Googlen hinter dem Steuer
BMW will künftig seine Kunde unterwegs mit sämtlichen Informationen aus dem World Wide Web versorgen.
Der Automobilbauer hat dazu sein sogenanntes “Connected-Drive” erweitert, mit dem er Informations-, Kommunikations- und Assistenzsysteme im Auto vernetzt und schon heute ausgewählte Internetdienste anbietet. Auf der Cebit stellte der Hersteller nun einen ersten seriennahen Prototypen der Webtechnik vor. BMW will das Internetangebot noch im Laufe des Jahres als Sonderausstattung in Verbindung mit einer unbegrenzten Datenflatrate vermarkten.
Die Anzeige der Webseiten erfolgt im Display in der Armaturentafel. Aus Sicherheitsgründen ist allerdings die Darstellung nur in stehenden Fahrzeugen möglich. Ab einer Geschwindigkeit von fünf Kilometer pro Stunde erlischt die Anzeige. Zur Datenübertragung setzt BMW auf die schnelle Mobilfunktechnik Edge. Diese sei im Gegensatz zu UMTS flächendeckend verfügbar und deutlich schneller als die Standard-Datenübertragung per GPRS.
Suchergebnisse lassen sich per Knopfdruck in das Navigationssystem oder Mobiltelefon übertragen und dort nutzen. BMW verknüpft das Connected-Drive zudem über seinen Server mit E-Mail-Diensten, so dass unterwegs bereits jetzt auch elektronische Post ausgetauscht werden kann.
Das Infotainment-Angebot sei vor allem für den japanischen Markt wichtig, sagen Marktbeobachter. In Europa dagegen sei der Markt nach Meinung der meisten Autobauer noch nicht reif dafür, weswegen sich andere Hersteller ehr auf die Integration mobiler Engeräte konzentrieren wollen. So bleibt BMW bisher der einzige Autobauer der ein derartiges Angebot präsentiert.
via: Handelsblatt