Archiv für Juni 2008

Umfrage belegt Ärgernis – 80 Prozent des E-Mail-Volumens ist Spam

71 Prozent der Deutschen erreichen täglich unerwünschte Spam Nachrichten. Jeder vierte (27%) bekommt sogar mehr als fünf Spammails am Tag.

Ist eine Adresse erst einmal in den Listen der Spammer als valide verzeichnet, können es auch mehrere hundert Spams werden.

“Spam ist neben Viren eines der größten Ärgernisse für Internetnutzer.“

So Bitkom-Präsidiumsmitglied Prof. Dieter Kempf. Mindestens 80 Prozent aller weltweit versandten E-Mails sind Spam. Gegen die Spamflut unternimmt die überwiegende Mehrheit der Nutzer in Deutschland nur passive Gegenmaßnahmen. Die meisten setzen dabei auf die Spamfilter ihrer Provider (38 Prozent). Nur 25 Prozent haben einen Filter auf dem eigenen Computer - entweder im E-Mail-Programm integriert oder als separate Software.

Immerhin ein Viertel der Nutzer unternimmt außer dem manuellen Löschen nichts gegen Spam. Zwar droht Spamversendern in Deutschland seit 2007 ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro. Doch die meisten Spammails werden aus dem Ausland verschickt und fallen nicht unter die deutsche Gesetzgebung.

via: Golem



Auch RTL übt massiv Kritik am Onlineratgeberportal von ARD und ZFD

Die Mediengruppe RTL Deutschland will Onlineratgeberportale von ARD und ZDF in jedem Falle verboten sehen. Damit kommt wieder neue Kritik an der geplanten Regelung der Ministerpräsidenten für die öffentlich rechtlichen Anstalten im Internet auf.

ardzdf.gif Bei RTL wird befürchtet, dass ARD und ZDF ihre sechs Digitalkanäle dazu nutzen werden,

“um Einschränkungen zu umgehen, die ihnen der neue Rundfunkstaatsvertrag auferlegen soll”,

so Tobias Schmid, der bei RTL-Deutschland den Bereich Medienpolitik leitet, gegenüber dem Focus. Der Entwurf der Landeschefs vom 12. Juni 2008 lege fest, dass die öffentlich-rechtlichen Anstalten Videos, Fotos und Texte nicht beliebig für das Internet produzieren dürfen. Sie müssten sendungsbezogen sein, so Schmid.

Onlineratgeberportale ohne Bezug auf eine Sendung sollen ebenfalls verboten sein.

“Der Nischensender Eins Plus wäre die perfekte Legitimation, um der ARD doch zu einem allumfassenden Ratgeberportal im Internet zu verhelfen.”

Der ARD-Digitalkanal Eins Plus sende täglich Dutzende Ratgebersendungen, so Schmid, der auch Vizechef des Privatsender-Branchenverbands VPRT ist.

via: Golem



Microsoft langt weiter zu, nach MobiComp jetzt Powerset

Für 100 Millionen soll die semantische Suchmaschine Powerset über den Tisch gehen. Gerüchten zufolge könnte der tatsächliche Kaufpreis allerdings noch höher liegen. Genauere Informationen seitens Microsoft sind im nächsten Monat zu erwarten.

microsoft_logo_iso_1.jpgDie Themen Suche und Werbung im Internet verpasst zu haben, wie Bill Gates zu seinem Abschied bedauerte, bedeutet für Microsoft demnach nicht, den Kopf in den Sand zu stecken, wie etwa auch der (glücklose) Versuch zeigt, Yahoo zu kaufen.

