Archiv für Oktober 2008

Gruner + Jahr geht mit eigener Marktforschungsplattform an den Start

Unter Medientrend.de ist die Marktforschungsplattform von Gruner + Jahr bereits online.

ScreenShot617.bmpZiel der Plattform ist es, die Redaktionen und Anzeigenabteilungen

“durch den gezielten Zugriff auf die Leser beziehungsweise User noch schneller und günstiger bei Marktforschungsprojekten begleiten zu können”.

Das Panel besteht derzeit aus rund 5000 Lesern und soll für Befragungen zu redaktionellen Themen, Medien- und Werbewirkungsforschung eingesetzt werden.

„Mit dem neuen G+J Medientrend können wir nun kurzfristig und mit im Vergleich zu klassischer Marktforschung überschaubarem Kostenaufwand eine Reihe von Fragenstellungen aus dem Anzeigen- oder Redaktionsbereich beantworten”

erklärt Michael Hallemann, Leiter Media-Forschung und -Service bei G+J:

“Sowohl den Redaktionen wie auch den Anzeigenkunden können wir damit zusätzliche wirkungsvolle Instrumentarien zur Erfolgskontrolle zur Verfügung stellen.”

via: Horizont



Google kooperiert mit Bertelsmann

Suchmaschinengigant Google und die Bertelsmann-Tochter Random House kooperieren.

google_logo_1.jpgWie “Welt Online” berichtet, sieht die Vereinbarung vor, dass der Internetkonzern englischsprachige Publikationen des Literaturriesen künftig seiner Buch-Suchmaschine “Google Book Search” einspeisen kann, die Volltext-Suchergebnisse aus digitalisierten Büchern liefert.

Zunächst werden laut Vertrag, so die “Welt”, nur die Titel aus der US-Sparte des Verlagshauses aufgenommen. Würde die Kooperation - was naheliegt - auf Deutschland ausgedehnt, bedeutete dies, dass Google unter anderem Bücher der Verlage Heyne, Blanvalet, Goldmann, C. Bertelsmann, btb und DVA scannen lassen dürfte, um sie via Volltextsuche für Internetnutzer zugänglich zu machen.

via: Wuv



DGÄF startet zwei Fortbildungsportale

Die Deutsche Gesellschaft für ärztliche Fortbildung möchte niedergelassenen Ärzten die Möglichkeit bieten, sich Online deutschlandweit über Fortbildungen zu informieren und teilzunehmen. Mittel zum Zweck sind zwei neue Fortbildungsportale die Medizinern einen echten Mehrwert bieten.

ScreenShot615.bmpSo können auf www.docampus.de sämtliche Anbieter von Medical Education in Deutschland ihre Fortbildungsangebote online stellen. Die Mediziner stellen zeitsparend ihr individuelles Programm zusammen und kommen so ihrer gesetzlichen Verpflichtung nach, sich effektiv fortzubilden und dies auch nachzuweisen. Darüber hinaus haben registrierte Nutzer Zugriff auf relevante Informationen wie etwa aktuelle Gesetzestexte, Datenbanken und Links zu Fachportalen sowie Online-Bibliotheken. Aber auch der stetige Austausch mit Kollegen wird über die Plattform ermöglicht.

Daneben ist mit www.colloquium.de eine Internetpräsenz entstanden, die hochkarätige Premium-Veranstaltungen für Ärzte bietet. Dabei steht vor allem die interdisziplinäre Wissensvermittlung im Vordergrund. Das Besondere daran: Colloqium garantiert pharmafreie Vorträge von Top-Referenten und die Veranstaltungen sind durch die Landesärztekammern zertifiziert.

Beide Portale werden über Bannerwerbung, Kooperationen und Sponsoringmöglichkeiten vermarktet.

via: InternetWorldBusiness



Google Earth jetzt auch fürs iPhone

Seit dem gestrigen Montag steht Google Earth auch für die iPhone Modelle von Apple im App Store zum kostenlosen Download bereit.

iphone_3.jpgIm Unterschied zur bereits vorinstallierten Karten-Applikation Google Maps zeigt Google Earth keine flache Kartenansicht, sondern eine Ansicht der Weltkugel mit Höhenunterschieden, hinterlegten Wikipedia-Artikeln und georeferenzierten Bildern des Google-eigenen Fotoportals Panoramio.

Google Earth für das iPhone nutzt den per GPS, WLAN oder GSM-Funkzelle ermittelten Ort und zoomt nach Wunsch die Weltkugel automatisch zum aktuellen Standort heran. Zur Bewegung der Weltkugel nutzt man entweder den Finger oder kippt das iPhone in die gewünschte Richtung – das Programm fragt hierfür den Lage-Sensor des iPhone ab.

Die vorliegende Version 1.0 hat allerdings noch ihre Kinderkrankheiten: Der iPhone-Prozessor ist mit der Darstellung und Animaton der Weltkugel sichtlich überfordert; im Test stürzte die Applikation mehrmals ab. Außerdem empfiehlt sich eine schnelle Internet-Verbindung via WLAN oder UMTS, denn mit EDGE muss man lange Ladezeiten hinnehmen.

via: Heise



Nutzer möchten ihre Werbekanäle lieber selbst bestimmen

In der Zielgruppe der 18 – 34 jährigen wird wenig von Marketing-Botschaften in sozialen Netzwerken gehalten. Als effektiver erweist sich eMail- und Direkt-Marketing.

