Archiv für Mai 2009

Eine neue Art der Kommunikation – Google Wave

Google will frischen Wind in die Onlinekommunikation und –zusammenarbeit bringen. Das Open-Source-Projekt Google Wave soll E-Mail, Instant-Messaging, Chat, Fotos, Videos, Karten und Dokumente verbinden.

Einen Vorgeschmack auf das Open-Source-Projekt gab Google am zweiten Tag seiner Entwicklerkonferenz Google I/O.

Mit Wave will Google eine zentrale Kommunikationsplattform schaffen, die E-Mail, Instant-Messaging, Chat, Fotos, Videos, Karten und Dokumente verbindet. Jeder Eingeladene kann eine Antwort eintragen oder bearbeiten und verfolgen, was die Wave-Kollegen tippen. Eine so genannte Wave lässt sich auch in einem Blog oder auf einer Webseite veröffentlichen, wobei Neueinträge oder Änderungen sofort angezeigt werden.

“Zwei der erfolgreichsten Wege der digitalen Kommunikation, E-Mail und Instant Messaging, wurden bereits in den 1960ern entwickelt”,

so Lars Rasmussen, der an der Entwicklung von Wave beteiligt war.

“Seitdem sind so viele verschiedene neue Wege entwickelt worden - Blogs, Wikis, kollaborative Dokumente und so weiter - und Computer und Netzwerke haben sich enorm verbessert. Mit Google Wave schlagen wir eine neue Art der Kommunikation und Onlinezusammenarbeit vor, bei der alle Fortschritte der Ausgangspunkt sind.”

Wave erlaubt unter anderem eine parallele Textbearbeitung: So erscheint fast sofort auf dem Bildschirm, was die Wave-Kollegen in eine Nachricht oder ein Dokument eintippen. Zudem können Nutzer am Bildschirm verfolgen, wie sich eine Unterhaltungen und der Inhalt einer Wave im Laufe der Zeit entwickelt haben. Zudem lässt sich Wave mit Open-Social erweitern.

Über APIs soll sich Wave in andere Internetseiten einbetten oder mit Anwendungen anderer Entwickler kombinieren lassen. So soll sich Wave nahtlos in das Internet einfügen.

Google Wave ist ab sofort einer Reihe von Entwicklern vorab zugänglich. Informationen für Entwickler stellt Google unter code.google.com/apis/wave zur Verfügung. Das Wave-Protokoll dokumentiert Google unter waveprotocol.org. (ji)

via: Golem



Quelle verpasst seiner Online-Plattform einen neuen Anstrich

Mit dem Ziel Quelle zur ersten Anlaufstelle für Mode, Wohnen und Technik in Deutschland zu machen, wurde das Portal überarbeitet.

Auch die Erschließung neuer Zielgruppen steht klar im Fokus:

“Mit der Website und der gleichzeitigen Ausweitung unserer Sortimente haben wir die Voraussetzungen geschaffen, um Stamm- und neue Kunden von der Quelle zu begeistern.”

Kernstück des frisch relaunchten Auftritts, ist der neue Produktzugang, der sich dem Kunden jetzt über die Reiter “Produkte”, “Aktionen”, “Marken”, “Partnerangebote” und “Schnäppchen” erschließt. Zudem beitet Quelle.de künftig personalisierte Angebote nach dem individuellen Klick- und Kaufverhalten der Online-Kunden.

Derzeit bietet Quelle.de nach eigenen Angaben über 700.000 Produkte an.

“Die bisherige Navigation konnte diese Masse kaum noch nachvollziehbar abbilden. Viele Kunden wissen gar nicht, was Quelle alles bietet”,

ergänzt Ludger Schöllgen, Leiter E-Commerce von Quelle. Für den strategischen Ausbau der Site auf eine Million Produkte aus unterschiedlichsten Bereichen mussten sowohl das Back- als auch das Frontend der Site neu definiert, konzipiert und umgesetzt werden. Mit dem Relaunch des Auftritts schließt Quelle die erste Phase eines laut Schöllgen

“auf zwei Jahre angelegten Projektes zur strategischen und technischen Neuausrichtung von Quelle.de”

ab. Kürzlich hat Quelle sein Internetgeschäft mit einem neuen Vertriebskonzept ausgebaut: Unter dem Namen QStores bietet das Fürther Unternehmen seit dem 12. Mai ein kostenloses Shopsystem an. Jeder Internet-Nutzer kann damit einen eigenen Online-Shop aufbauen und Artikel aus dem Quelle-Sortiment vertreiben.

Begleitet wird die Einführung des neuen Webauftritts durch die eigens konzipierte Online-Kampagne “Preisparade”. Zu diesem Anlass bietet Quelle seinen Kunden ausgesuchte Produkte zu günstigen Preisen – quer über das gesamte Sortiment: Mode, Schmuck, Parfum, Möbel, Heimtextilien, Werkzeug, Unterhaltungselektronik, Elektrogeräte sowie Spielzeug.

via: WuV



Fernsehkonsum verlagert sich zunehmend auf das Handy

Die Entwicklung des TVs auf dem Handy zeigt einen eindeutigen Trend – weg von der Flimmerkiste.

