Archiv für Februar 2009

ProSiebenSat.1 trennt sich von Billiger.de

Ein Konsortium aus elf Telefonbuchverlagen ist der neue Eigentümer des Preisvergleich und Shopping-Portals Billider.de, darunter der Josef Keller Verlage, der Heise-Verlag und der Telefonbuchverlag Hans Müller.

Das Fernsehunternehmen hatte Anfang 2007 über ihre Konzerntochter SevenOne Intermedia eine Mehrheitsbeteiligung (73 Prozent) am Billiger.de-Betreiber Solute erworben.

Der Verkauf hat einen strategischen Hintergrund:

“Wer das Portfolio der SevenOne Internedia kennt, der weiß, dass wir uns auf erfolgreiche und erfolgversprechende Portale konzentrieren, die ein großes Synergiepotenzial im Hinblick auf die Vernetzung mit TV haben”,

heißt es von SevenOne Intermedia gegenüber W&V Online.

“Billiger.de zählt zwar zu den beliebtesten und erfolgreichsten Preisvergleichsdiensten in Deutschland, eine sinnvolle Vernetzung zu unserem TV-Content ist jedoch kaum realisierbar”.

SevenOne Intermedia habe mit Billiger.de wertvolle Erfahrungen gesammelt,

“die uns beim Aus- und Aufbau unseres eigenen Commerce-Angebots auf den Sendersites immens weitergeholfen haben”,

heißt es abschließend.

via: WuV



PayPal macht den Sicherheitsschlüssel auch über SMS verfügbar

PayPal-Nutzer können sich ab sofort dem Sicherheitscode, der zusätzlich zu Benutzername und Passwort den Kontozugang absichern soll, nun auch per SMS zusenden lassen.

Die sechsstellige Zahlenfolge muss dann auch beim Einloggen eingegeben werden.

“Für alle PayPal-Nutzer, die einen zusätzlichen Schutz ihres bereits sicheren PayPal-Kontos wünschen, bieten wir den SMS-Schlüssel an”,

erklärt Alexander Lengen, Pressesprecher bei PayPal Deutschland.

“Damit übertragen wir diesen weiteren Schutz auf das Handy. Und das haben die meisten Leute immer griffbereit.”

Der PayPal-SMS-Sicherheitsschlüssel bietet somit eine zusätzliche Absicherung gegen Betrug, speziell für Nutzer, die an frei zugänglichen Computern arbeiten. Einmal angefordert, generiert das System einen individuellen sechsstelligen Code, der eine Minute lang gültig ist. Dieser wird per SMS an die bei PayPal hinterlegte Mobilfunknummer geschickt. PayPal erhebt für das Senden der Sicherheitscodes an Mobiltelefone keine Gebühren. Je nach Anbieter können jedoch Gebühren für den Empfang einer SMS anfallen, zum Beispiel im Ausland. Die SMS-Sicherheitscodes sind ab sofort in Deutschland sowie in den USA, Australien, Österreich und Kanada erhältlich.

Der PayPal-Sicherheitsschlüssel, auch Zwei-Faktor-Authentifizierung genannt, ist Teil des VeriSign Identity Protection (VIP) Network. Diese Sicherheitskomponente wird von führenden Finanzinstituten als Mittel zur Verringerung von finanziellem Schaden aufgrund von Online-Betrug, beispielsweise durch Phishing-Attacken, verwendet. Die neue SMS-Funktionalität wurde von VeriSigns Messaging and Mobile Media Division entwickelt.

via: eCommerce Magazin



Deutschland hat Nachholbedarf im eGovernment

Die Bundesrepublik liegt bei der elektronischen Kommunikation zwischen Bürgern und Ämtern deutlich zurück.

Eine internationale Studie von Accenture zeigt: In Sachen eGovernment besteht in Deutschland noch großer Nachholbedarf. Nur 18 Prozent der Bundesbürger kontaktieren Behörden über das Netz. Unter 21 untersuchten Staaten stellt dies den zweitgeringsten Anteil dar; nur im Japan gehen weniger Menschen online zum Amt. Der elektronische Kontakt zwischen Einwohnern und Öffentlicher Verwaltung hat sich in Deutschland offenbar noch nicht voll etabliert. Obwohl sich Anfragen und Anträge online schneller und oft günstiger bearbeiten ließen, würde dieser Kommunikationsweg bisher schlicht zu wenig genutzt, so Michael Pitsch von Accenture.

Um eine Behörden zu erreichen, greifen die Deutschen hingegen liebsten zum Telefon: Für jeden dritten ist es der bevorzugte Kontaktweg. 68 Prozent beurteilen die telefonische Erreichbarkeit der Öffentlichen Verwaltung zudem als gut bis sehr gut. Im Falle der Einführung der geplanten einheitlichen Behördenrufnummer “115″ erwarten die Experten hier noch eine weitere Verbesserung. Rund 29 Prozent bevorzugen den persönlichen Gang zum Amt.

