entertainment und weiteren digitalen Neuerungen. Außerdem bekommt der Leser Einblicke in die Welt der Online-Auftritte von Unternehmen die den besonderen Dialog mit dem Kunden fördern. Ein Buch voller Ideen, dass im redaktionellen Teil zudem besonders auf die aktuellen interaktiven Trends eingeht. Auch hier finden sich die Themenbereiche der prämierten Projekte wieder, neben diesen aber natürlich auch aktuelle Interessen der Marketingbranche wie IPTV, mobile Handy-Bannerwerbung oder Suchmaschinen-Marketing.

Experten schreiben hier über die Werbekraft die im Web 2.0 steckt, Erfahrungen mit viralem Marketing oder die Erhöhung der Attraktivität eines Online-Shops durch besondere Webservices. Hans Jürgen Even, Geschäftsführer der TWT Interactive GmbH beschäftigt sich in seinem Beitrag speziell mit dem Einsatz von Suchmaschinen-Marketing im Marketingmix und gibt professionelle Tipps.

Die 176 Seiten des Jahrbuches umfassen zudem informative Diskussionen zu derzeitig brisanten Themen, wie der These „Interactive-Dienstleister die Lead-Agenturen der Zukunft“ und zahlreiche Porträts führender Multimedia-Agenturen..
Bestellt werden kann die bereichernde Dokumentation bei ONEtoONE online.
via: OneToOne



Nokia vs. Apple, neues Multimedia-Handy und Downloadportal am Start

Vor etwa zwei Monaten kündigte Nokia an seine Geschäftsfelder neu zu strukturieren. Der finnische Handyhersteller will seinen Servicebereich zu einer der drei tragenden Säulen werden lassen.

Heute soll Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo in London einen weltweiten Musikservice sowie das neue Multimedia-Handy N81 vorstellen, also eine direkte Konkurrenz zu Apples iPhone und dem Downloadportal iTunes.

Bereits im letzten Jahr kaufte Nokia den Dienst einer amerikanischen Musikfirma für 60 Millionen Dollar. Auf „Loudeye“ soll jetzt auch der Downloadservice des Handygiganten basieren. Loudeye verfügt über eine Musikbibliothek mit mehr als 1,6 Millionen Stücken, wo hingegen iTunes knapp 5 Millionen Songs bereitstellt und Napster rund 3Millionen Tracks zur Verfügung stellt. Doch neben dem Musikdienst wollen die Finnen in Kürze zudem weitere Services anbieten.
Im Juli kauften sie die Social-Networking-Site Twango für eine nicht genannte Summe und eröffneten außerdem vor wenigen Wochen eine Content-Sharing-Site für Handynutzer unter dem Namen „Mosh“. Man darf also gespannt sein.

via: Computerworld



Web 2.0-Boom unter deutschen Gründern

Sage und schreibe 46 Web-2.0-Dienste stehen in Deutschland aktuell in den Startlöchern und befinden sich derzeit in verschiedenen Phasen des Beta-Modus.

Die Gründer nutzen den derzeitigen Boom der Social Communities und eröffnen ihre Angebote mit unglaublich kreativen, aber auch mit unglaublich fragwürdigen Ideen. Happypapa.de beispielsweise soll einmal Konkurrenz für Communities wie Netmoms werden, denn hier werden speziell die Väter angesprochen. Der Marktplatz wirwerber.de richtet sich an die Kreativen hallohund.de soll Hundebesitzer interaktiv miteinander verknüpfen. Unter Blogato findet sich eine Suchmaschine, die die deutsche Bloggosphäre durchleuchten soll, das selbsternannte „Social Eatwork“ Futtrn.de gehört auch zu den aktuellen Start-Ups der des deutschen Web 2.0 Marktes.

Wer bei der Übersicht dieser Projekte manchmal schmunzeln muss, dem sei es nicht zu verübeln. Auf der anderen Seite wird erneut das enorme Potenzial deutlich, dass der neue Markt hervorbringt.

via: Blognation



Frei Meinungsäußerung in Internetforen

Das Oberlandesgerichts Koblenz beschäftigte sich jüngst mit einem Rechtsstreit in dem es über die Äußerung negativer Unternehmenskritik in einem Internetforum ging.

In seinem Urteil äußerte das OLG, dass freie Meinungsäußerung in Foren auch dann noch erlaubt, wenn sie polemisch und überspitzt geäußert wird. Dabei sei wichtig, dass Unternehmen bzw. die Personen nicht grundlos angegriffen werden dürften, es müsse ein konkreter Sachverhalt vorliegen.
In dem Fall der dem OLG vorlag hatte ein Forenmitglied ein Unternehmen bzw. dessen Mitarbeiter mehrfach als Betrüger bezeichnet, außerdem hätte der Beitragsverfasser behauptet, das entsprechende Unternehmen würde nicht existieren. Die betroffene GmbH verlangte daraufhin vom Forenbetreiber die Beiträge sofort zu löschen.

Nach dem aktuellen Urteil des Gerichtes muss der Forenbetreiber in diesem speziellen Fall trotz seiner Kenntnisnahme den Beitrag nicht löschen – es sei kein Unterlassungsanspruch auf Grund rechtswidriger Inhalte zu erkennen. Die Aussage des Verfassers, dass es das Unternehmen nicht gebe, sei keine unwahre Tatsachenbehauptung , da diese im Gesamtzusammenhang eindeutig auf eine vollkommen subjektive Meinungsäußerung schließen ließe.

Das Gericht stellte zudem fest, dass Unternehmen auch Kritik hinnehmen müssten, wenn diese überspitzt und polemisch geäußert wird, da ansonsten “die Gefahr einer Lähmung oder Verengung Meinungsbildungsprozesses” entstehe.

via: Golem



Zukunftsorientiertes Mobile Marketing mit Mehrwehrt

Nach Expertenmeinungen ist es bereits heute abzusehen, dass die neuen Web-Technologien dauerhaft das Marketing verändern werden.

So sei das wichtigste Zukunftsmedium für die Masse ist das internetfähige Handy. Ein neues Leitmedium, das komplett andere Funktionen und marketingstrategische Vorzüge bietet, weil sich mit dem Mobiltelefon als interaktives Kommunikationstool bei den Kunden spielerisch und angenehm Produktbekanntheit erzeugen lasse.

Heute gibt es bereits Testläufe in denen sich Passanten an ‘kommunikative’ Plakate via Bluetooth oder Infrarot Informationen zum Produkt runterladen können .Die Attraktivität des Produkts lasse sich zudem erhöhen indem den Downloads im Web einlösbare Gutscheine zugeführt werden können.

Auch der mobile E-Commerce genießt derzeit bereits einen Auftrieb. Hersteller können ihre Produkte nicht nur online sondern auch über WAP-Shops vertreiben. Besonders mit Klingeltönen, Spielen und anderem Content funktioniert das Konzept schon sehr erfolgreich. Ein Ziel der neuen Marketingformen sei es den Kunden wieder näher an den Kaufakt heranführen. Die Preisängste der Verbraucher werden zukünftig durch Flatrates und die Einführung von Darstellungs- und Übertragungsstandards schwinden.

Ähnlich optimistisch sei auch die Zukunft des digitalen Fernsehens, allerdings in Form von Internet-Videos und damit einer weiteren innovative Werbetechnik; dem Video-Shopping. Hier kann der User beispielsweise auf die Jacke einer Darstellerin in einem Musikvideo klicken und erhält sofort nähere Details zum Produkt, wo er es kaufen kann und was es kostet.

via: Computerworld