Fernsehen 2.0 – Was geschieht mit den “Zuschauern”?

Bei den Mainzer Tagen der Fernsehkritik trafen sich Experten der Branche um unter anderem darüber zu diskutieren ob der Zuschauer noch als passiver Teilnehmer wahrgenommen werden kann und was die Zukunft dem Fernsehen verheißt.

Viele Meinungen richten sich vor allem dahin gehend, das Fernsehprogramm für die Nutzer interaktiver zu gestalten und eng mit dem Internet zu verknüpfen. So wird der klassische Zuschauer von einem aktiven Medien-Nutzer abgelöst – und das Internet wird immer wichtiger.

Junge Leute würden sich den Content auf anderen Plattformen holen. So schauten sie einen Film zwar möglicherweise noch auf dem großen TV-Schirm im Wohnzimmer an – aber der Film komme vom an den Fernseher angeschlossenen Laptop, mit dem er vorher aus dem Internet heruntergeladen worden sei. Wichtig sei es den Zuschauer als Partner zu begreifen. Man müsse ihn “nicht einfach nur ans Lagerfeuer einladen, sondern als Mitproduzenten” ansehen.

Christiane zu Salm Geschäftsführerin bei MTV ist sogar der Meinung:

“In fünf bis sieben Jahren wird Internet Fernsehen als Leitmedium abgelöst haben.”

Andere Meinungsvertreter sehen das klassische Fernsehen vor allem im Hinblick auf Filme oder auf Nachrichtensendungen bei weltbewegenden Ereignissen als sehr beständig an, und sind der Meinung, dass das Fernsehen Primärmedium bleiben werde, das Internet nur Zusatz-Informationen und Materialien bieten werde.

Wenn das Internet auch viel Bedeutung gewonnen habe, heiße das nicht, dass im Umkehrschluss das Fernsehen seine verliere. Dem Seherlebnis im Fernsehen komme das Internet nicht bei. Insgesamt eröffnet sich auf dieser ebene eine interessante Diskussion, die es lohnt sie weiter zu verfolgen und abzuwarten was auf die heutigen TV-Zuschauer zukünftig zukommt.

via: Heute