Zwar stehe das deutsche Verwaltungssystem vor deutlich komplexeren Herausforderungen, als Behörden in vielen kleineren oder wenig dicht besiedelten Staaten, dennoch müsse die öffentliche Verwaltungen im Sinne der Kundenorientierung auch hierzulande Lösungen finden, um Bürgern und Unternehmen ein schnelleren Kontaktaufnahme zu Ämtern und Zulassungsstellen zu ermöglichen, mahnt Pitsch weiter. Auf regionaler Ebene funktioniert die offenbar bereits besser: So hätten zahlreiche Gemeinden und Landesbehörden in den letzten Jahren bereits viel versprechende eGovernment-Lösungen auf den Weg gebracht, um näher an ihren Kunden, den Bürgern, zu sein.

via: Ecin



PwC-Studie: Wie nutzen die Deutschen das Internet?

Auch wenn das Internet von den Deutschen intensiv genutzt wird, sehen sie es trotzdem durchaus kritisch.

Die Datenpannen der letzten Zeit haben bei deutschen Internetnutzern offensichtlich Eindruck gemacht. Mehr als die Hälfte der Befragten hat Bedenken, Kontodaten oder Kreditkartennummern über das Netz zu übertragen. Fast jeder (90 Prozent) fürchtet, dass persönliche Daten missbraucht werden. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie “Internet 2009 - Wer macht was im World Wide Web?”, die das Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsunternehmen PricewaterhouseCoopers (PwC) anlässlich der Cebit vorgestellt hat.

Das hat Auswirkungen auf die Nutzungsgewohnheiten: Mehr als die Hälfte der Nutzer (54 Prozent) erledigt beispielsweise keine Geldgeschäfte über das Netz. Nur ein knappes Drittel (31 Prozent) nutzt häufig Onlinebanking.

Dabei sind die Aussichten für die Anbieter kommerzieller Dienste in Deutschland gar nicht schlecht. Laut der Studie nutzen gut zwei Drittel (63 Prozent) der Deutschen das Internet. Allerdings ist die Verteilung weiterhin ungleich: Online sind eher die Jüngeren. 83 Prozent der Befragten über 60 Jahren nutzen das Internet selten oder nie. Gesurft wird regelmäßig: Zwei Drittel der Nutzer surfen jeden Tag. Lediglich jeder 20. nutzt das Internet seltener als einmal pro Woche.

Die wichtigste Anwendung ist nach wie vor die elektronische Kommunikation, nur 10 Prozent
der Befragten schreiben keine E-Mails. 69 Prozent der Befragten kaufen häufig oder gelegentlich im Netz ein, 59 Prozent buchen Flüge, Bahnfahrkarten oder ganze Reisen online. Dabei scheint der Besuch beim Onlinehändler den meisten einen Zeitvorteil zu verschaffen. Gut zwei Drittel gaben an, dass sie trotz intensiver Internetnutzung mehr Zeit haben als früher.

Große Bedeutung hat Internet auch als Informationsmedium. Eine große Mehrheit (86 Prozent) gab an, im Internet schnell und gezielt nach Informationen zu suchen. Entsprechend gehören zu den beliebtesten Angeboten Suchmaschinen, die drei Viertel der Befragten oft nutzen, Onlineenzyklopädien wie Wikipedia (33 Prozent) und die Seiten von Zeitungen und Magazinen (23 Prozent).

Sogenannte Web-2.0-Anwendungen erfreuen sich da einer größeren Beliebtheit: Mehr als ein Drittel der Befragten (38 Prozent) nutzt Soziale Netzwerke wie Facebook oder Xing. Die Nutzung dieser Angebote hängt jedoch sehr vom Alter ab. Drei Viertel der Nutzer unter 30 Jahren nutzen die Communities. Bei den Nutzern zwischen 30 bis 49 Jahren ist es weniger als ein Drittel (31 Prozent).

Fast jeder zweite (44 Prozent) betrachtet das Netz vor allem als Unterhaltungsmedium - was aber gerade für die Jüngeren kein Widerspruch sein muss: Für 69 Prozent der Befragten unter 30 Jahren bedeutet Internet Spaß und Unterhaltung. So kauft etwa fast jeder Zweite (40 Prozent) der Unter-30-Jährigen Musik online, jeder Dritte spielt im Web. Gleichzeitig nutzt praktisch jeder aus dieser Altersgruppe (90 Prozent) das Netz als Informationsquelle.

Gesurft und gemailt wird eher zu Hause als im Büro. Nur etwas mehr als die Hälfte der Befragten (51 Prozent) nutzt E-Mail und Internet auch beruflich, fast alle hingegen (90 Prozent) aus privaten Gründen. Während bei der privaten Nutzung der Bildungshintergrund kaum eine Rolle spielt, hängt die berufliche Nutzung stark davon ab: 30 Prozent der Nutzer mit einem Hauptschulabschluss nutzen das Internet bei der Arbeit. Bei den Nutzern mit Abitur oder Hochschulabschluss ist der Anteil doppelt so hoch. Für Aus- und Weiterbildung spielt das Internet nur eine untergeordnete Rolle: 17 Prozent der Befragten nutzen das Web dazu. Auch von denen, die in einer Ausbildung stecken, nutzen nur die Hälfte das Web zur Aus- und Weiterbildung.