Das hat das Dienstleistungsunternehmen Accenture in einer Studie, die bei 13.600 Menschen in 13 Ländern durchgeführt wurde festgestellt. Die Nutzung von TV-Inhalten am PC oder auf dem Handy ist unter den Fernsehzuschauern von 28 Prozent in 2007 auf 34 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten angestiegen. Dazu wurden mehr als 1.000 Deutsche befragt. Am Computer schaut sich das deutsche Publikum bevorzugt Formate an, die bislang nicht ausgestrahlt wurden, gefolgt von Serien und Shows – ob in Originallänge oder als Zusammenschnitt von Highlights. Auf den Mobilfunkgeräten empfangen Zuschauer am liebsten Nachrichtensendungen, die wachsende Rolle des Handys als permanenter News-Versorger wird so einmal mehr unterstrichen.

Der Trend zeigt, laut Accenture, zu immer diverseren Verbreitungsmöglichkeiten von Fernsehinhalten. Rundfunksender müssten deshalb verstärkt darauf achten, für welchen Distributionskanal man welche Rechte habe, so die Analysten. Das kommerzielle Management von Verwertungsrechten für alle Verbreitungswege werde geschäftskritisch für die Sender, so Veit Siegenheim, seines Zeichens Mitarbeiter bei Accenture und Geschäftsführer im Bereich Communications/High-Tech. Die Sendestationen müssten, so Siegenheim weiter, ihr Finanzmanagement enger mit Programm- und Sendeplanung abstimmen und klare Strategien zu Erwerb und Verwertung von Rechten entwickeln. Nur so entwickle ein Sender ein klares Profil auf allen strategischen Verwertungskanälen und könne sein Programmvermögen optimal nutzen.

So sollten die Entscheider nur wirklich benötigte Rechte erwerben und bereits vorhandene möglichst optimal einsetzen. Bei einem großen Teil der Bevölkerung bleibt die Nutzung des altbewährten Fernsehens jedoch vorerst bestehen; 43 Prozent der Befragten gaben in der Umfrage an, dass sie sich nicht für neue Wege des Fernsehens interessieren und nur acht Prozent sagten, sie würden so viele Formate wie möglich auf PC oder Handy konsumieren. Damit liegt die Experimentierfreudigkeit der Deutschen im internationalen Vergleich recht weit hinten, denn in Italien lag diese Zahl bei starken 31 Prozent, in Südkorea bei 28 und in Australien immerhin noch bei 14 Prozent.

via: Ecin



Time Warner will sich nun endgültig von AOL trennen

Die Financial Times meldet auf ihrer Webseite, dass sich der Medienkonzern Time Warner nun doch endgültig von dem Internetunternehmen AOL trennen will.

Time-Warner-Chef Jeff Bewkes bezeichnete die Trennung als einen

“wichtigen Schritt in der Neugestaltung von Time Warner.”

Der von der Wirtschaftskrise schwer abgeschlagene Konzern könne sich nun wieder auf seine Kerngeschäfte Film und Kabelfernsehen konzentrieren.

Bereits im vergangenen Jahr hat es Gerüchte gegeben, dass Time Warner plane, das Tochterunternehmen zu verkaufen, weil es schon seit längerer Zeit Verluste einbrachte. Gespräche mit den Interessenten Microsoft, Yahoo und dem kleineren Konkurrenten Earth Link scheiterten bisher.

AOL umfasst derzeit zwei Teile: die Internetverbindungssparte und die Werbesparte. Ob das Unternehmen in Teilen oder vollständig abgegeben werden soll, ist zwar noch unklar. Eine vollständiger Verkauf soll jedoch wahrscheinlicher sein.

Das Unternehmen AOL hatte Time Warner 2001 übernommen. Damals wurde sein Wert auf 100 Milliarden Dollar geschätzt. (HOR)

via: Horizont



Yahoo-Chefin gibt Bedingungen für Microsoft bekannt

Auf der Konferenz All Things Digital in Kalifornien, äußerte sich Yahoo-Chefin Carol Bartz zu den Bedingungen, die Microsoft im Falle einer Übernahme der Internetsuche erfüllen müsste. Das wichtigste: viel Geld.

“Die andere Seite hat das Geld, wir haben die Daten.”

So charakterisierte Bartz das Verhältnis zwischen Yahoo und dem Softwaregiganten.

“Schiffsladungen von Geld”

seien nötig, damit sie über eine Zusammenarbeit im Bereich Suche nachdenke, zitiert TechCrunch die CEO. Zudem müsse eine Einigung über die Verwendung der von Yahoo aggregierten Nutzerdaten erzielt werden, die Yahoo zur zielgruppengenauen Auslieferung seiner Werbung braucht.

