Archiv für August 2009

Google AdSense öffnet sich für andere Werbenetzwerke

Derzeit ist man bei Google damit beschäftigt, die Aufnahme anderer Werbenetzwerke in AdSense zu prüfen.

Sollten die, noch nicht näher benannten, Kandidaten die Erlaubnis der Teilnahme erhalten, so könnten ihre Werbebanner bald auf Webseiten von AdSense aufleuchten. Dazu müssen auch sie allerdings zu nächst die Werbefläche- und Zeit ersteigern.

Google versucht damit, laut eigenen Angaben, die Umsätze von Inserenten zu erhöhen, indem es den Wettbewerb für das Platzieren von Werbung ankurbele. Generell wolle man die Einnahmen von Werbetreibenden, die bei AdSense aktiv seien, durch die Ausweitung der Vielfalt von Teilnehmern nach oben treiben und die Qualität der Banner- und Kontextanzeigen nachhaltig erhöhen, verkündete man vor der Presse. Momentan konzentriere man sich auf die Partner und Verkäufer nach denen die Werbebranche explizit gefragt habe.

via: Ecin



Stern.de gibt Tausendreporter auf

Nach dem Relaunch will sich Stern.de verstärkt auf den Haupt-Webauftritt konzentrieren.

Nach der Integration von Augenzeuge.de in Stern View ist als nächstes die Social-News-Plattform Tausendreporter an der Reihe. Das Portal geht vom Netz, die User möchte Gruner + Jahr lieber bei Stern.de selbst sehen.

“Stern.de möchte die User-Beiträge stärker in seine Seite integrieren und die Diskussionen um Themen dort stattfinden lassen, wo sie hingehören: in den Kommentaren direkt unterhalb der Artikel, eng an die jeweiligen Inhalte angebunden”,

heißt es aus dem Haus. Besonders aktiv war die News-Community allerdings sowieso nicht.

via: WuV



Onlineshopping: fast jeder dritte europäische Nutzer ist über den Service frustriert

Eine Studie offenbart Mängel in den Serviceleistungen von europäischen eCommerce-Anbietern.

Die Studie, die mehr als 6.500 online Kunden in ganz Europa nach ihren Kauferfahrungen und -gewohnheiten im Internet befragte, zeigt, dass in den Ländern, in denen Kunden besonders unzufrieden sind, auch weniger online Einkäufe getätigt werden.

Ein Viertel der Befragten beschrieben ihre Einkaufserfahrungen im Internet sogar als unbefriedigend. Die Deutschen sahen dies jedoch etwas anders. Auch wenn allein jeder Zehnte Spanier seine E-Commerce-Erfahrungen als schlecht beziehungsweise sehr schlecht einstufte, sind es in Deutschland nicht mal ein Prozent. Geht man ins Detail schnitten speziell die Onlineshops für Konsumgüter in der Gunst der Europäer schlecht ab. Rund sechs Prozent sind unzufrieden mit deren Service bei der online Beratung. Trotzdem gab es auch positive Beispiele: Dem Entertainmentsektor gaben die Befragten mit rund 43 Prozent die besten Noten im Service.

Aber wie sieht es mit den anderen Vorteilen aus, die das Internet-Shopping den Kunden offeriert? Rund 34 Prozent der deutschen Befragten beispielsweise gaben an, dass sie die Schnelligkeit und Effizienz beim Online-Einkauf bevorzugen, während die Franzosen mit 38 Prozent die Möglichkeit des schnellen Produktvergleiches angaben. Jeder Fünfte Engländer wiederrum liest Testergebnisse und Kommentare bevor eine Kaufentscheidung getroffen wird und jeder Zehnte Befragte der Benelux-Länder mag es, Produktinformationen per Mail oder SMS zu bekommen.

Das, was jedoch mit 64 Prozent den größten Ärger unter den europäischen Befragten hervorruft, ist der fehlende Kundenservice. Rund 38 Prozent der Spanier und Franzosen störte in erster Linie, dass sie, wenn Fragen auftreten, den Internet-Händler beziehungsweise das Unternehmen nicht erreichen und das die Unternehmen keine Kontaktmöglichkeiten auf deren Webseiten anbieten. 36 Prozent der Deutschen sind Probleme beim Check-out ein Ärgernis und jeder Dritte Engländer ist frustriert, wenn er sein Log-in vergisst.