Für die Studie befragte PwC 1.006 repräsentativ ausgewählte Menschen ab 16 Jahren. (wp)

via: Golem



Studie: Video-Ads – wie wirken sie?

In einer neuen Studie soll gezeigt werden, wie Spots im Internet aufbereitet sein müssen, um die damit erwünschten Ziele zu erreichen.

Die Marken funny-frisch und Chio-Chips von Intersnack sowie Jägermeister kooperieren mit der Forschungsinitiative „Zukunft digital“, um gemeinsam die wesentlichen Erfolgskriterien für Online-Video-Ads zu erforschen. Allein im ersten Halbjahr 2008 haben sich die Investitionen in dieses Werbeformat verdoppelt. Die Studie „Bewegung im Netz“ ist in Zusammenarbeit mit dem Burda Community Network, Tremor Media Europe und der Plan-Net-Gruppe entstanden, durchgeführt von Facit Digital. Sie wird als vierteilige Reihe in regelmäßigen Abständen bis Herbst veröffentlicht werden. Die erste Veröffentlichung gibt einen Überblick über den internationalen Forschungsstand zum Thema „Online Video-Ads“ und erste daraus resultierende Handlungsempfehlungen.

Die Studie soll zeigen, wie Online-Spots aufbereitet sein müssen, um ihre Kommunikationsziele wie Abverkauf, Image-Aufbau, Relevant Set optimal zu erreichen. Aus den Nutzerbewertungen der variierten Spots entwickeln die Partner aus Industrie, Agenturen und Werbeträgern konkrete Handlungsempfehlungen, die die Effizienz dieses wachstumsstarken Kommunikations¬kanals deutlich steigern werden.

via: Acquisa



Axel Springer verdankt seinem Online Geschäft den höchsten Gewinn seit bestehen des Unternehmens

Den höchsten Gewinn seiner Firmengeschichte kann Axel Springer für das Jahr 2008 verzeichnen. Während das Printgeschäft anfängt zu schwächeln, kann Online ein Wachstum verzeichnen.

Axel Springer vermeldet für 2008 den höchsten Gewinn seiner Geschichte. Den vorläufigen Zahlen zufolge hat der Medienkonzern seine eigene Prognose deutlich übertroffen. Der Konzernumsatz stieg von EUR 2.577,9 Millionen Euro in 2007 um 5,8 Prozent auf 2.728,5 Millionen Euro in 2008. Dank der “erfreulichen Umsatzentwicklung und einer strikten Kostendisziplin” übertraf das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) mit 486,2 Millionen Euro den Vorjahreswert um 3,4 Prozent. Damit hat Springer seine eigene Prognose von mindestens 434 Millionen Euro weit übertroffen. Bereinigt um die Dividende der Pro Sieben Sat 1 Group und Erträge aus der Kirch-Insolvenz lag das Ebitda bei 480 Millionen Euro.

Mit 571,1 Millionen Euro erzielte Axel Springer den höchsten Konzernjahresgewinn seit Gründung des Unternehmens. Die Unternehmenssprecherin Edda Fels bestätigt gegenüber iBusiness, dass die Wachstumstreiber vor allem der Bereich Online und das internationale Geschäft seien. Im Kerngeschäft verbuche Springer eine rückläufigen Entwicklung. (SUR)

via: iBusiness



Google will mobile Surfer sichtbar machen

Auch der Suchmaschinengigant Google stellte sich die Frage wie viele Nutzer Websites mit dem Handy ansteuern. Zur Beantwortung hat Google eine Datenanalyse-Anwendung entwickelt.

Es handelt sich dabei um eine neue Funktion von Advanced Segmentation, das zu Google Analytics gehört und auch für Vertriebs-Abteilungen von Unternehmen interessant sein dürfte. Schon länger kann man mit dem von Google bereit gestellten System den Verkehr auf der eigenen Homepage nachvollziehen. Nicht nur bei dem Internet-Riesen hat man mittlerweile erkannt, dass mobiles Surfen rasant an Bedeutung gewinnt.

Deshalb ist es zunehmend wichtiger, den Anteil von Website-Besuchern zu ermitteln, die mobil im Netz unterwegs sind – was Google Advanced Segmentation nun ermöglicht. Bei den Daten, die die Applikation ständig über Häufigkeit und Art der Surfer-Aktivitäten sammelt, gibt es seit kurzem die Option, seperaten Einblick in Statistiken von Usern zu nehmen, die die Homepage explizit vom iPhone aus angesteuert haben.

Nützlich könnte dies in erster Linie als permanente Messlatte für die Betreiber von Webseiten sein, die ihre Internetauftritte für mobile Geräte optimieren möchten. Wenn die Homepage immer und überall aufrufbar ist und auch auf dem iPhone nicht an Übersichtlichkeit einbüßt, könnte das beispielsweise den Absatzkanal von Online-Shops drastisch verbreitern. Online-Shopping von zu Hause aus – das könnte bald Schnee von gestern sein. Für Google selbst bietet das neue Feature indes einen stets aktuellen Einblick über die Verbreitung seiner hauseigenen Handys.

via: Ecin