Google Chrome in Version 3 verfügbar
Bereits ein Jahr nachdem Googles Chrome erstmals erschienen ist, hat der Internetgigant Version 3.0 fertig gestellt.
Schon die erste Betaversion von Google Chrome war damals schnell, vor allem in Bezug auf die verwendete Javascript-Engine V8. Seitdem haben andere Browser deutlich aufgeholt, aber auch Chrome legt weiter zu: In Googles eigenem V8-Benchmark erzielt Chrome 3 fast 2,5-mal so viele Punkte wie noch die erste Beta und ist rund 25 Prozent schneller als Chrome 2.
Werden mehrere Websites parallel geöffnet, so soll Chrome nun bei der Priorisierung von HTTP-Anfragen intelligenter vorgehen. Auch DNS-Caching, effizientere DOM-Bindings und die Verwendung von V8 zur automatischen Proxy-Konfiguration können für mehr Geschwindigkeit sorgen.
Chrome 3 bringt eine neu gestaltete Seite für neue Tabs mit. Die Thumbnails der meistbesuchten Websites lassen sich nun neu anordnen und einzelne auch gezielt festnageln. Zudem lassen sich Teile verstecken oder die Seite in eine reine Listendarstellung umwandeln. Neu eingeführt wurde auch eine Liste mit Tipps.
Verbessert hat Google auch seine Omnibox, in die URLs und Suchanfragen eingegeben werden: Dazu hat Google die Darstellung der Ergebnisse schon beim Tippen verändert und mit Icons versehen, damit Nutzer zwischen Vorschlägen der Google-Suche, Bookmarks und Seiten aus der Browserhistory unterscheiden können.
Zudem unterstützt Chrome 3 einige weitere Teile aus HTML 5, allen voran das Audio- und Videotag, mit dem sich Videos direkt im Browser ohne Plug-ins abspielen lassen. Google unterstützt dabei sowohl den Videocodec Ogg Theora als auch H.264.
Auch äußerlich wartet Chrome 3 mit Veränderungen auf. Wie diese aussehen, entscheiden die Nutzer, denn Chrome lässt sich nun mit Themes anpassen.
Chrome 3 steht in der stabilen Version weiterhin nur für Windows zu Verfügung und kann unter google.com/chrome heruntergeladen werden. Die Varianten für Linux und MacOS X sind noch nicht als stabil gekennzeichnet und ihnen fehlen zum Teil noch einige Funktionen und Stabilität.
Mitte August 2009 erschien bereits eine erste Vorabversion von Chrome 4. Sie bringt einen Synchronisierungsdienst, der Bookmarks über mehrere Browser und Geräte abgleicht. Künftig sollen auch andere Daten abgeglichen werden, beispielsweise besuchte Webseiten und die Browserhistory. (ji)
via: Golem