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Alte Preisangaben können Teuer werden

Die Angaben der Preissuchmaschinen müssen stets aktuell sein, ansonsten kann die falsche Angabe zur Anklage führen. Ab sofort können Online-Händler, die über Preissuchmaschinen verkaufen, wegen Irreführung belangt werden, wenn eine Preiserhöhung verspätet in der Preissuchmaschine angezeigt wird.

Bereits vor 4 Jahren hatte eine Kaufinteressentin für eine Espressomaschine 587 Euro statt 550 Euro bezahlt, weil sie über eine Preissuchmaschine einen veralteten Preis anzeigt bekommen hat. Das günstigere Angebot war bis dato das günstige der 50 Mitbewerber und somit besonders attraktiv für den Käufer. Die Kundin kaufte diese, ohne zu wissen, dass der Preis satte 37 Euro teurer war und mit diesem Preis nur noch im Mittelfeld der Angebote lag. Zwar hatte der zuständige Händler die Preisänderung rechtzeitig mitgeteilt, die Preissuchmaschine jedoch reagierte nicht und lies die alten Preis veröffentlich. Die Kundin fühlte sich betrogen und reichte Klage ein. Nach einer ersten Abweisung der Klage wurde der Anbieter vom Landgericht Berlin antragsgemäß verurteilt, der Beklagte zog in Revision vor den Bundesgerichtshof.

Der Bundesgerichtshof jedoch bestätigte das Berliner Urteil und stellte darüber hinaus verstärkte Anforderungen an die Preissuchmaschinen-Betreiber sowie die anbietenden Händler. Der im Normalfall durchschnittlich informierte Kunde erwarte absolute Aktualität der Angaben und ein kurzer Hinweis wie „Alle Angaben ohne Gewähr“ reiche nicht aus, um die Abweichung zu rechtfertigen. So fordert der Gerichtshof nun, dass es zumutbar sei die Preise erst dann zu ändern, wenn sie bereits in den Preissuchmaschinen ausgeschrieben werden. Alles andere sei unberechtigte Vorteilsnahme durch falsche Plätze im Gesamtranking.



Frauen dominieren den eCommerce

Im europäischen eCommerce steht die Dominanz der Männer auf wackligen Beinen, auch wenn davon zunächst nur der Online-Warenhandel betroffen ist.

Der „eRetail-Report 2009“ der Deutschen Card Services zeigt, sind 61,9 Prozent aller Transaktionen im europäischen Online-Warenhandel Frauen zuzurechnen. Das Ergebnis überrascht, denn im Jahre 2007 waren es gerade einmal 44 Prozent der Einkäufe die auf das Konto der weiblichen Bevölkerung gingen. Erst recht überraschend, wenn man davon ausgeht, dass die Rolle der Männer im gesamten eCommerce immer noch deutlich ausgeprägter ist als die der Frau. Es stellte sich außerdem heraus, dass das weibliche Geschlecht sich beim Einkauf von Reisen oder Dienstleistungen via Internet deutlich zurückhaltender zeigt, als bei der Bestellung von Waren.

Der Report kommt außerdem zu dem Ergebnis, dass die aktivsten User nicht, wie sicherlich erwartet, in den großen Metropolen, sondern eher außerhalb der großen Ballungsräume beheimatet sind. Weiter ließ sich feststellen, dass der Einkauf über das Internet keine Ausnahme mehr ist, sondern die Regel bildet und zum Alltag gehört. Wollen Händler davon profitieren, sollten sie keine unnötigen Risiken eingehen, sondern lieber auf Beratung, Expertise und die technischen Möglichkeiten von erfahrenen Partnern vertrauen.



Brands4friends versucht sich auf dem englischen Markt

Bands4friends steigt bei SecretSales.com ein und erhofft sich damit eine Top Position im englischen Markt.

Gründer und CEO von brands4friends Christian Heitmeyer dazu:

“Mit dem Eintritt in einen der größten und vor allem relevantesten E-Commerce-Märkte in Europa und der signifikanten Beteiligung an SecretSales.com erwarten wir ein deutliches Wachstum. Von der Expansion profitieren vor allem unsere Herstellerpartner: Das hohe Steigerungspotenzial der Absatzvolumina, die Markenbekanntheit und das Image werden zum Beispiel durch Cross-Sourcing beschleunigt. Gleichsam profitieren unsere Kunden: Sie erhalten Zugang zu noch mehr internationalen Top-Marken durch die geplante Portfolio-Erweiterung.”

Über die Höhe der Investition wurde bisher nichts bekannt gegeben. Brands4friends-Sprecherin Claudia Gellrich lies nur verlauten, dass diese „signifikant“ gewesen sei. Mit Olivier Schuepbach und Christian Heitmeyer sind nunmehr zwei Vertreter des Shoppingclubs im Aufsichtsrat von SecretSales.com vertreten.



Nutzlosigkeit der Produktempfehlungen

Web-Shops sind gefüllt mit Produktinformationen und -empfehlungen. Leider können diese Hinweise, die von Kunden verfasst werden, meist purer Nonsens sein.

Laut einer Studie von ChoiceStream verschlechterte sich die Qualität der Produktempfehlungen bei den Onlinehändlern 2009 stark zum Vorjahr. So fielen besonders Unterschiede zwischen den Kategorien der Güter auf. Während im Unterhaltungs- und Musikbereich weitestgehend positive Bewertungen verfasst wurden, beschwerten sich viele bei Bürobedarf und Spielzeug. Laut den Kunden seien die Produkthinweise teilweise völlig sinnfrei und ohne Bezug zur gesuchten Ware gewesen. Bei Musik jedoch bestünde eine 48 prozentige Wahrscheinlichkeit, dass die Links als hervorragend beurteilt werden.

