Archiv für Juni 2009

Deutsche Jugendliche informieren sich online über Politik

Eine aktuelle Studie hat ermittelt, dass das Internet bei Deutschen unter 30 jahren die meist genutzte Quelle für politische Informationen ist.

Das Internet etabliert sich zunehmend als führende Informationsquelle für politische Themen und Inhalte. Unter Jungwählern und politisch interessierten Jugendlichen hat das Web die klassischen Kanäle Zeitungen und Fernsehen überholt: Mehr als 60 Prozent der Deutschen unter 30 Jahren informieren sich ‘häufig’ bis ’sehr häufig’ per Internet über das politische Geschehen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Befragung der UMC University of Management and Communication Potsdam im Auftrag von Google Deutschland.

Während sich die Generation ‘60+’ noch deutlich häufiger mittels Fernsehen und Zeitung informiert, bezeichnet gut jeder Dritte (36 Prozent) der unter 30-Jährigen das Internet sogar als seine wichtigste politische Informationsquelle - noch vor dem TV (34 Prozent) und Zeitungen (23 Prozent). Den Quellen im Internet bringen sie dabei ebenso viel Vertrauen entgegen wie den etablierten Print-Formaten. Bei Deutschen über dem 60. Lebensjahr besitzen Print-Medien einen Vertrauensbonus von gut zehn Prozentpunkten gegenüber dem Internet.

Mehr als 40 Millionen Deutsche nutzen das digitale Medium mittlerweile täglich. Sie interessieren sich im Bereich Politik vor allem für die Wirtschafts-, Außen- und Innenpolitik. Arbeits- und Sozial- sowie die Verteidigungspolitik folgen im Interessen-Ranking an vierter beziehungsweise fünfter Stelle.

Der Politikberichterstattung auf Nachrichtenseiten mit ihrem vielfältigen Angebot an Text-, Bild- und zunehmend auch Videoinhalten messen rund 80 Prozent der regelmäßigen Internetnutzer eine entscheidende Bedeutung im Vorfeld der anstehenden Bundestagswahlen bei.

Vor allem jüngere Zielgruppen erachten dabei Online-Videobeiträge als meinungsbildendes Informationsangebot. Neben den Bewegtbild-Nachrichten klassischer Medienseiten schaut sich fast jeder dritte Nutzer (31 Prozent) auch politische Inhalte auf Onlinevideoplattformen an. Vor allem YouTube wird als Plattform für politische Inhalte wahrgenommen. Knapp 60 Prozent der jungen ‘U30′-Videoplattform-Besucher nutzen YouTube nach eigenen Aussagen ‘häufig’ bis ’sehr häufig’ auch als politisches Informationsmedium. Zeigte sich das Wahlkampf- und Dialogpotential von YouTube schon während des US-Präsidentschaftswahlkampfes, so sind auf Youtube.de mittlerweile auch die deutschen Parteien und Medien wie die ARD und das ZDF mit eigenen Kanälen vertreten.

via: iBusiness



Studie: TV-Sender in den USA verdienen zu wenig Geld mit Werbung im Internet

Zwar haben sich US-Fernsehsender ihren Platz im Internet-TV-Markt bereist gesichert, doch verdienen sie mittlefristig nicht genug, drohenden Verlusten im klassischen TV-Geschäft vorzubeugen.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des Forschungsunternehmens Screen Digest. Die Studie zeigt, dass es hauptsächlich die Videoplattformen der führenden Sendeanstalten sind, die die werbungsfinanzierte Online-Video-Distribution in den USA auf Einnahmen von 1,45 Milliarden US-Dollar im Jahr 2013 antreiben wird.

