Archiv für Februar 2010

Facebook dick im Geschäft

Erst vor kurzem wurde Facebook Credits um den Bezahldienst PayPal erweitert. Nun legte das Social Network den eigenen Anteil an den virtuellen Transaktionen offen. So nimmt Facebook 30 Prozent der ausgegebenen Spielgeldwährung ein.

In den vergangenen Monaten haben bei Facebook viele Entwickler (Crowdstar, Playdom, Zynga,…) die Credits integriert. Facebook erhält 30 Prozent des Erlöses der mit der virtuellen Währung eingenommen wird.

„Wir werden stark in das Bezahlsystem investieren und verschiedene Wege erforschen, wie das Programm verbessert werden kann, um Konversion und Erlöse für die Entwickler zu vergrößern.”

Das Programm befindet sich momentan noch in der Closed-Beta (geschlossenen Testphase) und ist somit nur einigen Nutzern zugänglich. Nach der Bekanntgabe einer strategischen Partnerschaft mit PayPal und der momentanen Entwicklungsphase, wird der Dienst in den nächsten Wochen aber immer mehr Nutzern zugänglich gemacht.



Samsung-Projektor: Office ohne PC

Samsung hat zwei neue Präsentationsprojektoren vorgestellt. Sie bieten die Möglichkeit über einen USB-Stick auch ohne Computer Office-Dateien anzuzeigen. Der SP-M205W und der SP-M255W erreichen eine Auflösung von 1.024 x 768 Pixeln.

Neben den genannten Office-Daten (Version 97-2007) können die Projektoren auch PDFs, Textdateien und JPEGs darstellen. Auch Filmformate wie AVI, WMV, MP4 und MPEG, sowie Sounddateien (MP3 und WMA) können problemlos wiedergegeben werden. Dabei sollen die Lampen eine Lebensdauer von 5.000 Stunden im Eco-Modus vorweisen.

Die Projektoren sind mit jeweils einem VGA-, HDMI- und Composite-Anschluss ausgestattet und besitzen einen integrierten Lautsprecher, welcher zusätzliches Equipment überflüssig macht.

Sie sollen erst Ende April 2010 in den Handel kommen, Preise hat Samsung bisher noch keine genannt.



Google integriert neues Feature in seinem Mailing-Dienst

Der sogenannte Forgotten Attachment Detector überprüft die geschriebene Mail auf eventuell vergessene Anhänge. Dies publizierte Google in einem Blog-Eintrag. Die genannte Funktion wird im Labs-Bereich bereits angeboten und kann dort manuell aktiviert werden.

Die hinzugefügten Features stehen ab sofort zu Verfügung, bisher leider nur für die englischsprachige Version von GoogleMail. So wurde zum Beispiel der integrierten Suche eine Funktion zur Autovervollständigung hinzugefügt.

Zusätzlich lassen sich jetzt integrierte YouTube-Videos direkt in der E-Mail ansehen. Lediglich der Link zum Video muss in der Mail enthalten sein. Auch neu ist der oben genannte „Forgotten Attachment Detector“, welcher den Text der Mail überprüft und typische Merkmale wie „I’ve attached…“ (deutsch: Im Anhang angefügt…) analysiert. Daraufhin überprüft das Mailing-Programm, ob auch wirklich eine Datei angehängt wurde und erinnert gegebenenfalls den Absender an die fehlende Datei.

Die Labels von der Nachrichten-Organisation können nun vollkommen frei gewählt werden. Zusätzlich ist es jetzt möglich die Abwesenheitsnotizen auch im Voraus festzulegen.

Neben den hinzugefügten Features wurden auch einige Funktionen entfernt. So entfernte Google die Funktionen Fixed Width Font, Location in Signature, Random Signature, Email Addict und Muzzle.



Kooperation zwischen Yahoo und Twitter

Twitter und Yahoo schließen ab sofort eine weltweite Partnerschaft. Sie beinhaltet die Integration von Twitter-Feeds in einige Yahoo-Angebote wie z.B. Mail. Gleichzeitig ist es möglich den Content von Yahoo über den Twitter-Account zu publizieren.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Einbindung von Twitter-Updates in das Angebot von Yahoo (News, Finanzen und Entertainment). Weiterhin werden ab sofort die Inhalte von Twitter in Echtzeit in der Yahoo-Suche angezeigt. Dies ist ein elementarer Aspekt für die Suchmaschinen-Performance. Die Anteile der Suchen auf Twitter und die Echtzeit-Suche, die bereits in Twitter integriert ist, sind wichtige Ansatzpunkte auf die die Suchmaschinen-Anbieter setzen müssen.

