Archiv für Januar 2010

Microsoft rettet das Quartal mit Windows 7

Der Softwaregigant macht 6,66 Milliarden US-Dollar Quartalsgewinn. Bei der Bekanntgabe des Quartalsberichts hat Microsoft den Markterfolg seines neuen Betriebssystems Windows 7 gefeiert.

Microsoft hat seit Oktober 2009 einen Gewinn von 6,66 Milliarden US-Dollar gemacht.

„Eine außergewöhnliche Nachfrage führte zu diesem Topwachstum für die Firma“, sagte Microsoft-Finanzchef Peter Klein.

Die Nachfrage von Windows-7-Lizenzen stieg im Berichtszeitraum auf über 60 Millionen Exemplare.

„Dies ist ein Rekordquartal für die Windows-Sparten” sagte Chief Operating Officer Kevin Turner. “Wir sind begeistert, wie die Verbraucher Windows 7 aufgenommen haben, und darüber, wie enthusiastisch die Wirtschaft auf die Einführung von Windows 7 reagierte”, sagte er.

Microsoft erzielte einen Gewinnzuwachs von 60 Prozent (74 Cent pro Aktie). Das ist eine Steigerung von 37 Cent pro Aktie zum Vorjahr. Der Umsatz stieg auf 19,02 Milliarden US-Dollar (14 Prozent).

Von Experten wurden lediglich 59 Cent pro Aktie prognostiziert. Somit wurden die Erwartungen weitesgehend übertroffen.



Die mobilen PCs Boomen

Dieses Jahr wird das Jahr der mobilen Computer. Auch wegen dem iPad von Apple. Laut dem Branchenverband Bitkom sollen in diesem Jahr insgesamt 9,7 Millionen Notebooks, Netbooks, E-Book-Reader und Tablet-PCs verkauft werden.

Dadurch würde die Absatzmenge um eine Million (11 Prozent) zum Vorjahr steigen. Der Umsatz soll auf 4,9 Milliarden Euro (2 Prozent) steigen.

“Die 10-Millionen-Grenze ist bei den Notebook-Verkäufen in greifbarer Nähe. Das mobile Internet ist einer der Trends des Jahres. Die Nutzer wollen am liebsten überall ins Web – und das möglichst einfach, schnell und preiswert.” sagte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer.

Drei Millionen Netbooks sollen 2010 verkauft werden. Aus diesem Boom sollen besonders die Desktop-PCs mit Defiziten zu kämpfen haben. Die Absatzmenge soll in diesem Bereich um 1,8 Prozent auf 4,3 Millionen sinken. Auch der Umsatz wird leiden, voraussichtlich sinkt dieser um 9,3 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Das liegt unter anderem an den sinken Durchschnittspreisen, die um 33 Euro sinken (447 Euro auf 414 Euro).



Twitter will mit Hacks die iranischen und chinesischen Zensuren austricksen

Da sich der Mikroblogging-Dienst nicht mit den Vorgaben der iranischen und chinesischen Machthaber zufrieden geben will, setzt Twitter-Chef Evan Williams aufs Hacking und will somit die Zensurmaßnahmen umgehen.

Twitter entwickelt momentan ein eigenes Hack, um die Zensuren von Regierungen gegen den Blogging-Dienst zu umgehen.

“Wir werden in China und auch im Iran teilweise blockiert. Der effektivste Weg dies zu bekämpfen ist aber nicht der Versuch, sich mit China und anderen Regierungen zu arrangieren, deren ganzes Wesen sich gegen das richtet, was wir repräsentieren” sagte Williams.

Twitter sei im Vorteil, da es als soziales Netzwerk mit den verschiedenen Zugangsformen nicht so leicht gesperrt werden kann wie einzelne Webseiten. So lässt sich Twitter über Browser-Plugins, Widgets und Mobiltelefone problemlos abrufen und nutzen.

“Twitter ist ein Netzwerk, auf das über tausende verschiedene Arten zugegriffen werden kann.”

Nähere Informationen über die technischen Hintergründe wollte Williams nicht nennen, um die Gegenwehr gering zu halten.



Lediglich 17 Prozent der Twitter-Accounts sind aktiv

Jeden Tag melden sich immer mehr Menschen bei Twitter an. Die eigentlich aktiven Nutzerzahlen sind jedoch sehr gering.

Die monatliche Steigerungsrate liegt momentan bei 6,2 Millionen Nutzern, so hatte Twitter zum Jahreswechsel 75 Millionen registrierte Accounts. Von diesen 75 Millionen Nutzern haben 18,75 Millionen User (25 Prozent) gar keine Follower und sogar 30 Millionen (40 Prozent) haben noch nie einen Tweet versendet. 60 Millionen Twitterer (80 Prozent) haben weniger als 10 Tweets und können somit zu den inaktiven Accounts gezählt werden. Zusätzlich wurde bekannt, das ältere Account auch die aktiveren seien, und diese aktiven Account gerade einmal 17 Prozent der Gesamtmasse ausmachen.



Nexus One in Deutschland erhältlich

In der ersten Januarwoche wurde das Android-Smartphone von Google vorgestellt. Bei einigen Anbietern in Deutschland ist es bereits erhältlich. Jedoch erreicht der Google-Shop nur Kunden in den USA, Großbritannien, Hong Kong und Singapur. Dort wird die US-Version des Handys für 530 US-Dollar Vertragsfrei und ohne Simlock angeboten.

