Höhere Reichweite für Newsletter

Das zentrale Ergebnis einer Studie des E-Marketing-Dienstleisters Agnitas ergab, dass die Reichweite von
E-Mails in der Regel 40 Prozent höher ist, als von den Mail-Programmen ausgewiesen.

Testauswertungen haben ergeben, dass zahlreiche Empfänger der E-Mails, die von den Versand-Portalen als „Nicht-Öffner“ bewertet werden, die E-Mails dennoch lesen und sogar weiter klicken und die Inhalte verfolgen.

Der Münchener Dienstleister hat als Ergebnisse aus der Studie einige Vorschläge zur effizienten Behandlung der scheinbaren „Nicht-Lesern“ vorgelegt.
Ein Hauptproblem für Newsletter-Versender ist die steigende Rate derjenigen, die ihre E-Mails zwar lesen, aber die an gehangenen Grafiken oder Darstellungen aus zum Beispiel Sicherheitsgründen unterdrücken.
Diese Art der Leser, werden technisch gesehen also als „Nicht-Leser“ bewertet.
Hierzu kommt noch, dass der Newsletter durch unvollständige Darstellungen häufig an Attraktivität verliert und die Klickrate in der Folge abfallen kann.

Agnitas hat in den vergangenen Monaten, in Zusammenarbeit mit Kunden und Partner knapp 18 Millionen kommerzielle Newsletter nach Öffnungen und Klicks ausgewertet.
Dabei hat das Unternehmen die Empfänger unterteilt in:

  • „Öffner“ Dies sind all diejenigen Empfänger, die eine E-Mail nachweislich öffnen
  • „Reagierer“ Alle Empfänger, die mindestens auf einen Link in der E-Mail geklickt haben

Der Test hat ergeben, dass ein erheblicher Anteil von 28 Prozent aller Reagierer E-Mails nicht messbar öffneten. Somit liegt der Anteil der Leser circa 40 Prozent über den ausgewiesenen „Öffnern“. Für die Studie wurden drei Darstellungsformen innerhalb unterschiedlicher Zielgruppen getestet:

  • Standard-Online HTML-Newsletter mit nachzuladenden Bildern;
  • Optimierter Online-Newsletter mit verbesserter Text-Darstellung;
  • Offline-HTML-Newsletter inklusive relevanter Bilder.

Als Ergebnis stellte sich heraus, dass der Offline-HTML-Newsletter die höchsten Öffnungsraten erzielte, während Standard-HTML- und die optimierte Version jeweils niedriger lagen.

Das überaschende Ergebnis ergab, dass fast jeder dritte Klick dabei von einem Empfänger getätigt wurde, der in einem Standard-Report eines Mailing-Programms als „Nicht-Öffner“ gezählt wird.
Fakt jedoch ist, dass überwiegend bei diesen Empfängern die Darstellungen von Bildern unterdrückt eingestellt war. Setzt man die Klicker, die messbar geöffnet haben, ins Verhältnis zu den gemessenen Öffnern, kann man über die Klicker, die scheinbar nicht geöffnet haben, den Anteil der nicht registrierten Öffner errechnen.

Ein daraus abgeleitetes Ergebnis zeigt auf, dass Inhalte von redaktionellen Newslettern, die häufig gemessene Öffnungsraten zwischen 35 Prozent und 40 Prozent aufzeigen, von mehr als der Hälfte aller Empfänger gelesen werden. Bei Werbe-Newslettern, die im Schnitt gemessene Öffnungsraten zwischen 7 und 15 Prozent aufweisen, kann man davon ausgehen, dass tatsächlich 10 bis 20 Prozent der Empfänger den Newsletter lesen.