In Second Life steckt noch Leben

Dank besonders ausdauernden Spielern, wird der 3D-Anwendung noch mal Leben eingehaucht. Dies belegen aktuelle Zahlen, die jetzt von Nielsen veröffentlicht wurden.

Mit durchschnittlich 760 Minuten Spieldauer pro Woche liegt Second Life klar in Front vor MMORPG-Schlagern wie “World of Warcraft”, “Civilization IV” oder “Half-Life 2″. Diese Zahlen von Nielsen hat Linden Lab jetzt stolz bekannt gegeben. Selbst in der Kategorie Gesamtspieldauer belegt Second Life noch einen respektablen zweiten Platz hinter “World of WarCraft”.

Diese Ausdauer und Anhänglichkeit der Nutzer übertrifft die der in Second Life noch aktiven Firmen bei weitem. Jüngst hatten etliche von Ihnen ihren Rückzug aus diesem “zweiten Leben” vollzogen.

Stefan Weiß von Futurelab dagegen ist zuversichtlicher denn je:

“Second Life entwickelt sich gut. Technik, Support und Dienstleistungsangebot werden ständig ausgebaut. Das Angebot ist deutlich professioneller als noch vor zwei, drei Jahren.”

Inzwischen habe man sich in der Wirtschaft und in den Universitäten vom ‘Kulturschock’ der ersten Zeit erholt und siehe Second Life als das, was es ist:

“Eine multifunktionale, dreidimensionale und vor allem soziale Plattform – mit all den Vorteilen und Nachteilen, die das ‘Mitmach-Internet’ mit sich bringt”

Weiß vergleiche Second Life gerne mit Youtube . Denn Second Life lebe ebenso wie YouTube von den Inhalten, die die Nutzer einstellen. Entsprechend vielseitig ist das Angebot und die Nutzerschaft.

“Ähnlich schwierig ist es allerdings, die Plattform für Business zu nutzen, zumal Second Life bei weiten nicht die Nutzerzahlen wie YouTube hat. Bei Anwendungen, bei denen es aber nicht um Masse, sondern eher um Klasse geht (z.B. Ausbildung, Kunst & Kultur, Tourismus), ist Second Life eine wertvolle Plattform”,

argumentiert der Fachmann.

Der Optimismus kommt nicht von ungefähr. Weiß verweist auf sein München-in-Second-Life-Projekt : Inzwischen haben sich hier neben einer Sprachschule und einem anspruchesvollen Kulturangebot vor allem namhafte Sponsoren eingefunden. (fb)

via: iBusiness