Archiv für Februar 2008

Das Ende einer Marke - der Tod der HD-DVD

Paramount, einschließlich Tochterunternehmen Dreamworks, stellt laut US-Medienberichten seine HD-DVD-Produktion ein.

Ein Teil der bereits angekündigten HD-DVD-Filme wird demnach nicht mehr auf den Markt kommen. Paramount könnte im Sommer mit ersten Blu-ray-Filmen aufwarten. Bis dahin würden die Filme nur noch auf herkömmlichen DVDs veröffentlicht.

Zu Thematik berichtete auch das Handelsblatt vor wenigen Tagen, Toshiba will sich aus der Auseinandersetzung um das Nachfolgeformat der DVD zurückziehen und dem Konkurrenten Sony das Geschäft überlassen. Folglich ist der Paramount-Entscheid eine der ersten direkten Reaktionen der Entertainment-Konzerne.

Toshiba entwickelte den HD-DVD Standard, Sony konkurrierte mit dem System Blue-ray. In den vergangenen Monaten schlugen sich die meisten der großen Filmstudios in den USA auf die Seite von Sony . Da die Inhalte am Ende über den Erfolg des Formats entscheiden, zog Toshiba daraus nun die Konsequenzen und kündigte an, keine weiteren Geräte im HD-DVD-Format mehr entwickeln und bauen zu wollen.

Schätzungen zufolge werden im Jahr 2011 knapp zwei Mrd. Blue-ray-Disks verkauft - nach 142 Mill. im vergangenen Jahr. Dazu kommen entsprechende Abspielgeräte und Spielekonsolen - ein zweistelliger Milliardenmarkt. Für Gewinner Sony bedeutet die Entscheidung Marktvorteile - nicht nur bei reinen Abspiel- und Aufnahmegeräten. Die Videospielkonsole Play Station 3 ist serienmäßig mit einem Blu-ray-Spieler ausgestattet. Die Play Station steht daher als einzige Spielkonsole mit einem Videolaufwerk der nächsten Generation auf dem Markt alleine da.

via: Golem, Handelsblatt

Weiteres: Toshiba Announces Discontinuation of HD DVD Businesses



Virtuelles Kongresszentrum

Mit einer neuen Plattform von Netviewer können Unternehmen Analysten- und Pressekonferenzen sowie Verkaufsveranstaltungen künftig im Web organisieren und in Echtzeit präsentieren.

netviewer_1.jpgBei “Live Presenter” ist der Internetbildschirm in mehrere Fenster unterteilt. Ein Moderator lässt sich mit einer Videokamera während der Präsentation filmen und führt live durch das Programm.  Gleichzeitig sind Fotos, Grafiken oder Videos zu sehen, die zuvor auf der Plattform hinterlegt wurden. Interaktion entsteht über eine Chat-Funktion. Teilnehmer können Fragen stellen oder Kommentare zur Präsentation abgeben.

Die Einladung zu dem Online-Event erfolgt per E-Mail. Die Teilnehmer loggen sich dann zu einem bestimmten Zeitpunkt über ihre Rechner und den mitgeschickten Link ein. Die Plattform lässt sich mit gängigen Browsern nutzen und folge laut Experten-Meinungen dem Trend zu multimedialen Präsentationen über das Internet.

livepresenter.jpgDie serverbasierte Lösung bindet Nutzer einfach und schnell ein. Das spare Zeit - und darauf komme es den Unternehmen am meisten an. Nebensächlich sei dagegen die Möglichkeit, Reisekosten einzusparen. Auch eine Erschließung des privaten Anwender-Marktes ist für Netviewer denkbar. Das Programm soll auf der diesjährigen Cebit dem breiten Publikum vorgestellt werden.

via: Handelsblatt



Yahoo äussert sich im Jahresbericht zur Microsoft-Offerte

Yahoo weist in seinem jüngsten Jahresbericht an die US-Börsenaufsicht im Kapitel “Riskofaktoren” auf Einflüsse auf das Alltagsgeschäft durch das Übernahmeangebot von Microsoft hin, lässt aber weitere Rückschlüsse über die Zukunft des Konzern weitestgehend unklar.

“Die Beratungen über das Microsoft-Angebot und über Angebote anderer Unternehmen waren eine bedeutende Ablenkung für das Management und die Mitarbeiter und werden es vermutlich auch weiterhin sein.”

Das könne einen Einfluss auf die weitere Geschäftstätigkeit haben.
yahoo_logo_1.jpgDas Angebot von Microsoft, könnte ebenfalls derzeitige und mögliche künftige Kunden, Werbetreibende und andere Geschäftspartner verunsichert sein, also bestehende Verträge kündigen oder davon abgehalten werden, neue Geschäftsbeziehungen mit Yahoo einzugehen. Mittlerweile beständen zudem sieben Sammelklagen von Aktionären, die sich mit der Ablehnung des Yahoo-Vorstands nicht zufriedengeben.

