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Twitter wieder im Wachstum

Der Microblogging-Dienst Twitter kann erneut ein Wachstum verzeichnen. So sollen Marketer nun davon profitieren.

In den vergangenen Wochen und Monaten gab es vereinzelt Berichte über den Einbruch des Nutzer-Wachstums und der Aktivität auf Twitter. Laut dem Analystenteam von Pingdom soll nun aber wieder ein Erfolg zu verzeichnen sein. In der aktuellen Studie wird gezeigt, dass sich Twitter-Nutzer mehr mit dem Blogging-Dienst beschäftigen als je zuvor. So wurden im Januar insgesamt 1,2 Milliarden (ca. 40 Millionen/Tag) Tweets veröffentlicht. Da stellt einen neuen Wachstums-Rekord dar.

Mithilfe der Zahlen der vergangen Monate prognostiziert Pingdom, dass in den kommenden Monat ein weiteres Wachstum zu erwarten sei. So soll die Gesamt-Tweet-Zahl auf 1,4 Milliarden im Monat steigen. Durch dieses Wachstum wird der Microblogging-Dienst immer interessanter für die Marketer, um ein stetiges Frage- Antwortspiel mit dem Kunden zu eröffnen, welches die Möglichkeit bietet, den Kunden zu binden oder zu werben.



Twitter will und muss vor allem verdienen

Der Microblog Twitter denkt trotz, oder gerade deswegen, verstärkt über Monetarisierungsstrategien nach. Denn viel Geld konnte mit Twitter bisher nicht verdient werden.

Wegen dem eingedämpften Twitter-Hype, denken die Verantwortlichen nun über Möglichkeiten nach, wie sich mit dem Microbloggen Geld verdienen lässt. Nützlich hierfür sollen die Nutzerdaten sein. Diese sind besonders interessant für Behavioral Targeting oder virale Twitter-Kampagnen.

Ein Ansatz wäre bspw. kostenpflichtige Möglichkeiten zur Analyse und Optimierung einzelner Kampagnen anzubieten. Denn schließlich sind auch große Unternehmen wie Fluglinien und Handelsketten auf Twitter vertreten. Außerdem denke man über eine Ausweitung der Geo-Tagging-Möglichkeiten nach, so könnten Tweets künftig auch geografisch zugeordnet werden. Um vor allem Marketern aber auch den Nutzern einen optimalen Überblick über die Qualität der Tweets zu geben, soll auch ein Bewertungssystem eingeführt werden. Als letzter Punkt ist die verstärkte „Mobilisierung“ des Microblogs geplant, denn bisher ist Twitter eher ein Festnetz-Phänomen.



Twitter-Hype gedämpft

Ist ein Ende des Booms in Sicht? Das explosionsartige Wachstum von Twitter scheint ein Ende gefunden zu haben.

Anfang 2009 bricht Twitter mit einem bisher unvergleichbaren Nutzerwachstum alle Rekorde. Zwar leicht abgeschwächt erreichte der Microbloggingdienst im Sommer einen Höchststand von über 22 Millionen US-Nutzern. Der Rückgang stellte sich dann von Juli auf August ein, im September folgte die Stagnation. Seit Oktober geht es nun deutlich abwärts, von 8,1 Prozent auf 20,9 auf 19,2 Millionen. Das berichtete comScore und der IT-Blog Techcrunch.

Zwar kann Twitter weltweit betrachtet noch ein Wachstum verzeichnen und brachte es im September auch noch auch 58,4 Millionen Nutzer, allerdings ist der Heimatmarkt für ein auf Wachstum basierendes Geschäftsmodell unverzichtbar. Jetzt heißt es für Twitter gegensteuern. Um das Projekt wieder voran zu treiben, soll eine engere Zusammenarbeit mit Google und Bing, Twitter wieder auf den richtigen Kurs bringen. Außerdem soll eine verbesserte Nutzerfreundlichkeit des Systems und die Einführung von „Twitter Lists“ die nötigen Impulse geben. Ob Twitter das Rennen um die Nutzermilliarde noch wenden kann ist fraglich, denn bisher ist Twitter hinter den Favoriten Facebook und Google relativ weit abgeschlagen.



LinkedIn verbindet sich mit Twitter

Nun wird auch in dem Karrierenetzwerk LinkedIn getwittert. Die Betreiber erlauben es ihren Nutzern ihren Account mit Twitter zu synchronisieren.

