Alle Artikel der Kategorie 'iTV'

Diese Kategorie abonnieren

Internet muss sein

Es führt kein Weg mehr am Web vorbei, besonders die Unterhaltungselektronik setzt nun vermehrt auf internetfähige Geräte.

Die Frühadopter, die den kleineren Teil der Käuferschaft ausmachen, sind, wenn es um die neusten Geräte und Innovationen geht, immer sofort dabei. Der Großteil der Endverbraucher wartet erst einmal ab, zeigt sich aber nicht abgeneigt gegenüber den neuartigen Fernsehern und Technologien. Das wird aus einer Untersuchung von InStat deutlich. So sollen bereits bis 2013 40 Prozent aller weltweit erworbenen Fernseher internetfähig sein. Weitet man die Kategorien aus wären es dann über 500 Millionen Produkte aus der Unterhaltungselektronik die Internetverbindungen unterstützen. Zudem soll die jährliche Zuwachsrate zwischen 2008 und 2013 starke 64 Prozent betragen.

Somit winken den Herstellern fantastische Umsatzpotenziale. Natürlich bewegt sich die Wachstumsrate in einem so hohen Bereich nur deswegen, weil fast jedes Gerät dem internetfähigen Standard erst angepasst werden muss.

Die Wünsche der Verbraucher bewegen sich dort hin, dass jedes seiner Medien über eine Plattform gesteuert werden soll. So sollen immer mehr einzelne Geräte zusammengefügt werden. Den Experten zufolge lag im Jahr 2009 das Verhältnis von Breitbandanschlüssen der Haushalte zu webfähiger Unterhaltungselektronik bei 5:1. Dieses Verhältnis soll sich bis 2013 quasi ausgleichen und einem Verhältnis von 2:1 gleichstehen. Dieser Internet-Boom eröffnet vielen Unternehmen und Video-Marketern neue Perspektiven im Widget und Applikationen-Bereich.



Veoh meldet Bankrott an

Die im Jahre 2005 gestartete Videoseite Veoh streicht die Segel. Das Unternehmen hatte statt auf kurze Clips, wie bspw. bei YouTube, auf Filme in hoher Auflösung gesetzt. Trotzdem musste Veoh jetzt Bankrott anmelden.

Veoh-Gründer Dmitry Shapiro macht das makroökönomische Wirtschaftsklima in Kombination mit rechtlichen Auseinandersetzungen für das Scheitern seines Unternehmens verantwortlich. Veoh musste nach Chapter 7 Bankrott anmelden.

Verschiende Investoren hatten insgesamt rund 70 Millionen US-Dollar in Veoh investiert. Auch der ehemalige Disney-Chef Michael Eisner hatte sich an den Investitionen für die Videosite beteiligt. Vehement hatte Veoh sich versucht gegen das Video-Schlachtschiff Youtube, mittels hochwertiger Filme, durchzusetzen und erreichte zwischenzeitlich bis zu 28 Millionen Nutzer.

Zwar Gewann Veoh eine Auseinandersetzung vor Gericht gegen Universal Music, allerdings lenkten die Streitigkeiten vom eigentlichen Geschäft ab.



Live-Konzerte demnächst bei Youtube?

Googles Videoplattform Youtube plant in Zukunft Live-Konzerte im Internet anzubieten, jedoch nur gegen Bezahlung.

„Live-Streams von Konzerten könnten sehr geeignet sein für ein Pay-per-View-Modell“, so Youtube-Manager Patrick Walker.

Die bisherigen Angebote, die durch Werbung finanziert wurden, wie die Konzerte von U2 und Alicia Keys in diesem Jahr seien positiv ausgefallen. In dieser Woche startet Youtube in den USA, wie von uns berichtet, einen Versuch mit einem kostenpflichtigen Online-Video-Verleih.

„Wir werden auch künftig vor allem ein werbefinanziertes Portal sein, aber Bezahlinhalte können in manchen Segmenten sinnvoll sein“, sagte Walker weiter.

Momentan würden täglich weltweit über eine Milliarde Videos über Youtube angeschaut.
Ein Siebtel dieser Videos war mit Werbung versehen und so flossen Werbegelder an Youtube und die Rechteinhaber der Videos.

Die deutsche Musikverwertungsgesellschaft GEMA ist damit jedoch nicht befriedigt und fordert zusätzliches Geld. Der vor fast einem Jahr ausgelaufene Vertrag zwischen GEMA und dem Videoportal wurde bis heute nicht verlängert.

„Wir arbeiten hart daran, eine Lösung zu finden, aber die Dinge sind komplex. Wir brauchen einen willigen Partner, um Wachstum zu erzielen und nicht einen, der uns mit kostspieligen Lizenzen behindert (…) In den Niederlanden und in Großbritannien konnten wir uns mit den Verwertungsgesellschaften einigen.“, so Walker.

Der Hauptstreitpunkt sei das Geld: Die GEMA, die zuständig dafür ist die Nutzungsgebühren für die Komponisten und Verlage einzufordern, wollte pro geschautem Musikvideo auf Youtube einen Cent. Dies war für das Videoportal zu viel und so kamen die zwei Parteien bis jetzt auf keinen gemeinsamen Nenner.

Trotz der Differenzen zwischen GEMA und Youtube bieten viele Plattenlabels ihre Videos weiterhin auf Youtube an.

