Gut die Hälfte der deutschen Unternehmen setzen Webanalyse ein, der Anteil der Unternehmen die sich einen guten Überblick verschaffen ist hingegen recht groß.
Wie stehen deutsche Firmen im Ländervergleich da, wenn es um den routinierten Einsatz von Webanalyse geht? WebTrends, weltweit tätiger Anbieter für Webanalyse- und Online Marketing-Lösungen gibt erste Ergebnisse seiner neuen internationalen Online Marketing-Studie ‘Analysis V Action’ bekannt. Die vom Marktforschungsinstitut Loudhouse Research durchgeführte Studie beleuchtet, ob und wie Unternehmen Webanalyse-Tools heute einsetzen und wie sie die Einblicke aus diesen Lösungen in geschäftsfördernde Maßnahmen umsetzen. Bislang setzen zwar nur 56 Prozent der deutschen Unternehmen Webanalyse regelmäßig ein, während der internationale Durchschnitt bei 63 Prozent liegt. Aber von diesen Firmen geben 64 Prozent an, dass die Auswertung der durch die Analyse gewonnenen Daten entscheidend sei, um fundierte und geschäftsfördernde Entscheidungen zu treffen. Mit dieser Einschätzung steht Deutschland neben Großbritannien an zweiter Stelle der aktuellen Befragung.
Geht es darum, die Webanalyse-Erkenntnisse zur Unternehmensoptimierung einzusetzen, dann liegen die deutschen Unternehmen ebenfalls vorne: Insgesamt 62 Prozent geben an, dass solche Informationen in ihrem Unternehmen effektiv bis sehr effektiv verarbeitet und zu Verbesserungen eingesetzt werden. Auch bezüglich der Nutzung von Webanalysedaten für Onlinemarketing-Zwecke steht Deutschland gut da: Am häufigsten werden Informationen zum Internet Traffic herangezogen (76 Prozent) , um die Effektivität der Website nachzuweisen. Der Durchschnitt für alle an der Studie beteiligten Länder liegt bei 79 Prozent.
Je nach ihrer Erfahrung und Effektivität in der Auswertung von Webanalysedaten fasst die WebTrends-Studie die befragten Unternehmen zu vier Gruppen zusammen:
- ‘Adler’ - Unternehmen, die Webanalyse-Tools routiniert einsetzen und damit auch ihre Prozesse verbessern
- Spechte’ - setzen mit die Analysewerkzeuge produktiv ein, haben aber noch Potenziale für weitere lohnende Geschäftsaktivitäten
- ‘Tauben’ - Firmen, die die Tools für einfache Marketingmaßnahmen einsetzen
- ‘Strauße’ - wie der Vogel Strauß handeln die Unternehmen, die Webanalyse gar nicht kennen oder nutzen
Die Mehrzahl der deutschen Unternehmen findet sich dabei bei den so genannten ‘Adlern’ wieder. Diese haben alle gemeinsam, dass sie einen guten Einblick in Webseitenbesuche haben und besonders effektiv in der Nutzung dieser Information für die Verbesserung ihrer Geschäftsstrategie sind. In Deutschland gehören 36 Prozent diesem Webanalyse-Typus an, der Anteil im gesamteuropäischen Vergleich macht lediglich 33 Prozent aus. Auf der anderen Seite gehören 26 Prozent der deutschen Umfrageteilnehmer zur Gruppe der ‘Tauben’. Diese Gruppe agiert in recht einfachen Marketingumgebungen, hat bislang noch nicht viel in Analysetools investiert und trifft Entscheidungen aufgrund von wenigen oder qualitativ-schlechten Informationen. Dieses Ergebnis deckt sich mit der noch geringen Verbreitung von Webanalyse-Tools in Deutschland überhaupt. Hier laufen Großbritannien und Australien der Bundesrepublik klar den Rang ab. Aber deutlich wird auch, dass wenn ein Tool im Einsatz ist, deutsche Unternehmen in der Lage sind, das Optimum aus ihren Online-Daten und dem E-Commerce-Kanal herauszuholen. (tk)
via: iBusiness
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