Schon heute gehen rund die Hälfte der Einnahmen im werbefinanzierten Online-TV in den USA an die Networks ABC Full Episode Player, CBS Audience Network, NBC.com und Fox.com. Zusammen mit Hulu, dem Joint Venture von NBC Universal, News Corporation und Disney, machen sie 53 Prozent des gesamten werbefinanzierten Online-TV-Marktes in den USA aus. Dieser Markt generierte 2008 Einnahmen von 448 Millionen US-Dollar. Der verbleibende Anteil entfällt auf die Online-Video-Dienste der großen Sportligen, Video-Dienste traditioneller Onlineportale und Dienste anderer TV-Sendergruppen und Rechteinhaber.

Allerdings werden die Online-Einnahmen die Verluste im klassischen Markt nicht kompensieren können. Studien-Autor Arash Amel: „ Wenn man sich die derzeitig gängigen Vermarktungsmodelle anschaut, wird werbefinanziertes Online-TV 2013 nicht mehr als 2,2 Prozent der gesamten TV-Werbeeinahmen in den USA ausmachen. Das wird nicht ausreichen, um den bis dahin erwarteten Rückgang von 2 Milliarden US-Dollar in den US-Fernsehwerbeeinnahmen aufzufangen.”

Im Gegensatz zu den Networks der US-TV-Sender werden es laut Studie die Plattformen von Drittanbietern, wie You Tube, Joost und andere Portale, die weder vertikalen Verbindungen zu den großen Rechteinhabern noch direkten Zugang zu Premium-Inhalten besitzen, schwer haben, werbefinanzierte Filme und TV-Sendungen anzuziehen. (se)

via: Horizont



Nutzer fürchten Missbrauch ihrer Daten im eCommerce

In einer Studie wurde deutlich, dass sich rund die Hälfte der Internetnutzer vor dem Missbrauch persönlicher Daten im eCommerce fürchtet. Vor allem erfahrene User befürchten unprofessionellen Umgang mit ihren Daten.

Die Angst, dass Daten zu Werbezwecken an andere Unternehmen weitergeleitet werden, liegt mit deutlichem Abstand auf Platz eins der wahrgenommenen Hürden beim Onlineshopping. Es folgen die schlechten Möglichkeiten der Qualitätsbewertung (45 Prozent) sowie unsicherer Zahlungsverkehr (43 Prozent).

Dabei fällt auf, dass die Furcht vor Datenmissbrauch mit steigender Internet-Nutzungserfahrung wächst. Vielmehr ist es genau umgekehrt: Unter den langjährigen Internetnutzern finden sich sogar mehr Personen, die diese Datenschutzbedenken äußern (59 Prozent) als unter den Internetneulingen (46 Prozent). Gleichzeitig empfinden 79 Prozent der Nutzer einen Onlineshop nur dann als sicher, wenn der Datenschutz klar und deutlich gewährleistet ist.

Tatsache ist, dass kaum ein Nutzer heute an Datensicherheit im Netz glaubt. Während nicht einmal jeder Zehnte davon ausgeht, dass Datenschutzbestimmungen befolgt werden, sind zwei Drittel der Meinung, dass Firmen ihre Daten zu Werbezwecken missbrauchen.

Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass die Nutzung von Pseudonymen im Internet weit verbreitet ist. So geben 27 Prozent der Internet-Nutzer an, dass sie immer beziehungsweise vorwiegend unter falschem Namen im Netz unterwegs sind. Für die Studie wurden 121.233 deutschsprachige User befragt.

via: InternetWorldBusiness



Deutsche lernen gerne mit Hilfe des Computers

Pauken vor dem Bildschirm – eLearning erfreut sich wachsender Beliebtheit.

Laut BITKOM nutzen mittlerweile 17 Millionen Bundesbüger es, um sich Wissen anzueignen - das entspricht einem Anteil von 36 Prozent an der Gesamtheit deutscher Netzanwender. Insbesondere in der beruflichen Bildung wir das eLearning häufig praktiziert. Laut einer Umfrage des Hightech -Verbands, nutzen etwa 41 Prozent der Berufstätigen und Auszubildenden den Rechner, um sich Lerninhalte anzueignen, während Erwerbslose, darunter Rentner und Hausfrauen dies zu 23 Prozent tun.