“Lassen Sie mich versuchen, die Tragweite dieser Integration in maximal 140 Zeichen zu beschreiben: Das ist der Schlüssel zum sozialen Online-Universum”, sagt Bryan Lamkin, Senior Vice President Consumer Products Group bei Yahoo.



Top Level Domain .GmbH

Bis 2011 soll die Top Level Domain .GmbH eingeführt werden. Für die Umsetzung wurde ein eigenes Unternehmen gegründet.

Das Unternehmen TLDDOT wurde von InterNetWire Communications (München) und dem TLD-Spezialisten DOTZON (Berlin) gegründet. TLDDOT wird sich in naher Zukunft bei dem internationalen Internet-Verwaltungsorgan ICANN für die oben genannte Endung .GmbH bewerben. Sie wollen ab 2011 Internetadressen wie www.FIRMENNAME.gmbh den Gesellschaftern zur Verfügung gestellt werden.

Der Bedarf für diese Domains sei vorhanden, so das Unternehmen.

„In Deutschland, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz gibt es rund 1,2 Millionen GmbHs, mit steigender Tendenz, auch unterstützt von der neuen GmbH-Gesetzgebung und einer wachsenden Internationalisierung der Unternehmen.“, sagte Andreas Schreiner, Geschäftsführer der TLDDOT.

Momentan haben über 80.000 Firmen nicht ihre Wunschadresse mit den gängigsten TLDs .de und .com erhalten. So sollen besonders diese Firmen angesprochen werden.



Internet muss sein

Es führt kein Weg mehr am Web vorbei, besonders die Unterhaltungselektronik setzt nun vermehrt auf internetfähige Geräte.

Die Frühadopter, die den kleineren Teil der Käuferschaft ausmachen, sind, wenn es um die neusten Geräte und Innovationen geht, immer sofort dabei. Der Großteil der Endverbraucher wartet erst einmal ab, zeigt sich aber nicht abgeneigt gegenüber den neuartigen Fernsehern und Technologien. Das wird aus einer Untersuchung von InStat deutlich. So sollen bereits bis 2013 40 Prozent aller weltweit erworbenen Fernseher internetfähig sein. Weitet man die Kategorien aus wären es dann über 500 Millionen Produkte aus der Unterhaltungselektronik die Internetverbindungen unterstützen. Zudem soll die jährliche Zuwachsrate zwischen 2008 und 2013 starke 64 Prozent betragen.

Somit winken den Herstellern fantastische Umsatzpotenziale. Natürlich bewegt sich die Wachstumsrate in einem so hohen Bereich nur deswegen, weil fast jedes Gerät dem internetfähigen Standard erst angepasst werden muss.

Die Wünsche der Verbraucher bewegen sich dort hin, dass jedes seiner Medien über eine Plattform gesteuert werden soll. So sollen immer mehr einzelne Geräte zusammengefügt werden. Den Experten zufolge lag im Jahr 2009 das Verhältnis von Breitbandanschlüssen der Haushalte zu webfähiger Unterhaltungselektronik bei 5:1. Dieses Verhältnis soll sich bis 2013 quasi ausgleichen und einem Verhältnis von 2:1 gleichstehen. Dieser Internet-Boom eröffnet vielen Unternehmen und Video-Marketern neue Perspektiven im Widget und Applikationen-Bereich.



Second Life als Konferenzraum

Nach dem großen Hype den Second Life in der Internet-Branche verursacht hatte, nutzen Firmen die 3D-Welt für überregionale Meetings, interne Schulungen und Konferenzen.

Als Vorreiter gilt hier der TÜV Nord, bereits seit 2007 wird dort der geschlossene Second-Life-Bereich für interne Schulungen genutzt. Dabei werden laut Unternehmensangaben vier- bis fünfstellige Euro Beträge gespart, da nicht alle Sachverständigen, die über die ganze Welt verteilt ihren Sitzt haben, nach Deutschland geholt werden müssen.

Der  Second Life Betreiber Linden Lab, sieht ebenfalls Potential in der Business-Nutzung. Nach eigenen Angaben nutzen mittlerweile weltweit 1400 Organisationen Second Life für standortübergreifende Meetings, Schulungen und Konferenzen.