Archiv für September 2009

Unternehmen in Social Networks: kommt das soziale zu kurz?

Ohne Zweifel sind Communities und Social Networks für die Mehrzahl der Marketer ein nicht zu vernachlässigender Werbekanal. Doch ist den Kunden überhaupt klar, dass eine Vielzahl der Unternehmen mit Profilen in Networks vertreten ist?

Mit dieser Frage setzten sich die Analysten von Goodmail System und Email Data Source, im Rahmen der Arbeiten an einer entsprechenden Studie auseinander. Dabei achteten sie insbesondere auf in Werbung integrierte Links zu den Accounts von Online-Händlern bei den sozialen Netzwerken.

Dabei ergab sich, dass der größte Teil der Anbieter bereits Profile besitzt; 79 Prozent sind bei Facebook aktiv, 69 Prozent bloggen bei Twitter und 59 Prozent nehmen beides in Anspruch. Schwach dagegen das Bild bei den bisher so stark geredeten Mitteln der Weblogs und RSS-Feeds – nur jeder fünfte Betrieb treibt seine Umsätze mit diesen Mitteln an. Hinzu kommt, dass ein großer Teil der Entscheider kaum Werbung für die Firmenprofile bei Twitter & Co. macht. Lediglich die Hälfte der bei sozialen Netzwerken angemeldeten Unternehmen, integrieren dementsprechende Links in ihre eMail-Kampagnen. Nicht einmal 30 Prozent erwähnen ihre Accounts überhaupt auf ihren Webseiten – und das obwohl gerade dort die Grenzen zwischen Kunden und Anbieter verschwimmen. Indes nutzen 77 Prozent derjenigen Betriebe, die auch reale Niederlassungen besitzen, Tools für die Wegbeschreibung.

via: Ecin



Wann wird im Netz geshoppt?

In einer Studie wurden die eShopping-Zeiten der US-Amerikaner, Europäer und innerhalb Deutschland untersucht und aufgelistet.

Laut dem Online-Bekleidungshändler Spreadshirt sind europäische und US-Shopper zu unterschiedlichen Zeiten geneigt, ihr Geld im Internet auszugeben: Während Europäer lieber abends zwischen 20 und 21 Uhr eShops aufsuchen, fällen die US-Bürger die meisten Kaufentscheidungen am Nachmittag in der Zeit von elf bis 16 Uhr. In Europa sind die Norweger am nachtaktivsten, sie kaufen um 22 Uhr mehr als alle anderen. Weiter südwärts shoppt man dagegen früher: nachmittags um 15 Uhr liegt der Schwerpunkt der Italiener, die Deutschen erledigen ihre Einkäufe vergleichsweise häufig noch vor dem Mittagessen. Die Spanier haben in Europa die meisten nachtaktiven eShopper von Mittenacht bis sechs Uhr früh.

Bei der Betrachtung innerhalb Deutschlands sind die Berliner auch beim eCommerce Nachtmenschen. Die Hauptstädter shoppen am meisten von Mitternacht bis sechs Uhr früh. Die Saarländer sind morgens von sechs bis zwölf Uhr mittags am aktivsten. Am Abend schließlich schlägt die Stunde Mecklenburg-Vorpommerns: knapp die Hälfte aller individuellen werden im Nordosten von 18 bis 24 Uhr getätigt. Auch in Nordamerika gibt es Unterschiede: Die Westküste erwacht in eCommerce-Hinsicht früher als die Ostküste: Während bereits um elf Uhr morgens in San Francisco und L.A. geshoppt wird, fällt in New York und Boston die eShop-Rushhour auf 15 Uhr am Nachmittag. Die Kanadier sind ungeschlagene Weltmeister im Nacht-Shoppen von 24 bis sechs Uhr morgens.

via: Ecin



Aufgeschoben heißt nicht aufgehoben

Eine Studie belegt, dass nicht jeder vorzeitige Kaufabbruch bedeuten muss, dass der Kunden den Artikel auch nicht mehr kauft. Viele eShopper kehren zu einem späterem Zeitpunkt wieder zurück.

