Holtzbrinck schickt Erdbeerlounge ins Rennen um die begehrte Zielgruppe “Frauen”

Holzbrinck launchte am 1. März das Frauenportal Erdbeerlounge in Deutschland, Österreich und der Schweiz, und passt sich damit einem allgemeinen Trend an.

Nach Hubert Burda Media (“Bequeen“) und Axel Springer (“Aufeminin“), sowie Yahoo (“Shine“) steigt nun auch die Verlagsgruppe Holtzbrinck in den Markt ein. Etwas untergegangen ist bei dieser Vielfalt der Start des Portals im vergangenen Monat. Doch nach eigenen Angaben konnte die Community bereits im ersten Monat täglich bis zu 1000 neue Anmeldungen verzeichnen.

“Der deutsche Online-Werbemarkt hat insbesondere im Frauenumfeld noch erhebliches Entwicklungspotenzial, da kommt ein innovatives Angebot wie die Erdbeerlounge gerade zur rechten Zeit”,

erklärt Martin Weber von Holtzbrinck Ventures, einer der Investoren.
Mit weiterer Unterstützund durch Oliver Samwer, Michael Schwedtje (Onvista), Stefan Morschhäuser (Hotel.de), Oliver Jung und Lukasz Gadowski (Spreadshirt) startetet das Social Network mit einer Kombination aus redaktionellen und User-generierten Inhalten.

„Wir wollen ein Angebot bieten, das sich nicht nur durch spannende Inhalte auszeichnet, sondern das auch nah an den Nutzerinnen ist, das zum Reden einlädt und ein bisschen virtuelle „Gemütlichkeit” ausstrahlt.”

so Chefredakteurin Mareen Günther.

So findet sich z.B. im Themenbereich Mode ein Bookmarking-Tool, mit dem die Nutzerinnen ihre Lieblingsstücke in einem virtuellen Schrank sammeln können. In der Rubrik “Steht’s mir?” können Mitglieder der Erdbeerlounge dann beispielsweise auch die Meinung anderer Nutzerinnen einholen.

Die Ausrichtung auf diverse Web 2.0-Funktionen macht das Netzwerk abhängig von der Interaktion der Nutzerinnen. Marktforscher glauben jedoch, dass diese Features auch genau das sind, was sich Frauen von einer Website wünschen: Austausch und das Erlangen von Sicherheit, in dem das eigene Auftreten mit Gleichgesinnten besprochen werden kann.

Optisch wirkt die Seite klar strukturiert, die bunten Fotosammlungen wirken durch die angenehme Farbwelt in braun und rot beruhigt. Man darf also gespannt sein wer im Rennen um die Zielgruppe „Frau“ das Rennen machen wird.
Nicht außer Acht zu lassen sind dabei natürlich auch Online Communitys um die entsprechenden Print-Magazine, die sich bereits in den Jahren zuvor einen festen Community-Bestand sichern konnten.

via: Horizont, W&V, Absatzwirtschaft