Werbung in sozialen Netzwerken ist offenbar nicht nur umstritten, sondern auch in bestimmten Zielgruppen weniger effektiv als andere Methoden. Dies fand eine Untersuchung der US-Marketingfirma ExactTarget in Zusammenarbeit mit der Ball State University, Indiana, heraus. In der Zielgruppe der 18 bis 34jährigen hat eMail- und Direkt-Marketing offenbar einen deutlich größeren Einfluss und eine höhere Akzeptanz. Laut Mike Bloxham von der Ball State University wollen Nutzer dieser Altersgruppe das Gefühl haben, ihren Medienkonsum und ihre Daten kontrollieren zu können. Werbung in sozialen Netzwerken könne dieses Vertrauen verringern, bei eMail- und Direkt-Marketing seien die Nutzer schon auf Werbebotschaften eingestellt.

Auch bei SMS-Werbebotschaften zeigen sich Nutzer gegenüber unverlangt zugesandter Werbung skeptisch: Obwohl 20 Prozent der Internet-affinen Konsumenten ihre Mobilfunknummer für SMS-Marketing-Kampagnen zur Verfügung gestellt haben, wollen sie nur wirklich wichtige Informationen wie Service-Mitteilungen oder Finanz-Warnungen über diesen Kanal erhalten. US-College-Studenten sind zudem über das hohe Spam-Aufkommen besorgt und außerdem mehrheitlich der Überzeugung, dass Marketer in sozialen Netzwerken und SMS ohne Beschränkungen agieren könnten. Marketer sollten also nicht der Überzeugung sein, dass diejenigen Medien, welche die Nutzer für Nachrichten, Informationen und Unterhaltung nutzten, automatisch auch für Marketing-Maßnahmen am geeignetsten seien, so Mike Bloxham abschließend.

via: Ecin



Testportal der Motor Presse für Unterhaltungselektronik

Mit Megatest.de hat der Verlag Motor Presse Stuttgart, ein Test- und Kaufberatungsportal für Unterhaltungselektronik gestartet.

ScreenShot614.bmpDie Website aggregiert auf Basis einer eigenen Produktdatenbank redaktionelle Testberichte und Benotungen und sammelt Erfahrungsberichte sowie Beurteilungen von Nutzern. Projektleiter Andreas Ade verfolgt damit einen hohen Anspruch:

„Surfer können sich darauf verlassen, dass Megatest zu allen relevanten Produkten die qualifiziertesten Informationen im deutschsprachigen Internet bietet.”

Um eine schnelle Vergleichbarkeit der Produkte zu gewährleisten, setzt das Portal so genannte Megadots ein. Das sind Punkte, die in den Ampelfarben die Güte eines Produktes signalisieren. Die darin enthaltenen Noten reichen von 0 („besser nicht kaufen”, „mäßig”) bis 100 („Megatest-Hightlight”, „Top-Bewertung”). Zudem bietet die Plattform Tools zur Händlersuche und zum Preisvergleich.

MPS will die Plattform in den kommenden Monaten weiter ausbauen. Sie soll in anderen Ländern starten und auf weitere Themen- und Produktbereiche übertragen werden.

via: Horizont



Kopie des deutschen Internets bei der Nationalbibliothek

Das wird wohl noch Ärger geben: In einer neuen Verordnung der Bundesregierung werden Betreiber von Webseiten dazu verpflichtet, Kopien ihres Angebotes bei der deutschen Nationalbibliothek abzuliefern. Noch ist nicht klar ob auch Blogger kopieren und einreichen müssen.

ScreenShot612.bmpAb heute müsste kopiert und abgespeichert werden - eigentlich. Fast jede Webseite, samt Bildern, Texten und sogar Audiodateien soll die Deutsche Nationalbibliothek archivieren, im Auftrag der Bundesregierung. Das Kopieren und Abspeichern sollen die Bundes-Bibliothekare aber nicht übernehmen. Das sollen die Seitenbetreiber machen.

Am Donnerstag wurde die Verordnung über die Pflichtablieferung von Medienwerken an die Deutsche Nationalbibliothek im Bundesgesetzblatt veröffentlicht - damit ist sie rechtskräftig. Auf den Seiten der Deutschen Nationalbibliothek ist auch nachzulesen, was da von nun an alles gesammelt werden soll:

“Alle Darstellungen in Schrift, Bild und Ton, die in öffentlichen Netzen zugänglich gemacht werden.”

Mit anderen Worten: Die Nationalbibliothek möchte in regelmäßigen Abständen vollständige Kopien des deutschen Internets bekommen, einschließlich multimedialer Elemente. Ausgenommen sind lediglich

“zeitlich begrenzte Vorabveröffentlichungen, reine Software- oder Anwendungstools und auch Fernseh- und Hörfunkproduktionen”.

Der Branchenverband Bitkom hatte schon im vergangenen Jahr gegen das Gesetz protestiert, der Widerstand verpuffte jedoch ohne Konsequenz. Deutsche Firmen werde die tatsächliche Umsetzung der Regelung 115 Millionen Euro jährlich kosten, schätzte der Verband damals. Was an Kosten auf den Steuerzahler zukommt, ist noch vollkommen unklar.

via: Spiegel Online