Einer Studie des Internet-Sicherheitsunternehmens McAfee zufolge müssen eShop-Betreiber nicht jeden Kaufabbruch als das jähe Ende einer zart knospenden Geschäftsbeziehung hinnehmen: 65 Prozent der Einkaufswagen-Deserteure kommen zu einem späteren Zeitpunkt für einen Kaufabschluss zurück. Zwischen dem Abbruch und der den Kauf abschließenden Rückkehr können Stunden, Tage oder sogar Wochen vergehen.

Die Experten erklärten dieses Nutzerverhalten mit einem ausgeprägten Sicherheitsbewusstsein der Shopper; der endgültige Klick auf den „Bestellung abschicken“-Button habe etwas sehr endgültiges an sich und werde von vielen Kunden lange durchdacht. Allzu viel Aktionismus sollte daher nicht das erste Mittel sein, um den potentiellen Kunden zurückzuholen: Der Nutzen von persönlichen Preisnachlassaktionen und gezielten Werbe-eMails an die den Kauf abbrechenden Shopper wird von den Experten angezweifelt. Vielmehr sollte, und hier argumentiert McAfee sicherlich nicht uneigennützig, das Vertrauen der Kunden in die Sicherheitsmaßnahmen des eShops gesteigert werden.

via: Ecin



Online-Shops für Spielwaren und Geschenkartikel sind Mangelware

Im Rahmen der Studie „Internet im Handel 2008“ wurde festgestellt, dass Geschenkartikel- und Spielwarenhändler ihre Produkte nicht via Internet anbieten oder erst gar keine Website haben.

Gut die Hälfte aller Spielwaren- und Geschenkartikelhändler hat keine eigene Webseite und verzichten somit auf die Möglichkeit ihre Waren Online zu verkaufen. Von den insgesamt 1.702 befragten Handelsunternehmen gaben rund 20 Prozent an, keinen Internetanschluss zu besitzen. Im Vergleich mit der gesamten Einzelhandelsbranche trifft das nur auf lediglich drei Prozent aller Unternehmen zu. Und rund 52 Prozent der Befragten verzichtet vollständig auf die Möglichkeit ihre Waren Online zu verkaufen. Im Gegensatz dazu nutzen fast 75 Prozent im Gesamtdurchschnitt aller Einzelhandelsunternehmen diesen Vertriebsweg.

Begründung für den mangelnden Einsatz des Internets ist der hohe Zeitbedarf für die Planung und Umsetzung eines elektronischen Vertriebs, Angst vor einem Preisverfall durch zunehmende Transparenz und die Eignung der Waren für den Online-Vertrieb. Dieses Ergebnis steht jedoch in direktem Widerspruch zu den aktuellen Online-Abverkaufszahlen dieser Branche. In den vergangenen drei Monaten hat jeder zweite deutsche Internet-Nutzer Spielwaren bestellt.

via: Acquisa



Potenzial im Online-Lebensmittelhandel

Von Experten wurde bisher immer bezweifelt, dass sich der Handel mit Lebensmitteln via Internet festigen könnte. Allerdings halten sich Nischenanbieter seit geraumer Zeit hartnäckig. Eine Studie, die von TNS Infratest durchgeführt wurde, unterstreicht das ungeahnte Potenzial jetzt zusätzlich.

Eine Umfrage von TNS Infratest hat ergeben, dass ein Viertel der Deutschen, Lebensmitteleinkäufen im Internet gegenüber positiv eingestellt ist. Außerdem hat bereits jeder zehnte Bundesbürger schon mindestens einmal Nahrung online geordert. Das Online-Angebot findet besonderes Interesse bei Berufstätigen. 30 Prozent von ihnen haben zumindest schon einmal Lebensmittel über das Internet eingekauft, planen dies oder können sich dies zukünftig vorstellen. Am häufigsten nutzen den Online-Lebensmitteleinkauf Haushalte mit einem Netto-Einkommen von 2.500 Euro und darüber. Rund 17 Prozent dieser Zielgruppe geben an, Lebens- oder Genussmittel per Mausklick bestellt zu haben und rund ein Drittel (35 Prozent) aller Befragten in dieser Einkommensgruppe ist offen für den Online-Einkauf. Die Umfrage zeigte auch, dass die Online-Shopper, die bereits via Mausklick bestellt haben, durchweg positive Erfahrungen mit der Online-Bestellung gemacht haben. Lediglich zehn Prozent gaben an, zukünftig auf diese Bestellform verzichten zu wollen.