Powerset soll Eingaben in natürlicher Sprache verstehen und Antworten auf ausformulierte Fragen geben können – beides derzeit nur in Englisch. Einzelne Suchbegriffe sind ebenso zulässig. Anders als etwa Google oder Yahoo indexiert Powerset nicht das gesamte Web, sondern durchsucht nur die Wikipedia und die offene Datenbank Freebase. Kritiker bezweifeln jedoch die Praxistauglichkeit der verwendeten Algorithmen. Zu vielen Fragen liefert Powerset indes eine klare Antwort sowie zusätzlich eine Zusammenfassung der zu der Frage gefundenen Informationen und eine Liste der wichtigsten Quellen im Internet.

via: Heise



Studie: Mobile Marketing zieht besonders die jüngere Zielgruppe an

Insbesondere Elektronikhersteller können mit mobilen Marketingkampagnen punkten. Am wenigsten interessant ist Werbung der Pharmaindustrie.

02.Twango_Nokia_N95_lowres_1.jpgVor allem Elektronikproduktehersteller können mit mobilen Marketingkampagnen, die vornehmlich auf die Zielgruppe zwischen 18 und 24 Jahre zugeschnitten ist, viel erreichen. Das zeigt eine Studie des US-Marktforschungsinstituts Big Research. Demnach liegt der Anteil der Teens und Twens, die sich durch mobile SMS-Kampagnen zum Kauf der beworbenen Produkte motivieren lassen, bei 15,9 Prozent. Der Durchschnittswert für alle Handybesitzer liegt hier bei 6,4 Prozent. Mit weitem Abstand folgen Modelabels, die durch mobile SMS-Kampagnen 8,2 Prozent der Jugendlichen, aber nur 2,9 Prozent der durchschnittlichen Handybesitzer zum Kauf eines Produktes begeistern können. Am uninteressantesten ist der Studie zufolge mobiles Marketing für die Pharmaindustrie. Hier sprechen nur 1,2 Prozent der Erwachsenen und 2,3 Prozent der Teens und Twens auf mobile SMS-Werbung an.

via: InternetWorldBusiness



Luxus-Marken entdecken das Web 2.0 für sich

Luxus-Markenartikler machen sich Socal-Networks mehr und mehr zu nutzen

Der Luxusjuwelier Cartier testet ein Jahr lang eine Branding-Kampagne für seine die ‘Love by Cartier’-Produkte im Social Network MySpace . Die Luxusmarke hat bereits erste Erfahrungen in Sachen sozialem Luxusmarketing in dem Online-Country-Club Asmallworld gewonnen. Auf einer gebrandeten Microsite präsentiert der Juwelier dort Musik von zwölf Künstlern, darunter Lou Reed oder Grand National. Zusätzlichen Content liefern exklusive Interviews und Fotos.

Die Kampagne wird zunächst nur auf den englischen, französischen, italienischen, spanischen und japanischen Seiten des Netzwerkes geschaltet. Interessant ist die Begründung warum Cartier in einem vergleichsweise wenig exklusiven Umfeld wirbt: Im wesentlichen stützt sich die Luxusmarke auf eine Comscore-Statistik , wonach ein Viertel der Myspace-Besucher ein jährliches Haushaltseinkommen von über 100.000 US-Dollar hätten. Eine ähnlich solvente Mitgliederanzahl hat Comscore aber auch für den Konkurrenten Facebook ausgewiesen. Hier zählen sogar fast ein Drittel der Nutzer (29,6 Prozent) zu den Bestverdienern mit einem Einkommen von 100.000 Dollar und mehr.

Seit zwei Jahren habe Cartier “mit Initiativen überrascht, die Luxus mit neuen Technologien” verknüpfen, sagt Corinne Delattre, Director Communication bei Cartier International, dem Nachrichtenportal CNet.com.

“Blogs, Gruppen oder persönliche Websites sind längst nicht mehr Anzeichen einer neuen Ära, sondern für eine ganze Generation etablierte Realität. Als große Marke müssen wir in der Lage sein, mit dieser neuen Generation zu kommunizieren”

, gibt sich die Klunkerschmiede Web2.0-offen.

