Jedes vierte deutsche Unternehmen verkauft seine Produkte online
Eine aktuelle Studie belegt: Das E-Commerce-Geschäft im vergangenen Jahr ist um ein Drittel gewachsen. Noch reicht dies aber nicht für eine Spitzenposition im europäischen Vergleich.
Wie der Bitkom aktuell mitteilt, gehen mittlerweile bei jedem vierten Unternehmen (24 Prozent) Online-Bestellungen ein. Das ist ein Plus von 33 Prozent innerhalb eines Jahres.
“Die deutsche Wirtschaft erschließt sich mit Online-Bestellungen neue Märkte und reduziert außerdem unnötige Kosten in den Betrieben”,
resümiert Bitkom-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer.
In Deutschland sind Online-Bestellung besonders stark bei größeren Unternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten verbreitet. Im Jahr 2007 gingen in 42 Prozent dieser Firmen Online-Order ein. Vor fünf Jahren war das in lediglich 17 Prozent der Fall. Die deutschen Großunternehmen haben sich dadurch auf Platz 3 in der europäischen Spitze etabliert hinter Dänemark und Irland. Auch die Mittelständler bis 249 Mitarbeitern schneiden bei Bestellungen via Internet recht gut ab: 29 Prozent erhielten im Jahr 2007 Aufträge über die virtuelle Ladentheke. Im Vergleich der EU schaffen es die deutschen KMUs allerdings nur auf Platz 6. Auf den gleichen Platz kommen die deutschen Kleinbetriebe mit zehn bis 49 Mitarbeitern. Während 2003 nur jede zwölfte kleine Firma Online-Bestellungen entgegen nahm, waren es im vergangenen Jahr schon 23 Prozent – eine Verdreifachung innerhalb von fünf Jahren.
Spitzenreiter im europäischen Vergleich ist Dänemark, wo 2007 jede dritte Firma Online-Aufträge entgegennahm. Auf den weiteren Plätzen folgen Großbritannien (29 Prozent), Irland, Schweden (beide 27 Prozent) und Niederlande (26 Prozent). Auffällig ist laut Bitkom das schlechte Abschneiden einiger als besonders technologiefreundlich bekannter Länder: In Finnland erhalten nur 15 Prozent der Unternehmen Aufträge übers Internet, wie aus aktuellen Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat hervorgeht.
via: iBusiness