iTunes für alle
19.06.2007 | Kategorien: Brands, Digital Life, Entertainment, Fun, Web 2.0iTunes wird durch ein kleines Freeware-Programm für alle Mp3-Player nutzbar. Könnte damit die Dominanz des iPod durchbrochen werden?
Für alle iTunes-Nutzer, die kein Besitzer eines iPods sind, gibt es jetzt eine Software, die es dennoch ermöglicht die Musiksoftware mit Fremd-MP3-Playern zu synchronisieren. Das Programm heißt iTunes Sync und wurde von Jon Tackabury für Windows entwickelt. Alle MP3-Player, die unter Windows als Laufwerksbuchstabe angezeigt werden, können mit iTunes Sync synchronisiert werden.
Von der Funktionsweise ist es ganz einfach: Man gibt auf dem MP3-Player ein Ziellaufwerk an, mit dem iTunes später synchronisieren kann. Innerhalb von iTunes muss dann nur noch die jeweilige Playlist ausgewählt bzw. angelegt werden, um die Synchronisation starten zu können. Im Übrigen funktioniert der Datentransfer auch umgekehrt in iTunes. Ob mit diesem kleinen Programm die Dominanz des iPod auf dem MP3-Player-Markt gebrochen wird, bleibt allerdings fraglich.
Das Programm ist auf der Website Binaryfortress des Programmierers kostenlos herunterladbar. Benötigt wird allerdings ein installiertes Microsoft .NET Framework v2.0.
via: Golem



ich denke nicht, dass die dominanz des ipod damit gebrochen wird. viele kaufen mit dem ipod noch etwas mehr, als einfach nur ein gerät zum abspielen von mp3 daten. das bietet nicht jeder player!
die frage ist doch, wann apple gegen dieses tool vorgeht! ich denke nicht, dass das lange dauern wird.
Worin genau manifestiert sich deiner Meinung nach eigentlich dieses “mehr” des iPods. Inzwischen gibt es doch auch einige iPod-Kopien, die zumindest vom Design her sehr ähnlich sind, oder? Und dass Apple inzwischen nicht mehr uneingeschränkt für Qualität steht, brauch ich dir ja wohl nicht zu sagen :-)
Wer glaubt ernsthaft, dass irgendwer den iPod wegen iTunes kauft? Ist das wieder so ein Marketing-Wunschdenken? Dieser Freeware-Player wird keinen Einfluss auf die iPod-Marktanteile haben, es ist einfach ein kleines Tool. Wer eine iTunes-ähnliche Gerätesynchronisierung will, kann auch einfach Winamp benutzen, der Rest nutzt den Windows-Dateimanager. Ich jedenfalls bin sehr froh, dass ich mit meinem Creative MP3 Player nicht an iTunes gebunden bin wie iPod-Nutzer (wenngleich ich auch gerne einen iPod hätte, aber das liegt an der Bedienung des Geräts und nie und nimmer an iTunes).
Marketingwunschdenken? Die Strategie von Apple ist doch wohl eindeutig. Es werden Services angeboten, die dann auch wieder am kompfortabelsten mit eigenen Geräten bzw. eigener Software genutzt werden können. Für Fremdanbieter müssen erst wieder Tools oder Plugins her, die nicht von Apple kommen.
Sicher: Das ist klassisches Marketing und Produktmanagement: Schaffe möglichst hoge Markteintrittsbarrieren, damit die eigene Marktabschöpfung möglichst umfangreich und langanhaltend ist.
In dem Beitrag ging es vielmehr darum zu thematisieren, dass es für Nutzer von Fremd-MP3-Player bisweilen sehr schwierig ist, iTunes Musik auf den Player zu bekommen und dass dieses Tool dort Abhilfe schafft. In dem Beitrag wurde aber niemals ernsthaft geäußert, dass sich dadurch Marktanteile verschieben würden:
“Ob mit diesem kleinen Programm die Dominanz des iPod auf dem MP3-Player-Markt gebrochen wird, bleibt allerdings fraglich”