Google: Neue Chrome-Version

Google hat bereits nach der Veröffentlichung der ersten Chrome-Beta viele Kleinigkeiten an seinem Browser verbessert. In der aktuellen Testversion gibt es allerdings auch funktionale Änderungen.

ScreenShot586.bmpSeit Mitte September 2008 bietet Google Entwicklerversionen des Browsers Chrome über den sogenannten Dev-Channel an. Die erste so veröffentlichte Entwicklerversion war die 0.2.152.1, mittlerweile ist Chrome bei der Version 0.3.154.3, die zumindest eine größere Änderung mitbringt.

Google hat Chromes Verhalten beim Herunterladen von ausführbaren Dateien, beispielsweise .exe-, .dll- und .bat-Dateien, geändert. Diese werden in der neuen Version in Dateien gespeichert, die nach dem Muster unconfirmed_*.download benannt sind. Erst wenn der Nutzer einen solchen Download akzeptiert und abspeichert, wird diese Datei unter ihrem realen Namen gespeichert. Nicht bestätigte Downloads werden beim Schließen des Browsers gelöscht.

Neben kleineren Änderungen am Nutzerinterface hat Google vor allem Probleme mit Plug-ins und dem Abspielen von Videos beseitigt, denn diese stoppten mitunter nach einer Sekunde. Zudem können Plug-ins nun Formulare verschicken, was beispielsweise für den Adobe Reader relevant ist. Zudem soll der Windows Media Player nun besser funktionieren, auch auf bloomberg.com. Plug-ins werden darüber hinaus nun mit normaler Priorität ausgeführt, so dass sie den Browser nicht lahmlegen können.

Werden auf einer Seite in mehreren Plug-ins Videos abgespielt, soll Chrome seit der Version 0.3.154.0 schneller scrollen. Auch ein Fehler im Zusammenspiel mit Adobe Flash wurde behoben. Dieser konnte den Browser bei 100 Prozent CPU-Last komplett lahmlegen.

Bereits in früheren Versionen wurde eine neue HTTP-Netzwerkschicht eingeführt, die in einer der nächsten Entwicklerversionen in der Standardeinstellung aktiviert werden soll. Derzeit muss sie beim Start von der Kommandozeile mit entsprechenden Flags aktiviert werden: Die Option –new-http aktiviert beispielsweise die neue Netzwerkschicht, mit –magic_browzR wird der neue Window-Manager aktiviert, der auch mit geteilten Desktops, die sich über mehrere Monitore erstrecken, umgehen kann.

via: Golem