In der Umfrage missbilligten 59 Prozent aller Käufer im eCommerce die schlechten Empfehlungen, während es im Jahr 2008 noch 14 Prozent (45 Prozent) weniger gewesen waren. Im Gesamtüberblick aller Warengruppen, sagten immerhin 17 Prozent der Kunden, dass die Kaufhinweise ihre Präferenzen förderte.

„Es ist unerfreulich, aber nicht überraschend, dass so viele Nutzer sich über schlechte Produktempfehlungen beschweren. Sie erwarten von Jahr zu Jahr mehr von diesen automatisieren Anzeigen und glauben, dass diese immer akkurater werden müssen. Die Enttäuschung über die nur schleppend vorangehenden Verbesserungen sei deutlich zu spüren.“, meint Lori Trahan von ChoiceStream.

Die erhöhte Nachfrage nach den genannten Dienstleistungen, die das Einkaufen im Internet erleichtern, spüle immer wieder Provider auf den Markt deren Expertise und Datenanalyseverfahren durch mangelnde Erfahrung teils negative Auswirkung auf die Qualität.



Mobile Webseiten zu langsam

In Zeiten des mobilen Internets dürfte so etwas eigentlich nicht mehr passieren, aber die Ladezeiten für das mobile Internet sind zu groß. Oftmals müssen sich die Nutzer oft noch in Geduld üben.

Die maximal hinnehmbare Wartezeit der Nutzer weicht deutlich von denen der Realität ab. Anwender, besonders während sie Unterwegs sind, möchten einen schnellen Zugriff auf die Informationen im Internet. Leider verhindert die mangelnde Anpassung der Internetseiten diesen schnellen Service. Die Betreiber dieser Seiten müssten noch viele Verbesserungen einbringen und viele Mängel beseitigen.

Die schnellste Seite in der Studie brauchte 8,3 Sekunden um vollständig geladen zu werden. Die Akzeptanz der Nutzer liegt bei stationären Anschlüssen bei gerade einmal zwei Sekunden. Hier weißt sogar die schnellste der getesteten Seiten große Mängel vor und kommt nicht einmal ansatzweiße in die Nähe der zwei Sekunden. Allgemeine Suchanfragen können hingegen in 4,5 bzw. 5,7 Sekunden geladen werden, jedoch kann hier der Vergleich mit dem heimischen Netz auch nicht gewonnen werden. Die Anwender fordern 99,5 Prozent Verfügbarkeit einer Seite, während der Untersuchung lag die beste Seite bei 97,6 Prozent, jedoch erreichten viele Anbieter nicht einmal 90 Prozent. Besonders Online-Händler wird geraten, überflüssigen Content von den mobilen Seiten zu streichen um die Abrufzeit zu verringern und so dem Kunden die notwendigen Informationen schneller zur Verfügung zu stellen.



Wachsende Nutzerraten bei mobiler Ticketbestellung

Das Handy wird immer mehr zum Kauf-Medium. Die Zahl der Einkäufe über das mobile Medium wächst stetig weiter.

Bequemlichkeit spielt den Konzertveranstaltern, größeren Sportvereinen und auch Kinoketten in die Karten, so nutzen immer mehr Leute die Möglichkeit von Unterwegs mit ihrem Handy Tickets zu bestellen. Laut Juniper Research wird dies auch weiterhin so bleiben, denn während man für dieses Jahr rund zwei Milliarden verkaufte Event-Karten erwartet, sollen es 2014 bereits 15 Milliarden sein. Dabei würden die Unterhaltungs- und Transportindustrie am meisten profitieren.

Diese Dienstleistung entwickelt sich im Transportsektor am schnellsten, dort werden SMS, Barcodes und auch Smartphone-Apps am stärksten eingesetzt. Gefördert werden diese Entwicklungen durch nachweislich großes Umsatzsteigerungspotenzial und Kosteneinsparungen in der Auftragsannahme und –abwicklung. Trotz der gigantischen Zahl von 15 Milliarden mobil verkauften Tickets, zeigt dies nur einen geringen Anteil der weltweit verkauften Tickets.



App-Store von Amazon für Kindle angekündigt

Amazon fordert Entwickler dazu auf, Inhalte und Anwendungen für das digitale Lesegerät Kindle zu entwickeln und hochzuladen. Der Onlinehändler möchte noch im Laufe des Jahres den Kindle Store Online schalten.

„Wir haben in den vergangen zwei Jahren von vielen Softwareprogrammieren gehört, dass sie gerne für den Kindle entwickeln würden. Wir lassen uns gerne von den Ideen überraschen.“, sagt Kindle-Vizepräsident Ian Freed.

Es seien Spiele und diverse Tools wie zum Beispiel eine Restaurantbewertung geplant und ab Februar könnten die teilnehmenden Entwickler sich den Kindle Development Kit herunterladen. Dieses enthält einen Beispielcode, Dokumentationen und ein Simulationsprogramm, auf dem die Entwickler die entwickelte Software auf verschiedenen Modellen des Lesegeräts testen können.

Grund für den Wunsch der Store-Umsetzung könnte die wachsende Nachfrage sein, am 25. Dezember hatte Amazon.com erstmals mehr digitale Texte verkauft als gedruckte Bücher.