Yahoo suche weiter Alternativen zu dem Angebot im Wert von ursprünglich knapp 45 Milliarden Dollar (30 Milliarden Euro) und wies in seinem Bericht daraufhin,

“Anti-Übernahme-Maßnahmen könnten es für ein anderes Unternehmen schwierig machen, uns zu übernehmen”.

 via: Heise



Marktanteil Online-Werbung soll auf ein Fünftel wachsen

Die Marktanalysten der Kelsey Group beschäftigten sich mit der zukünftigen Aufteilung der Marktanteile am Werbemarkt.

Die Werbebranche kam im vergangenen Jahr auf 600 Milliarden US-Dollar Umsatz weltweit. Hier erwarten die Analysten einen Anstieg bis 2012 auf 707 Milliarden US-Dollar, was einem jährlichen Wachstum von 2,7 Prozent entspricht.
In der Prognose für die Online-Werbung wurden überdurchschnittliche hohe Wachstumsraten vorhergesagt.

Die Kelseay Group rechnet mit einem Anstieg von derzeit 45 Milliarden US-Dollar auf erwartete 147 Milliarden in 2012 womit die Rate bei 23,4 Prozent läge.Der Marktanteil würde dann in naher Zukunft gut ein Fünftel aller Werbeausgaben betragen. Er lag im letzten Jahr noch bei 7,4 Prozent.

Vor allem für die lokalen Online-Suchen prognostiziert die Analysten-Gruppe ebenfalls starke Zuwächse.

via: Ecin



Holtzbrinck startet MeinVZ

Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck startet nach StudiVZ und SchülerVZ  nun mit MeinVZ , ein Social Network, das auch Nicht-Studenten und ältere Zielgruppen in das Angebot des deutschen Marktführers integrieren soll.

meinVZ.pngZusammen zählen StudiVZ und SchülerVZ heute bereits mehr als 8 Millionen Mitglieder. Im Gegensatz zu Schueler- und Studi VZ, die abgeschlossene Systeme bilden, wird die neue Plattform mit StudiVZ vernetzt. Mitglieder der beiden Angebote entscheiden dann selbst, ob ihre Profile für die Teilnehmer des jeweils anderen Angebotes sichtbar sind.

MeinVZ wird es auch auf Englisch geben, damit die Nutzer sich auch mit ihren Freunden im Ausland verbinden und kommunizieren können, eine wirkliche Internationalisierung ist allerdings nicht geplant.

via: Golem, Computerwoche



Microsoft sieht Google nicht als Bedrohung

microsoft_logo_iso_1_1.jpgSeit geraumer Zeit versucht Software-Pionier Microsoft im Online-Markt gegen Marktführer Google anzutreten, jüngst mit zahlreichen Zukäufen und dem Plan der geplanten Yahoo-Übernahme.

Microsofts CRO und CSO (Chief Research Office, Strategy Officer) Craig Mundie äußerte bei einem Webcast auf dem Goldman Sachs Technology Investment Symposium in Las Vegas, dass Google ohne Microsoft nicht dort wäre, wo das Unternehmen heute ist.

“Hätten wir nicht Erfolg auf dem PC gehabt, dann hätten sie heute kein Business. Es ist erst wenige Jahre her, dass Google noch nicht mal existiert hat”

Überaus enthusiastisch setzte Mundie fort:

“Ich denke nicht, dass sie etwas tun können, was wir nicht können. Ich würde gerne sehen, wie Google oder jemand anderes mit etwas ankommt, das unser Geschäftsmodell wirklich gefährdet”

via: Testticker



Google kündigt erweiterte Kollaborationsdienste an

Google kündigt mit Googlesites ein Hilfsmittel für gewerbliche und institutionelle Anwender seiner Webdienste Google Apps an, auf dem damit nutzbaren Webspace eine übersichtliche Zusammenstellung von Inhalten vom Terminkalender über Chat- und Mail-Client bis zu Texten, Präsentationen, Videos und Bildern aus anderen Quellen, etwa YouTube, zu erstellen.

google_logo_1.jpgDie derzeit nur in Englisch verfügbaren Werkzeuge stehen Nutzern der Educational oder Premium Edition von Google Apps offen, sobald die jüngst in den USA herausgebrachte Team Edition in Europa einfach zugänglich wird, auch den Inhabern dazugehöriger Accounts.

Wer eine eigene Web-Domain bei Google registriert und seine Verwaltungsberechtigung dafür unter Beweis stellt, erhält im Rahmen von Google Apps Gelegenheit, Benutzerkonten einzurichten, mit denen sich Freunde oder Kollegen für die Nutzung von Google Apps auf dem von Google zur Verfügung gestellten Webspace anmelden können. Diese zugelassenen Benutzer erhalten dann vom Administrator eine Einladung in Form einer Mail mit den Zugangsdaten. Die Adresse, auf der sie sich nach deren Eingabe wiederfinden, dürfte bei Beteiligung von Googlesites Ähnlichkeiten mit einer Team-Website haben, wie sie sich etwa mit Microsofts Sharepoint-Server gestalten lässt.

Anders als die Services vom Microsoft-Server sind aber Googles Dienste nicht im LAN, sondern im Web gehostet und lassen sich unter bestimmten Bedingungen auch mit kostenlosen Webspace-Grundlagen nutzen.

Via: Heise