Leichtes Spiel für Betrüger – Kunden shoppen im Netz häufig zu sorglos

Jedes Jahr das gleiche Spiel – Online-Händler verzeichnen die rasant ansteigende Beliebtheit von Interneteinkäufen. Welche Gefahren den Nutzern dabei drohen, wird dabei aber oft außer Acht gelassen.

In einer Befragung der Sicherheitsfirma Avira zeigte sich, dass rund 30 Prozent der Online-Kunden fast alle Vorsicht fallen lassen, wenn es um die Nutzung ihrer Kredit- oder EC-Karte geht. Zwar ist das Sicherheitsbewusstsein mit rund 60 Prozent der Online-Shopper recht hoch, doch reichen den Cyberkriminellen schon 30 Prozent unachtsame Nutzer um tiefgreifenden Schaden anrichten zu können. Bei ganzen 10 Prozent der Befragten, ist die Unsicherheit hingegen wieder so groß, dass sie sich erst gar nicht auf einen Online-Einkauf einlassen. Um genau diese Zielgruppe erreichen zu können, sollten Webshop-Betreiber ihre Shops mit Zertifikaten ausstatten, die Seriosität versichern. Außerdem wird mit der schnellen Einsicht von Sicherheitshinweisen ein Gefühl der Sicherheit vermittelt und bestärkt den User außerdem in dem Vertrauen, dass der Anbieter sich genauso viele Gedanken um die Sicherheit seiner Nutzer macht wie er selbst.

Trotz allem darf nicht verschwiegen werden, dass es keinen 100prozentigen Schutz gegen Rootkits und Hacker gibt. Laut der Studie, sind sich 19 Prozent der Anwender nicht mal über die möglichen Gefahren bewusst, während 10 Prozent völlig sorgenfrei ihre Kreditkartennummer angeben. Dabei sind gerade zum ausloten von Zahlungstransfers jede Menge Programme im Netz unterwegs, dessen Anwesenheit auf dem eigenen Rechner von den wenigsten Nutzern bemerkt wird. Die Gefahren im Netz, die auf den Unbedarften User lauern, sind im Vergleich zu früher nicht weniger geworden. Allerdings kommen die Schädlinge nicht mehr zu derselben Berühmtheit, da sie von ihren Urhebern weitaus besser getarnt werden.