Doch auch Luxusmarken müssen die neuen Kanäle nicht nur bespielen, sondern ihre Kampagnen auch nach den dort geltenden Regeln ausrichten.

via: iBusiness



Smartclip übertrifft die Erwartungen und legt Blitzstart hin

Erst seit wenigen Wochen ist der Vermarkter von Video-Inventar online. Hat aber bereits jetzt schon ein siebenstelliges Auftragsvolumen erreicht.

ScreenShot380.bmp70 Millionen Videoviews pro Monat - auf dieses Vermarktungsinventar verweist das Internet-Startup Smartclip.de, das sich auf die Vermarktung von Bewegtbildinhalten im Web spezialisiert hat. Wer genau zum Vermarktungsportfolio zählt, darüber schweigt sich Unternehmensmitgründer Jean-Pierre Fumagalli, ehemals Managing Director Sales bei Lycos, allerdings aus. Unbestätigten Informationen des Marketing-Fachblatts “Werben & Verkaufen” zufolge sollen RTL mit Clipfish.de, Sport1, Axel Springer (u.a. mit Bild.de und ComputerBild.de) sowie Gruner + Jahr (Stern.de) zu den Kunden zählen. Auskunftsfreudiger ist das Jungunternehmen bezüglich seines Auftragsvolumens, das einige Monate nach dem Start bereits im siebenstelligen Bereich liegt.

Smartclip schließt eigenen Aussagen zufolge eine Lücke bei der Vermarktung von Videoinventar und ermöglicht es Werbungtreibenden erstmals, Werbespotbuchungen über unterschiedlichen Videoformate und über verschiedene Publisher zu aggregieren. Smartclip ist in der Lage, einen einheitlichen technischen Standard und ein detailliertes Reporting auszuliefern.

Zu dem Werbemittel-Portfolio gehören die klassischen In-stream Formate Pre-Roll (15 Sekunden), Mid-Roll und Post-Roll. Letzteres mit flexibler zeitlicher Länge. Für eine kreative Kombination von Branding und Interaktion führt Smartclip als erster Vermarkter exklusiv den “Smart-Roll” ein. Der Smart-Roll ist eine Kombination von einem Pre-Roll mit einem anschließend in den Videostream als Layer integrierten interaktiven Reminder-Ad. Dadurch werden die Vorzüge von TV und Online in einem einzigen Video-Ad zusammengefasst.

via: InternetWorldBusiness



Amazon-Gründer sichert Twitter Finanzspritze

Die Internet-Gemeinde ist gespaltet: Der Kurznachrichtendienst Twitter wird von den einen als überflüssig betrachtet und andere wiederum können sich ihre Kommunikation ohne gar nicht mehr vorstellen. Nun bekommt der Microblog eine Finanzspritze um den Dienst in ruhigeres Fahrwasser zu manövrieren um den Ausbau voranbringen zu können.

twitter.jpgDer Microblog Twitter hat mit Bijan Sabet und Amazon-Gründer Jeff Bezos zwei namhafte Geldgeber gewonnen.Sabet übernimmt zudem einen Sitz in Twitters Board of Directors. Weitere finanzielle Untersützung liefern auch die bisherigen Geldgeber Union Square Ventures und Digital Garage .

Mit dem frischen Geld soll Twitter zu “einem globalen Kommunikationswerkzeug” werden, erklärt das Unternehmen. Dazu müsse Twitter jedoch endlich verlässlich und stabil funktionieren, was der Mircoblog in der letzten Zeit jedoch nicht immer garantierte. Da Twitter vor allem als weltweiter News-Ticker genutzt wird, war der Dienst wiederholt nicht erreichbar und brach unter dem Ansturm von aktuellen Ereignissen zusammen. Daher will Twitter mit den neuen finanziellen Mitteln die eigene Infrastruktur ausbauen sowie Administratoren, Softwareentwickler und Wissenschaftler anstellen. Dies sei der erste Schritt zu einem “nachhaltigen Geschäftsmodell”, erklärte Twitter.

via: iBusiness