eCommerce-Wachstum weiter auf der Überholspur
Traditionell wird in Deutschland auf die Exportwirtschaft als Wachstumsbeschleuniger gesetzt. Dich mittlerweile spielt die Republik auch im Internethandel eine tragende Rolle.
Allein in 2008 konnte Deutschland im B2C-Bereich rund 75 Milliarden Euro durch den Online-Handel umsetzen. Das entspricht ganzen zehn Prozent Marktanteil am weltweiten elektronischen Privatkundenhandel. Diese Zahlen stammen aus einer Erhebung von TNS Infratest. Aus dieser geht außerdem hervor, dass für das Jahr 2010 für Deutschland mit einem eCommerce-Umsatz von 150 Milliarden Euro zu rechnen ist. In 2008 kauften 53 Prozent aller Deutschen mindestens eine Ware über das Internet. Im globalen Maßstab liegt Deutschland somit gleichauf mit Schweden auf Platz sechs.
Überraschender Weise, kommen die meisten Bestellungen über das Internet aus Norwegen und nicht etwa aus China, Japan oder den USA. Im Geschlechtervergleich, zückten 43 Prozent der deutschen Frauen die Geldbörse und 65 Prozent bei den Männern. Zurückzuführen ist dies wohl auf den deutlich erhöhten Reiz für elektronische Gerätschaften. In der jungen Zielgruppe (14 bis 29 Jahre) kauften 76 Prozent online ein – allerdings stieg hier die Zahl der Kunden nur gering bis gar nicht. In der Gruppe der 30- bis 39 jährigen konnte ein Zuwachs von 69 auf 77 Prozent verzeichnet werden. Auch bei den Best Agers über 60 hielt sich das Wachstum in Grenzen, hier stieg der Anteil von 15 auf 19 Prozent. Laut TNS Infratest sind die größten Hoffnungen des eCommerce herunterladbare Musik und Datendienste. Die Experten vermuten aber außerdem, dass die gesamte Entwicklung des Absatzkanals Internet von der tatsächlichen bzw. empfundenen Sicherheit des Internets abhängt.