Personalisierte Startseiten im Internet gehören zu den Nachfolgern von Web 2.0 und sind vielversprechende Projekte für kleine Unternehmen die sich trauen gegen die bisherigen Marktführer, wie Google, Yahoo, AOL und Microsoft anzutreten.
Ehrgeizige Start-Ups wie Pageflakes, Netvibes, und Protopages finden sich zahlreich auf dem Markt. Die Dienstleister bieten Startseiten viel besuchter Adressen an, die Nutzer an ihre persönlichen Bedürfnisse anpassen können. Dazu gehören lokale Wettervorhersagen, Zugauskunft, Horoskope oder Nachrichten, die sich mit wenigen Klicks auf der Seite zusammenstellen lassen. Dabei gilt; Je persönlicher der Nutzer die Seite gestalten kann, desto länger braucht es bis er zu anderen Angeboten weiterklickt.
Google nutze auch die Integration seiner Anzeigekunden in dieses Programm, welche auf diesem Wege eine Menge Details über die Vorlieben des jeweiligen Nutzers erhalten und ein sehr genaues Profil erstellen können. Die Giganten lieferten den Nutzern aber bisher sehr geringe Gestaltungsmöglichkeiten, eine Lücke die Neueinsteiger zu nutzen versuchen. Sie erweitern ihr Angebot um die Einbindung von sozialen und beruflichen Netzen, Blog-Funktionen und vor allem Videobeiträge.
Pageflakes ist einer diese Neueinsteiger, der sich mittlerweile mit Erfolg in der Branche bewehrt hat. Pageflakes-Seiten können die User publizieren und so allen Internet-Nutzern zugänglich machen. Das Angebot bleibt kostenlos, ausreichend Nutzer sollen durch Beiträge des Fernsehsenders CNN und der Nachrichtenagentur Reuters auf die Seiten gelockt werden. Klicks auf die Meldungen, und damit eine Weiterleitung auf die Pages der Contentlieferanten verschaffen Pageflakes Erfolgsprämien.
Das Unternehmen wurde 2006 in Deutschland gegründet und bekam seine notwendige Finanzspritze von Benchmark Capital. Mittlerweile befindet sich der Firmensitz in San Francisco, wo 11 der insgesamt 25 Mitarbeiter das Unternehmen steuern. Der größte Teil der Entwickler sitzt in Malaysia. Vor kurzem erst konnte Pageflakes Dan Cohen für sich gewinnen, der für das personalisierte Web-Seiten-Angebot zunächst bei Google dann bei Yahoo verantwortlich war und die Strategien beider Unternehmen in diesem Bereich kennt. Bisher nutzen rund 130 000 Nutzer das persönliche Web-Seiten-Angebot und ein weiterer Erfolg scheint voraussehbar.
via: WiWo
Tags: Content-Management, Digital Life, service-orientierte-Architektur, Start-Ups, Web 2.0.
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