Einige deutsche Webshops die sich auf den Import begehrter Smartphone spezialisiert haben bieten das Nexus One bereits an. Dort werden die Handys für 650 bis 750 Euro ohne Versand gehandelt. Günstiger findet man es bei Ebay, dort ist es bereits für unter 600 Euro zu haben.

Dabei ist das Google-Angebot auch ohne den günstigen Dollar-Kurs für ein gut ausgestattetes Handy eine preisgünstige Alternative. Mit der Einfuhrumsatzsteuer von 19 Prozent liegt der Preis immer noch bei rund 450 Euro, ohne Vertrag versteht sich. Widerrum lohnt es sich auf die angekündigte EU-Version des Nexus One zu warten. Diese soll aller Voraussicht nach Mitte Februar hier erhältlich sein. Der US-Version fehlt die Multitouchfunktion zum Zoomen von Bildern und Webseiten, diese Funktion könnte in der EU-Version enthalten sein.



Es ist da: Das iPad

Gestern Abend um 19:00Uhr MESZ war es soweit, Apple stellte das neue iPad vor. Genutzt werden kann das iPad für Bücher, Magazine und Spiele, als Multimediaplayer. Zusätzlich macht Apple den Netbooks Konkurrenz, da das iPad auch als abgespeckter Heimcomputer verwendet werden kann.

Beeindruckend aber wenig überraschend war die Präsentation des iPads. Monatelang gab es Spekulationen und Insiderinformationen bezüglich eines Tablet-PCs. Im den letzten 10 Jahren ist Apple immer wieder ein solcher Marketing-Erfolg gelungen. In diesem Zeitraum wurden von Apple Produkte veröffentlicht die die Märkte stark veränderten, oder eigene Märkte schaffen. Solch einen Erfolg wollte Steve Jobs, Gründer von Apple, auch diesmal wieder hervorrufen.

So ist das iPad ein Buch, eine mobile Spielekonsole, ein HD-fähiger Multimediaplayer, eine Surfstation und ein kleiner Arbeitsplatz mit virtueller Tastatur. Vom Aufbau ähnelt es sehr dem iPhone und dessen Funktionen.

Bücher, Magazine und Zeitungen können ideal mit dem iPad dargestellt werden, das Format stimmt, genau wie die Farben und die Bedienung. Zusätzlich wird Apple einen iTunes-ähnlichen iBook Service anbieten, über den weitere Werke erworben werden können.

Da das iPad alle Apps des iPhone benutzen kann werden auch Spiele auf dem iPad funktionieren. Nur besser, größer und schneller. Eine echte Konkurrenz für Nintendo.

Das HD-Display wird angebunden an den iTunes-Store die Möglichkeit bieten sich Filme und Serien auf dem iPad anzusehen. Auch mobiles Surfen wird via 3G-Netz möglich sein, Flash kann aber auch das iPad nicht.

Somit bietet das iPad alles an Hard- und Software, was man in seiner Freizeit braucht. Laut Apple soll die Batterielaufzeit auf 10 Stunden betragen, der Standby sogar mehr als einen Monat.

Der Akku wird auch beim iPad nicht austauschbar sein. Apple füttert seinen Tablet-PC mit einem eigens entwickelten Prozessor, dem A4, dieser besitzt 1 Gigahertz. Das iPad wird in zwei Monaten (nur W-Lan) auf dem amerikanischen Markt eingeführt. 30 Tage später soll die 3G + W-Lan Version folgen.

Dabei wird die 3G Version jeweils 130 Dollar teurer sein als die W-Lan Ausgabe. Es wird drei Speicherstufen geben. Die kleinste wird 16 Gigabyte groß sein (499 Dollar bzw. 629 Dollar) die mittlere 32 Gigabyte (599 Dollar bzw. 729 Dollar) und die größte 64 Gigabyte (699 Dollar bzw. 829 Dollar).



Yahoo muss zehn Prozent Umsatzminus einstecken

Im vergangenen Jahr lag der Umsatz des Internetkonzerns Yahoo bei 6,46 Milliarden US-Dollar, dass sind im Vergleich zehn Prozent weniger als 2008. Das Minus ist größtenteils auf geringere Einnahmen im Bereich der Suchwortvermarktung zurück zu führen.

Dieses Ergebnis entstammt den Zahlen, die Yahoo heute morgen in seinem Bericht für das vierte Quartal 2009 veröffentlich hat. Trotz den Einbußen konnte Yahoo den Gewinn für das Gesamtjahr um 34 Prozent auf 598 Millionen US-Dollar gesteigert werden, nicht zuletzt wird das wohl an dem massiven Sparprogramm und den damit verbundenen Entlassungen zusammenhängen.

Für Yahoo stellte das vierte Quartal einen versöhnlichen Jahresausklang dar. Die Analystenerwartungen wurden übertroffen: Der Umsatz lag zwar knapp vier Prozent unter dem des Vorjahres, aber immerhin zehn Prozent über dem im dritten Quartal 2009. In der Sparte Suchmaschinenmarketing ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent zurück. Im selben Vergleichszeitraum sank der Displayumsatz um einen Prozent auf 503 Millionen US-Dollar.

Carol Bartz dazu:

“Das vierte Quartal zeigte einen soliden Abschluss des Jahres 2009, das für Yahoo von Umstrukturierung geprägt war. Wir sind zufrieden, dass der Mittelwert unserer Prognose zum ersten Mal seit sechs Quartalen ein Quartalswachstum im Jahresvergleich bedeuten würde.“