Shoppero ist online - Über das Konzept und einen vermeintlichen Hack
04.05.2007 | Kategorien: Brands, Medien, Online-Marketing, Start-Ups, Web 2.0
Die neue Social Commerce Plattform von Nico Lumma, Jens Kunath und media ventures ist online. Als oberstes Ziel mit der neuen Plattform, steht die Trafficveredelung für Werbetreibende im Raum. Doch welches Konzept steckt hinter Shoppero?
Auf Shoppero können Nutzer Empfehlungsberichte für Produkte einstellen. Diese Empfehlungen stehen anderen Nutzern zur Verfügung und sollen in der Theorie ihre Kaufentscheidungen beeinflussen vereinfachen. Außerdem können Nutzer ihre Empfehlungen über sogenannte Adgets in das eigene Blog einbinden und weiteren Traffic generieren. Hinter diesem Konzept steht also die Einsicht, dass user generated content einen immer größeren Einfluss auf die Kaufentscheidungen von Konsumenten ausübt. Doch Empfehlungs-Plattformen gibt es reichlich. Die Abgrenzung bei Shoppero besteht darin, dass die Nutzer durch ihre Empfehlungen an den Einnahmen über Werbung und tatsächliche Verkäufe beteiligt werden sollen. Damit steigt beim Nutzer die Bereitschaft Empfehlungen zu veröffentlichen, aber auch die Gefahr, dass wahllos Produkte und deren Produktdetails eingestellt werden, um die schnelle Mark Euro zu verdienen.
Auch die Community in Shoppero steht und fällt mit der Qualität der Nutzerbeiträge. Diese müssen für andere Nutzer einen entscheidungsrelevanten Mehrwert bieten, um das Angebot zukünftig erfolgreich sein zu lassen. Gerade durch das Angebot der finanziellen Entlohnung sehe ich deshalb eine Gefahr, deren Lösung für mich und andere noch nicht in Sicht ist.
Weitere Fakten zur Social Commerce-Plattform sind laut Jens Kunath:
- 20% behält Shoppero.com
- Einnahmen werden erzielt über klassische Werbung, AdSense und auch Verkaufsprovisionen die auf shoppero generiert werden
- Auszahlung erfolgt per PayPal. Damit ist die Auszahlung sofort weltweit möglich und der User muss keine sensiblen Daten bei der Anmeldung angeben.
- User erhält umfangreiche Statistiken und Erlösabrechnungen
Die Zukunft der Community muss zeigen, ob es einen Markt gibt für Produktempfehlungen, die qualifizierten Traffic auf die Plattform Shoppero weiterleiten. Meldungen über einen Hack in der frühen Beta, können das Vertrauen allerdings nachhaltig belasten. Daher sollte die Beta möglichst schnell stabil laufen.



Neu ist das Prinzip ja nicht, http://www.thisnext.com ist schon viel
laenger am Markt. Also keine Innovation, nur abgekupfert..
Was das Empfehlungskonzept angeht ist das sicher richtig. Aber wie sieht es mit der finanziellen Beteiligung der Empfehlenden aus. Da konnte ich auf den ersten Blick bei “ThisNext” nichts finden.
http://yieeha.de sieht auch ähnlich aus ;-)
Also Yieeha verfolgt mit seiner Seite eine Strategie, die doch gewaltig in eine andere Richtung geht. Dass Produkte und Produktempfehlungen eine große Rolle im Netz spielen, ist aber unbestritten.
Neu ist das generelle Konzept nun wirklich nicht. Es gibt ja auch noch http://www.iliketotallyloveit.com aus Deutschland und dann halt etliche andere Seiten aus den USA wie thisnext, wists, etc.. Und das mit den Beteiligungen erscheint mir echt etwas seltsam. Abwarten…