„Die meisten Labels haben kein Problem mit uns. Viele Künstler haben eigene Youtube-Seiten, nicht nur um Videos zu zeigen, sondern auch um Promotion zu machen, T-Shirts und Konzerttickets zu verkaufen (…) So bringen wir den Plattenfirmen eine Menge Umsatz – auch außerhalb von Online.“ äußerte sich Walker.



Gute Prognose für Video-Werbung

Neben den erwarteten Booms von Online-Videos und Video-on-Demand (VoD), sollten Marketer auch auf einen erneuten Anschub für Video-Werbung einstellen. Die Experten rechnen mit einem enormen Wachstum.

In einem aktuellen Report, wollen das die Experten von In-Stat herausgefunden haben. Bis 2013 soll das „Advanced Video Advertising“, bei dem Werbung in Musik-Videos, Filme, Fernsehshows und andere Inhalte eingebunden wird, einen Umsatz von etwa 5 Milliarden US-Dollar erreichen. Damit werden Marketern völlig neue Chancen eröffnet, die man vorher nur aus dem TV kannte.

Gerry Kaufhold von In-Stat erklärt, dass Video-Werbung bisher verstärkt in der Online-VoD-Industrie vertreten war. Allerdings befindet sich auch das Pay-Tv auf dem Vormarsch und wird bis 2012 das Breitband-VoD übertrumpft haben. Hier ist außerdem wegen der höheren Qualität auch mit höheren Werbepreisen zu rechnen. Gleichzeitig erfreuen sich auch weiterhin Video-Portale wie YouTube oder Hulu größter Beliebtheit, hier ist nicht nur die Nachfrage nach wie vor ungebrochen, die User verbringen dort euch deutlich mehr Zeit als zuvor. Da die Zielgruppe also stetig wächst, ist es nicht nur sinnvoll, Inhalte bereit zu stellen, sondern auch Werbung zu schalten.



Apps überall - Samsung plant App-Store für TV

app-store website samsung

app-store website samsung

Der App-Trend setzt sich jetzt auch im TV-Sektor fort und wird das Fernseh-Geschäfts revolutionieren. Aktuelle Trends dazu sind auf der diesjährigen Elektronikmesse http://www.cesweb.org/ zu sehen.

Samsung hat  einen Shop für HDTV-Anwendungen angekündigt. Auf http://tv.samsungapps.com/ werden dort jedoch erst ab Juli 2010 die ersten TV-Apps angeboten. Die Anwendungen decken nach Ausagen des Unternehmens  die Bereiche Video, Information, Spiele, Lifestyle und Sport ab und sollen auf HD-Fernsehgeräten, Blue-ray-Playern und Heimkinosystemen laufen.

Zu den Partnern gehören derzeit Accedo, AccuWeather.com, Associated Press, Blockbuster, Fashion TV, Netflix, Picasa,Pandora, Rovi, Travel Channel, Twitter, USA Today und Vudu, wie mashable berichtet. Wir sind gespannt welche weiteren Firmen dem App-Trend und den möglichen Monetarisierungsoptionen folgen werden.



Paid Content wird kommen

Youtube möchte die Premiumvideo-Sektion weiter ausbauen und weitere Finanzierungsmöglichkeiten einbauen, so Googles Vice President Davin Eun.

Zurzeit werden verschiedene Paid-Content-Modelle getestet, man wüsste jedoch noch nicht wann man das Bezahlangebot anbieten würde und welches Modell sich durchsetzen wird. Sicher ist jedoch das Googles Onlinewerbevermarkter Doubleclick eine wichtige Rolle spielen wird.

In den USA wurden bereits Verträge mit Film- und Musikproduzenten abgeschlossen um Filme und Songs diverser Anbieter online anbieten zu können. So könnte es möglich sein das in Zukunft ganze Filme und Serien auf Youtube angeboten werden.



IPTV-Nutzung steigt

Im vergangenen Jahr ist die Nutzung von IPTV-Angeboten deutlich gewachsen, die Tendenz zeigt weiterhin bergauf.

Goetzpartners, hat in einer Erhebung rausgefunden, dass die Nutzung von IPTV-Angeboten im letzten Jahr um rund 150 Prozent gewachsen ist. Im Zuge der Untersuchung wurden Deutsche zwischen 14 und 69 Jahren zu Nutzungsverhalten, Wünschen, Vorstellung und ihrer Zahlungsbereitschaft in Sachen Web-TV befragt. 73 Prozent der Befragten, dass entspricht 45 Prozent mehr als im Vorjahr, sehen im IPTV die neue Art des Fernsehens. Davon geben 67 Prozent an, in eher unregelmäßigen Abständen auf die Angebote zurück zu greifen.

Besonders gefragt sind derzeit Video-on.demand-Angebote, die von 34 Prozent der Konsumenten genutzt werden. In diesem Bereich ist somit ein Jahreswachstum von 111 Prozent zu verzeichnen. Insbesondere der Zuwachs für die Nutzung von IPTV-Angeboten innerhalb geschlossener Netzwerke, fällt besonders hoch aus. Dieser Bereich konnte im Zeitraum zwischen der Umfrage 2008 und 2009 um 467 Prozent wachsen und kann außerdem viele regelmäßige Nutzer vorzeigen (4,5 Prozent).