Apples neues iPhone 3G

Apple-Chef Steve Jobs hat gestern in Kalifornien das neue iPhone 3G vorgestellt.

iPhone_3G.jpgWebseiten werden mit dem neuen Gerät fast dreimal schneller dargestellt als mit den Vorgängermodellen. Zudem verfügt das neue iPhone über UMTS und Navigationssoftware. Zugunsten des Designs und der Handlichkeit hatte das Unternehmen zuvor auf die Unterstützung von UMTS verzichtete und begnügte sich für den Datenverkehr mit dem langsameren Mobilfunkstandard EDGE, was häufig bemängelt wurde.

Apples iPhone 3G erhält das Display und den Touchscreen des Vorgängers. Das Gehäuse ist etwas dicker, die Rückseite schwarz und die Knöpfe sind aus Metall. Ab dem 11. Juli soll das iPhone 3G zunächst in 22 Ländern, darunter in Europa verfügbar sein, kündigte Jobs an. Das Gerät mit 16 Gigabyte Speicher bringt Apple um rund 100 Dollar günstiger für 299 Dollar auf den Markt als den Vorgänger. Das Acht-Gigabyte-Modell soll es für 199 Dollar geben. Noch in diesem Jahr soll das iPhone 3G in insgesamt 70 Ländern verfügbar sein. Vertriebspartner in Deutschland bleibt weiterhin die Telekom.
Noch in diesem Jahr will Apple die Marke von 10 Millionen verkauften iPhones erreichen. Bis Ende Mai habe Apple bereits sechs Millionen iPhones verkauft, sagte Jobs. Analysten schätzen, dass das Unternehmen sogar auf einen Absatz von 12 oder 14 Millionen Stück kommen wird. Für den Konzern kommt die Vorstellung des zweiten iPhone-Modells zur richtigen Zeit. Denn das Multimedia-Handy, das vor rund einem Jahr mit großem Erfolg in den Handel gestartet war, hatte zuletzt mit sinkenden Verkaufszahlen zu kämpfen, zumindest in den USA.

Jobs erklärte auch Apples neue Strategie der offenen Plattform. Der Konzern hatte in diesem Frühjahr die Software für das iPhone für unternehmensfremde Softwareentwickler geöffnet. Inzwischen seien hunderte neuer Anwendungen von Dritt- Entwicklern verfügbar. In San Francisco stellte Jobs eine Reihe neuer Anwendungen vor, wie etwa einen mobilen Zugang zum Auktionshaus Ebay, verschiedene mobile Spiele sowie “Loop”, eine Social-Network-Plattform, über die man auf einer Karte erkennen kann, wo sich die eigenen Freunde gerade befinden. Die Anwendungen Dritter sollen über Apples Plattform “App Store” für Nutzer zur Verfügung stehen. Entwickler erhalten dabei 70 Prozent des dort gemachten Umsatzes.

via: Welt, Golem, Manager Magazin