Bartz bestätigte zugleich, dass die beiden Unternehmen sich - wie von internetworld.de berichtet - immer noch zu Gesprächen über eine Zusammenarbeit treffen. Microsoft hatte vergangenes Jahr versucht, Yahoo für 45 Milliarden Dollar zu übernehmen, war jedoch an Yahoo-Gründer Jerry Yang gescheitert, der anschließend als CEO zurücktrat und den Posten an Bartz übergab. Im ersten Quartal 2009 war Yahoos Gewinn um 78 Prozent eingebrochen. Das Unternehmen hat bereits mehrmals im großen Stil Mitarbeiter entlassen. (red)

via: InternetWorldBusiness



Microsoft startet neue Suchmaschine

Bing, soll mit dem integriertem Shopping- und Verbraucher-Portal Ciao, Nutzern schneller gesuchte Informationen zum Thema Einkaufen und Reiseplanung liefern.

Mit Bing hat Microsoft wie erwartet seine neue Suchmaschine vorgestellt, die unter dem Codenamen Kumo entwickelt wurde. Microsoft will Nutzern damit schneller die gewünschten Informationen liefern sowie bei Entscheidungsfindungen rund um Themen wie Einkaufen oder Reiseplanung helfen.

Bing startet in einer Betaversion am 3. Juni 2009 unter bing.com und hierzulande unter bing.de. Microsoft verspricht für Europa eine benutzerfreundliche Startseite, die erste Stufe der Integration des Verbraucher- und Shopping-Portals Ciao sowie einen verbesserten Index für relevantere Suchergebnisse.

Bei der Suche schlägt Bing automatisch ähnliche oder verfeinerte Suchanfragen vor. Mit so genannten Deep Links will Microsoft einen tiefen Einblick in die gefunden Seiten geben, ohne dass Nutzer sich durch die Struktur einer Webseite klicken müssen. Zudem gibt die Suchmaschine eine Vorschau auf die gefundenen Seiten. Zu bestimmten Themen soll Bing zudem direkte Antworten liefern, beispielsweise die Ankunftszeit eines bestimmten Fluges oder den Aktienkurs eines Unternehmens. Mit xRank zeigt Microsoft, was die Welt jeweils besonders interessiert und wie wie sich die Zahl der Suchanfragen über die Zeit entwickelt hat.

Auf der Homepage zeigt Bing täglich ein anderes Hintergrundbild. Das Interface gliedert sich in Suchkategorien wie “Bilder”, “Videos”, “Shopping”, “News” und “Maps”. Die Darstellung der Suchergebnisse soll dem Nutzer den Umgang mit den gefundenen Informationen erleichtern: So stellen zum Beispiel die “Instant Answers” dem User bereits eine kurze Vorabinformation zum Suchergebnis zusammen.

Darüber hinaus wird das von Microsoft im August 2008 gekaufte Verbraucher- und Shopping-Portal Ciao in Bing integriert, denn Microsoft will Konsumenten die tägliche Produkt- und Kaufentscheidung durch Empfehlungen der Ciao-Community erleichtern. (ji)

via: Golem



Schuhe und Mode treiben eCommerce voran

Jahrelang konnten sich Bücher, CDs und Unterhaltungselektronik an die Spitze der meist georderten Produkte im Internet setzen. Mittlerweile trauen sich die Verbraucher mehr und mehr auch Mode und Schuhe über das Internet zu bestellen.

Die Ergebnisse des aktuellen AGOF Branchenberichts ‘Mode & Schuhe’ belegen den mittlerweile hohen Stellenwert, den Bekleidungs¬artikel für Internetnutzer einnehmen. So interessieren sich knapp drei Viertel (72,6 Prozent) der Onliner für Mode. Über die Hälfte (53,5 Prozent) der Internetnutzer hat mindestens einmal Informationen zu diesen Produkten online gesucht. Außerdem haben über ein Drittel (34,7 Prozent) diese Artikel bereits im Internet gekauft - Online-Shops bekannter Modelabels sind mittlerweile eine Selbstverständlichkeit geworden. Damit hat sich das Internet auch für Mode und Schuhe sowohl als Informations- wie auch als Transaktionsmedium fest etabliert.

Diesen Trend bestätigt auch eine unabhängige Erhebung der Marktforscher von Enigma GfK. iBusiness berichtete, dass gemessen nach der Zahl der Online-Käufer im letzten Jahr erstmals Bekleidung (12,6 Millionen Käufer) vor den lange auf den Spitzenplatz abonnierten Büchern (12,4 Millionen) stand.

Charakteristisch für die mode- und schuhaffinen Onliner ist ein leicht über¬durch¬schnittlicher Frauenanteil (durchschnittlich 52,2 Prozent der Nutzer) sowie eine mit durchschnittlich 82 Prozent deutlich überdurch¬schnittliche Präsenz in der werberelevanten Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Vor allem die junge Altersgruppe zwischen 14 und 29 Jahren - und diese macht einen Anteil von 38,3 Prozent unter den modeaffinen Nutzer aus. Mit der großen Anzahl online anzutreffender potenzieller Kunden stellt das Internet eine reichweitenstarke Werbe- und Vertriebsplattform für die Mode- und Schuhindustrie dar. Werbetreibende können im Internet neue Käufer¬potenziale erschließen und zugleich den Dialog mit ihren Zielgruppen intensivieren. (SUR)

via: iBusiness