SEM siegt über Displayanzeigen
Aufwändige Displayanzeigen fangen an zu schwächeln – Suchmaschinenwerbung gewinnt an Fahrt. Laut der New York Times sind die Ergebnisse beim Onlinewerbegeschäft durchwachsen.
Dem Index des Werbetechnologieunternehmens Pubmatic zufolge, sind die Preise für Onlinewerbung, die unter anderem von den großen Ad-Networks gezahlt werden, von März auf April um 23 Prozent gefallen. Auch Jeffrey Lindsay, Analyst bei Sanford C. Berstein & Company, sieht das die graphisch aufwändige Bannerwerbung und Spaltenanzeigen derzeit die schwächste Onlinewerbeform darstellen.
Der Bereich Suchmaschinenmarketing entwickelt sich hingegne positiv. Allein Google konnte den jüngsten Quartalsergebnissen zufolge einen Umsatz von 5,19 Milliarden Dollar sowie einen Profit von 1,31 Milliarden Dollar verzeichnen. Auch andere Konzerne, z.B. Microsoft oder Yahoo, konnten so, zumindest in bestimmten Segmenten, ihre Werbeumsätze steigern.
Jeffrey Lindsay erklärt:
„Viele Werbetreibende verlagerten ihre Investitionen ins Netz. Bei einem moderaten Rückgang kann sich die Onlinewerbung verbessern. Ist die Rezession allerdings so stark, dass die Unternehmen allesamt aufhören zu werben oder mit finanziellen Problemen konfrontiert sind, dann ist Online genauso betroffen wie alle anderen Bereiche.“
In Deutschland herrscht noch eine positive Stimmung auf dem Onlinewerbemarkt:
“Das Tempo wird sich angesichts des immer größeren Marktanteils verlangsamen, aber weiterhin deutlich über dem Durchschnitt des gesamten Werbemarktes liegen.“
So, Christoph Salzig, Pressesprecher von Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW).
Man ist sich sicher, dass der markt noch großes Potenzial biete. Welche Onlinewerbeformen allerdings am effektivsten sind, lässt sich nur schwer feststellen.
Salzig dazu:
“Letztlich ist die Frage nach der Effizienz eine Frage nach den Kampagnenzielen. Steht die Markenbekanntheit im Vordergrund, sind die eher displayorientierten Formate beziehungsweise korrespondierende Elemente gefordert.“
via: Absatzwirtschaft