Die Studie zeigt außerdem, dass die Europäer vorsichtige Käufer sind. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) geben im Durchschnitt pro Online-Sitzung nur rund 50 Euro aus. Im Gegensatz dazu gibt jeder 14 Engländer mehr als 5.700 Euro und jeder Fünfte Franzose mehr als 500 Euro pro Online-Sitzung aus. Das zeigt, dass Europäer nicht prinzipiell gegen den Online-Einkauf sind. Es ist daher sehr viel Potenzial nach oben hin offen und wenn Online-Shops Kunden-Service maximieren, können sie diese auch abschöpfen.

via: eCommerce-Magazin



Bei Google wird der Nutzer zum Staumelder

Mit einem interaktiven Staumelder für Google Maps, können Positionsdaten von Autofahrern an GPS-fähige Smartphones übermittelt werden. Aus den Daten wird dann errechnet, wo es Stau gibt und wie der Verkehr auf den Straßen ist.

Google hat seine Anwendung Google Maps für das Mobiltelefon um einen Verkehrsbericht erweitert. So könnten sich Nutzer vor dem Antritt einer Fahrt darüber informieren, wie viel auf den Straßen los sei und ob sie einen Stau nicht lieber auf einer Alternativroute umfahren, schreibt Dave Barth, Produktmanager bei Google Maps, im offiziellen Google-Blog.

Google ist dabei auf die Mitarbeit der Nutzer angewiesen: Die sollen nämlich Staus an das System melden, indem sie ihre GPS-fähigen Smartphones einschalten und die Option “My Location” aktivieren. Die Geräte übermitteln die aktuelle Position an Google. Google errechnet aus den kontinuierlich gesammelten Positionsdaten, wie schnell sich der Fahrer fortbewegt. Kombiniert mit den Positonsdaten anderer Autofahrer lässt sich so ein aktuelles Bild vom Straßenzustand erstellen, das die Nutzer dann wiederum über ihr Smartphone abrufen können.

Anhand von Farben kann er erkennen, wie viel Verkehr auf der Straße herrscht - von grün für freie Fahrt über gelb und rot bis hin zu schwarz-rot, das zähfließenden Verkehr mit Stillstand anzeigt. Berücksichtigt werden nicht nur Haupt-, sondern auch Nebenstraßen.

Google habe bei dem Angebot auch den Schutz der Privatsphäre berücksichtigt, schreibt Barth: Für die Auswertung seien nur die aktuelle Position und Geschwindigkeit relevant. Diese Daten würden anonym gesammelt, Start und Ziel einer jeden Fahrt gelöscht. So seien die gesammelten Daten nicht auf einen Fahrer zurückzuführen. In Ballungsgebieten würden zudem so viele GPS-Daten zusammengefasst, dass es kaum mögliche sei, eine einzelne Person zu identifizieren.

Den Google-Staumelder gibt es nur für die USA. Barth machte keine Angaben dazu, ob und wann er auch in anderen Ländern eingeführt wird. (wp)

via: Golem



Facebook wird weiterhin am Datenschutz arbeiten

Das Social Network reagiert auf die Empfehlungen der kanadischen Datenschutzbeauftragten. Unter anderem sollen die User bessere Kontrollmöglichkeiten über ihre eigenen Informationen erhalten, auch die Privacy-Richtlinien sollen überarbeitet werden.

Die von Facebook geplanten Verbesserungen umfassen neue Benachrichtigungen, Ergänzungen zu Facebooks Privacy-Richtlinien und technische Veränderungen, die den Nutzern mehr Transparenz und Kontrolle über die Informationen geben sollen, die sie Anwendungen von Drittanbietern zur Verfügung stellen.

Beispielsweise will Facebook künftig besser beschreiben, warum Informationen wie Geburtsdaten abgefragt und Konten verstorbener Nutzer aufbewahrt werden. Auch das Werbemodell soll besser erklärt und der Unterschied zwischen Deaktivierung und Löschung eines Kontos deutlich gemacht werden, denn bislang lassen sich bei Facebook Konten nur deaktivieren, die Daten aber kaum löschen.

Darüber hinaus soll es für Nutzer künftig einfacher sein, nachzuvollziehen und zu kontrollieren, auf welche Informationen Anwendungen Dritter zugreifen. Dazu soll ein neues Modell für Zugriffsrechte eingeführt werden, das Anwendungen dazu verpflichtet, die Informationskategorien zu benennen, auf die sie Zugriff wünschen. Ohne die ausdrückliche Zustimmung des Nutzers werden keine Daten freigegeben. Außerdem muss der Nutzer gesondert zustimmen, bevor auf Informationen von Freunden zugegriffen werden kann. Diese unterliegen darüber hinaus den jeweiligen Privatsphäre- und Anwendungseinstellungen der Freunde.

Facebook will nun unverzüglich mit der Umsetzung dieser Änderungen beginnen, wird aber nach eigenen Angaben

“Zeit brauchen, bis sie sichtbar werden”.

Das Unternehmen geht davon aus, dass der Prozess ungefähr zwölf Monate dauern wird.