In der aktuellen Wirtschaftskrise sollten die Unternehmen aktiv auf die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter achten, mahnte BITKOM-Präsident August Scheer. Moderne Trainingsformen per Computer und Internet sollten dabei eine zentrale Rolle spielen – eLearning spare Zeit und Geld und habe obendrein den Vorteil, das Wissbegierige selbst auswählen könnten, wo und wann sie lernen .15 Prozent der Nutzer, lernen am Computer, wie man mit Anwendungssoftware umgeht, zum Beispiel Textverarbeitungs- oder Präsentationsprogramme. Elf Prozent lernen Inhalte, die ihre Arbeit betreffen und zehn Prozent nutzen den Rechner zum Erlernen einer Fremdsprache.

via: Ecin



Filme aus dem Netz

Zunehmend bestellen Deutsche im Internet DVDs oder laden legal Filme aus dem Netz herunter. Allerdings zählen hier nicht, wie oft angenommen, nur Teenager zur Zielgruppe.

Zehn Millionen Deutsche haben schon einmal Filme im Internet gekauft und es werden immer mehr: Laut einer Umfrage des BITKOM lädt jeder fünfte Internetnutzer Filme herunter oder bestellt DVDs im Netz. Der Löwenanteil des Umsatzes wird dabei keineswegs ausschließlich von jungen Nutzern erwirtschaftet; größte Zielgruppe für den Online-Filmhandel sind die 30- bis 49jährigen Surfer mit einem Marktanteil von 28 Prozent. Die 50- bis 65jährigen Surfer folgen auf Platz zwei, sie erwirtschaften 21 Prozent des Umsatzes.

Nutzer bis zu einem Alter von 29 Jahren greifen in den Online-Shops deutlich seltener zu, sie sind nur mit 17 Prozent am Umsatz beteiligt. Laut BITKOM seien junge Menschen aber sicher nicht weniger filmbegeistert, sie würden aber offenbar stärker Tauschbörsen oder andere rechtlich fragwürdige Quellen nutzen, vermutet der Verband. Auch nach Berufsgruppen gibt es Unterschiede: Während 20 Prozent der Hausfrauen und 27 Prozent der Berufstätigen Filme online ordern, tun dies nur sieben Prozent der Arbeitslosen, elf Prozent der Azubis und 15 Prozent der Rentner.

via: Ecin



„Let´s make the web faster“ – Google will das Web schneller machen

Mit dem Ziel, das Web schneller zu machen startet Google unter dem Titel „Let´s make the web faster“ eine neues Projekt. Damit Webentwickler ihre Webseiten beschleunigen können. Wartet Google mit Tutorials, Tipps und Werkzeugen auf.

Google will im Rahmen von “Let’s make the web faster” das eigene Wissen um schnelle Websites weitergeben, um das Web als Applikationsplattform zu stärken. Unter code.google.com/speed hat Google dazu eine Anlaufstelle eingerichtet, die Informationen rund um schnelle Webseiten sammeln soll.

Dort findet sich derzeit Material zu HTTP-Caching und GZIP-Kompression, der Optimierung von JavaScript-Code und Hinweise dazu, wie sich erneutes Rendern minimieren lässt sowie das Laden von Ressourcen im Voraus und Tipps für schnellere PHP-Skripte.

Auch Googles Page Speed zählt zu der Initiative. Darüber hinaus fordert Google die Entwicklercommunity auf, sich an dem Projekt zu beteiligen und Informationen für schnellere Webseiten zusammenzutragen. Dabei ist Google nicht allein, auch Yahoo widmet sich dem Thema und macht Informationen dazu frei zugänglich. Umfangreiche Informationen zu dem Thema finden sich darüber hinaus bei Steve Souders, Autor der Bücher High Performance Web Sites und Even Faster Web Sites, der früher für Yahoo tätig war und heute für Google arbeitet. (ji)

via: Golem



Studie: Was erwarten Nutzer vom Mobile Commerce?

