Ab 2009 sollen zukünftig auch nicht lateinische Domian-Namen gewählt werden können. Im Rahmen der Möglichkeiten sind dann auch Endungen wie „Ebay“ oder „Berlin“.

Das Internet steht vor einer Adressen-Revolution. Die Organisation zur Verwaltung der Domainnamen (ICANN) hat am Donnerstag Vorschläge zur Einführung hunderter neuer Endungen angenommen. Damit wird es neben den bislang gültigen „Top Level Domains“ (TLD) wie .com, .de oder .org demnächst auch Adressen mit nichtlateinischen Buchstaben geben. Ab dem kommenden Jahr wird es möglich sein, Domainnamen mit kyrillischen oder chinesischen Schriftzeichen zu verwenden.

Weiterhin können neben den bisher üblichen Domain-Namen „.de“ oder „.com“ künftig auch Endungen wie Städte- oder Firmen-Namen geben, zum Beispiel „.berlin“ oder „.ebay“. Anfang kommenden Jahres sollen sollen sich Interessenten für die neuen Adressen bewerben können. Experten rechnen mit Preisen in Höhe von mehreren Zehntausend Euro. Im Hintergrund der Freigabe steht die Sorge, dass nach dem bisherigen System in den kommenden fünf Jahren die Adressnamen hätten knapp werden können. Im vergangenen Jahr sollen nur noch 17 Prozent der ursprünglich vorhandenen vier Milliarden Adressen verfügbar gewesen sein.

Seit ihrer Gründung vor 25 Jahren hat die ICANN ihr Adressensystem nie grundlegend erweitert.

„Wir haben den umfassendsten Wandel auf den Weg gebracht, der Milliarden Internet-Nutzer in den kommenden Jahrzehnten betreffen wird.“

Sagte ICANN-Präsident Paul Twomey der Fernsehnachrichtenagentur APTN.

Anhand der Domainnamen finden Computer Websites. Mit neuen Endungen könnten sich Unternehmen, Länder oder Organisationen eingängige Adressen zulegen, die bislang wegen der begrenzten TLD-Bereiche vergeben sind.

via: Handelsblatt