Der hiesige Marktführer VZ-Netzwerke (vormals StudiVZ) plant die Öffnung seiner Netze für Applikationen Dritter mittels Opensocial. Allerdings hat StudiVZ sich einige Gedanken gemacht, wie das mit den Forderungen der Datenschützer in Deutschland in Einklang zu bringen ist. Derzeit ist eine Art Visitenkarte für Nutzer von SchülerVZ, StudiVZ und MeinVZ geplant. Statt ihrer wirklichen Daten können sie den Drittanbietern so gezielt andere Daten übermitteln, wobei ein Rückschluss auf den Nutzer für Dritte nicht möglich sein soll. (ji)

via: Golem



Qualität vor Preis?

Wo ein Trend ist, ist im Normalfall auch ein Gegentrend. So verwundert es nicht, dass ein Großteil der Kunden, entgegen der Tiefpreis Mentalität, weiterhin auf Qualität bedacht sind, als auf niedrige Preise.

So zeigte sich bei einer Untersuchung von Penn, Schoen & Berland Associates (PSB), dass Kunden im Web mittlerweile verstärkt auf Qualität setzen, statt auf niedrige Preise. Trotz der schon als beendet beschrienen Wirtschaftskrise bleiben Käufer im Netz weiterhin recht sparsam, lassen sich aber gleichzeitig eher vom Wert als vom Preis überzeugen. Die Faktoren Qualität, Zeit und Bequemlichkeit spielen tragende Rollen dabei, ob ein Produkt als wertvoll empfunden wird.

Online-Marketing-Experten heben hervor, Kunden seien mehr als jemals zuvor online auf der Suche nach Produkten, Dienstleistungen und Webseiten, die in irgendeiner Weise hilfreich oder prestigebehaftet seien. 63 Prozent der befragten „Qualitätsjäger“ gaben an, sie hätten schon einmal etwas erworben, weil es im Rahmen einer speziellen Aktion mit Vergünstigungen und Service-Leistungen verbunden gewesen sei. Um in dieser Welt erfolgreich zu sein, in der der man per Klick an jede beliebige Information gelangen könne, müssten Händler höhere Diversifizierung anstreben, vor allem in ihren Marketing-Kooperationen. Laut PSB sind 72 Prozent der Online-Käufer auf der Suche nach der besten Qualität, unabhängig von der Marke des Produkts. 68 Prozent lassen sich am ehesten durch aufwändige Werbung und Online-Coupons von der Qualität eines Angebots überzeugen. Erfreulich ist auch die Angabe, dass 22 Prozent der Web-Kunden in diesem Jahr mehr im Netz zu kaufen gedenken, als in 2008.

via: Ecin



Verlage: Internet wird nicht als Vertriebskanal genutzt

Publisher sind aufgrund der voranschreitenden Digitalisierung schon fast gezwungen, nach neuen Strategien und Vertriebswegen für ihre Produkte zu suchen. Nach Ansicht vieler Verleger ist das Internet daran nicht ganz unschuldig und steht vielleicht gerade deswegen als Vertriebsweg außer Frage.

Die ‘Abo-Studie 2009′ der Unternehmensberatung Bulletproof Media zeigt, dass Verlage vor allem im Bereich der Kundenbindung und Kundengewinnung durch Online-Angebote Nachholbedarf haben.

“Obwohl Verlage erkennen, dass ihre Geschäftsfelder durch das Internet und neue Wettbewerber unmittelbar betroffen sind, scheinen sie keinen Wert auf eine lange Kundenbindung zu legen”, fassen die Studienautoren ihre Ergebnisse zusammen. “

Kein Online-Angebot eines Verlages hat Leser, Online-Nutzer und Abonnenten in einen zentralen Kundengewinnungs- und Bindungsprozess integriert und versucht, durch E-Services und Content den Customer Value nachhaltig zu steigern, so das harte Resümee.

Bemängelt wurde vor allem, dass mehr als die Hälfte der untersuchten Verlage keinen speziellen Änderungs- oder Verwaltungservice (Urlaubsservice, Reklamation) anbietet. Eine eine Online-Kündigung durch den Kunden ist in keinem Fall möglich. Die meisten Unternehmen (67 Prozent) bieten online lediglich Formularservices an. Außerdem habe kein getesteter Titel online für weitere markenspezifische Produkte über die Zeitschrift hinaus geworben. Die Verknüpfung von Print- und Online-Angeboten während des Aboprozesses steckt der Untersuchung zufolge in den Kinderschuhen.

Getestet wurden die Websites von 50 Heften aus dem Datensatz der Allensbacher Werbeträger Analyse 2008, die weiterhin produziert werden und einen eigenständigen Online-Auftritt vorweisen. ( SUR )

via: iBusiness