Eines der großen Themen im Handel ist derzeit Mobile Commerce. In einer aktuellen Studie wurde untersucht, was Anbieter beachten sollten, welche Akzeptanzschwierigkeiten vorherrschen und welche Angebote den spezifischen Kundenbedürfnissen entsprechen.

Die Erwartungen an Mobile Commerce sind vor allem zielorientiert: Es soll schnell, einfach und bequem nebenbei funktionieren, der Fun-Faktor darf dabei nicht zu kurz kommen.

Nutzer wollen Leerlaufzeit sinnvoll nutzen, nichts verpassen, sich überall zurechtfinden und mit besonderen Anwendungen eine Trendsetter-Rolle übernehmen. Dagegen sind unklare oder noch zu teuer empfundene Tarifmodelle, Ladezeiten, Verbindungsqualität und hohe Preise für Smartphones Hemmschwellen auf dem Weg ins mobile Internet. Umständliche, langwierige und für die schnelle, mobile Nutzungssituation ungeeignete Navigation schrecken Nutzer ebenso ab. Dagegen sind neue Dienste wie QR-Codes oder spezielle Anwendungen den Nutzern vielfach noch unbekannt. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie ‘Mobile Commerce Insights 2009 - Status Quo, Trends und Erfolgsfaktoren für einen neuen Markt’.

Bei Nutzern, die bereits mobil shoppen, besteht das größte Interesse bislang für ‘On-the-go-Gebrauchsgüter’ wie Bahn- und Flugtickets oder Kinokarten sowie für klassische ECommerce-Produkte wie Bücher, CDs und DVDs. Die mit Abstand derzeit am meisten genutzten mobile Internetdienste sind:

  • E-Mail (54 Prozent)
  • News-Abrufe (44 Prozent)
  • Informationen über Wetter und Reise- und Verkehrsdaten (30 Prozent)
  • Online-Auktionen (25 Prozent)
  • Preisvergleichsdienste (15 Prozent)

Auf der Wunschliste der Mobile-Webnutzer ganz oben stehen Informationen zu Geschäften und Sehenswürdigkeiten, in deren Nähe man gerade unterwegs ist - Sprich Location Based Services. Auch wünscht sich gut jeder Zweite in Zukunft die Option, das Handy wie eine Geld- oder Kreditkarte einsetzen zu können (Mobile Payment).

Bedingungen für eine steigende Mobile-Commerce-Nutzung sind neben reibungsloser Technik vor allem der Reiz des Neuen und eine spezifische Nutzer-Erfahrung. Voraussetzung für frustfreies mobiles Surfen und Shoppen sind auf das Handy angepasste minimalistische mobile Webseiten sowie Kaufanreize, beispielsweise durch Rabatte beim Erstkauf. Dies bestätigt auch Karsten Müller, Juniorprofessur für Wirtschaftspsychologie an der Uni Mannheim. Es funktioniere nicht, klassische ECommerce-Konzepte auf den Mobilmarkt zu übertragen.

“Das Handy ist eigentlich sehr unfunktional”,

erklärt er in einer iBusiness-Analyse zum Moblie-Commerce-Markt.

“Verbraucher müssen auf alle Annehmlichkeiten verzichten, die eCommerce eigentlich ja so attraktiv machen.”

Beispielsweise große Produktbilder oder Preisvergleiche über mehrere Browser-Fenster hinweg.

Auf lange Sicht werden daher Barcodes und Bilderkennung den Markt für mobiles Online-Shopping treiben, ist sich ECommerce-Experte Stephan Randler sicher.

“Auch wenn sich Online-Shop-Betreiber und stationäre Händler dann eventuell neue Erlösmodelle überlegen müssen. Kaum ein stationärer Händler dürfte Interesse daran haben, dass Kundschaft in seinem Geschäft Produkte im Online-Shop des Konkurrenten ordert”.

(cr)

via: iBusiness