Die Befragungsergebnisse zeigen, dass im Online-Lebensmittelhandel noch ein ausbaufähiges Potenzial schlummert. Dies gilt einerseits für den klassischen Versandweg, dürfte aber auch Potenzial für den heutigen Offline-Handel bergen. Denn rund sechs Millionen Bundesbürger kaufen bereits heute Lebensmittel online ein, für weitere rund zehn Millionen Bundesbürger ist dies zukünftig vorstellbar.

“Angesichts dieser Zahlen sind ganz neue Handelsformen denkbar, die nicht nur Versender auf den Plan rufen dürften”,

kommentiert Peter Sonneck, ECommerce-Experte bei TNS, die Ergebnisse. Sonneck ist der Ansicht, dass auch klassische Lebensmittel-Einzelhandel vom Onlinehandel profitieren können, wenn sie über neue kombinierte Vertriebsformate nachzudenken.

Für die Studie ‘Lebensmitteleinkäufe online’ wurden 1.002 Personen im Alter ab 14 Jahren am 18. und 19. August telefonisch befragt. ( SUR )

via: iBusiness



Facebook kooperiert mit Nielsen

Es verwundert wohl niemanden, dass die Facebook-Entwickler sich immer wieder neue Optimierungsmöglichkeiten ausdenken, denn ohne Werbung wäre das soziale Netzwerk nicht denkbar.

Zusammen mit Nielsen nämlich, hat Facebook ein System entwickelt, dass Werbetreibenden fortan einen noch besseren Einblick in die Erfolge ihrer Kampagnen in der Community bietet. Online-Werbung ist eine der wichtigsten Einnahmequellen des Portals, weshalb es wichtig ist, die Inserenten von der Effektivität ihrer Anzeigen zu überzeugen. Dafür wiederum sind Rückmeldungen und Meinungsäußerungen der Adressaten – also der Anwender – äußerst nützlich.

Und so entwarf man in Kooperation und unter Beratung der Marktbeobachter von Nielsen ein Umfragensystem, das Facebook-Mitglieder zu ihren Meinungen bezüglich der Werbebotschaften befragt, die in der Web-Gemeinde verstreut sind. Dabei wird auf Aspekte des Grades der Wahrnehmung, der späteren Erinnerung an die Werbung, aber auch auf aufkommende Assoziationen und Einfluss auf Kaufabsichten eingegangen. Die Kombination aus schneller Datenerhebung in dem immerhin 300 Millionen Anwender umfassenden Netzwerk sowie Nielsens Kompetenz in der Datenauswertung, werde Facebook-Werbekunden aussagekräftige Erkenntnisse liefern, sagte Sheryl Sandberg, die bei der eCommunity tätig ist. Das Verständnis um Auswirkungen des Advertisings auf die Konsumenten werde dadurch wachsen und künftige Maßnahmen in ihrer Wirkung verbessern. Das unter dem Namen „Brand Lift“ an den Start gehende System wird diese Woche zunächst mit einigen, wenigen Testpartnern seinen Einstand feiern und soll in den kommenden Monaten flächendeckend eingeführt werden.

via: Ecin



Mobile Werbung kann weiter zunehmen

Der Trend ist ungebrochen: Im ersten Halbjahr 2009 konnte sich die Zahl der mobilen Kampagnen um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdoppeln.

Das geht aus einer Erhebung des Mobile Advertising Circle (MAC) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hervor. Laut der Mobile-Kampagnenzählung wurden im ersten Halbjahr 360 Werbeaktionen bei den MAC-Mitgliedern wie Vodafone Media Solutions, Axel Springer Media Impact oder Yoc geschaltet. Das entspricht annähernd drei Viertel der Gesamtzahl im letzten Jahr.

Die Zahl der Werbungtreibenden stieg ebenfalls an: Mit 109 Unternehmen buchten 21 mehr als in den ersten sechs Monaten des Vorjahrs mobile Kampagnen. Im Schnitt nahmen sie 1,65 Aktionen pro Quartal in Anspruch – im Vorjahr war es noch eine.

“Werbungtreibende setzen immer stärker auf Mobile im Rahmen ihres Marketing-Mix“,

sagt Sven Elstermann, Projektleiter Mobile Spendings im MAC.

“Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend auch in den kommenden Quartalen fortsetzen wird.“

via: WuV