Über einen Klick auf das Twitter-Icon im Kasten „Netzwerk-Updates“, können LinkedIn-User ihre Nachrichten an den Microbloggingdienst Twitter weiterleiten. Parallel dazu erscheinen auch auf Twitter Hinweise dazu, Tweets in das LinedIn-Netzwerk weiterzuverbreiten. Weiterhin besteht die Möglichkeit sich Tweets via Livestream in das Profil bei LinkedIn integrieren zu lassen, die Tweets werden dann in einem Kasten im Profil angezeigt.

Der LinkedIn Mitbegründer Allen Blue erklärt im LinkedIn-Blog den Sinn und Zweck der Kooperation folgendermaßen:

“Statusupdates haben sich als wertvoll für unsere Nutzer erwiesen - vom Finden neuer Projekte und Jobs bis zum Anstoßen einer globalen Geschäftsidee.“

Bereits in den nächsten zwei Tagen soll die neue Zusammenarbeit für alle Netzwerker starten.



Erstes Endgerät für Twitter-Nutzung

Das US-Unternehmen Peek hat das erste Endgerät entwickelt, das ausschließlich für die Nutzung von Twitter konzipiert ist.

TwitterPeek wurde von Peek in Zusammenarbeit mit Twitter entwickelt und hat die gleichen Funktionen wie Desktopprogramme. Auf diese Weise erhofft man sich, dass die Anzahl der Nutzer die mobil twittern steigt, derzeit sind das nur wenige Prozent. Wie das Wall Street Journal berichtet, dauerte es nur vier Monate bis das Gerät entwickelt wurde, diese kurze Entwicklungszeit ist wohl darauf zurück zu führen, dass das Gerät einem bereist bestehendem nachempfunden ist, welches für den Empfang von Mails vorgesehen ist.

Der Peek-Gründer Armol Sarva geht davon aus, das TwitterPeek auch unter Internetusern Zuspruch findet, die sich bisher nicht für den Microbloggingdienst vom PC aus begeistern konnten.

“Wenn sie Twitter mobil nutzen, werden sie sehen, wieviel Spaß es macht”,

so Sarva.

TwitterPeek ist über das Mobilfunknetz durchgehend online und verfügt über eine QWERTY-Tastatur mit einem Zurück-Knopf und einem Scrollrad. Vertrieben wird das Gerät über Amazon und kostet 200 US-Dollar inklusive lebenslangem Service. User können dafür ohne Vertragsbindung und Zusatzkosten Tweets empfangen und schreiben sowie Direktnachrichten senden.



Wird Schleichwerbung in deutschen Web-Blogs bald reglementiert?

Käufliche Web-Blogger? Ja, es gibt sie…


Nicht selten kommt es vor, dass bestimmte Produkte von Bloggern immer wieder in ihren Internet-Tagebüchern promotet und über alle Maßen positiv dargestellt und bewertet werden.

Hersteller bieten Autoren von Blogs u.a. Produkte zum Testen an, die nach dem Testen behalten werden durften. Durch diese gute Tat und Geste hofft der Produzent natürlich, dass sich die Blogger in positiver Art und Weise über die getesteten Produkte im Internet äußern.

Die US Handelsbehörde Federal Trade Commission (FTC) wird diese Art von Schleichwerbung beenden und hat bereits neue Gesetze zur Regelung von versteckter Werbung in Blogs erlassen. Blogger in den USA, die Produkte in ihren Blogs bewerten, müssen in Zukunft ihre Beziehung zum Anbieter des Produktes offen legen. Folgen die Blogger dieser Regelung nicht, so droht eine Geldstrafe in Höhe von 11.000 Dollar.

Auch in Deutschland möchte die Gesellschaft Public Relations Agenturen bis Ende 2009 Richtlinien für den Umgang mit Produktbewertungen bzw. Schleichwerbung in Blogs erstellen. Da Blogs in Deutschland von zehntausenden von Usern gelesen werden, ist diese Reglementierung sicherlich auch für Deutschland sinnvoll.

Die Regelung für Deutschland wird jedoch anders als in den USA aussehen: Die Blogs sollen nicht durch staatliche Institutionen kontrolliert werden, sondern Blogger sollen sich gegenseitig selbst überprüfen.

Somit soll dem „Schönschreiben“ schlechter Produkte ein Ende gesetzt werden und die Irreführung der Konsumenten kann sicherlich auch eingeschränkt werden.



Potential von Twitter bleibt häufig ungenutzt

Unumstritten liegt Twitter zu Zeit ganz weit vorn wenn es um soziale Netzwerke geht. Allerdings lassen sich viele Unternehmen noch nicht auf das Konzept ein und verspielen so wertvolle Chancen.

Einer aktuellen Penn State-Studie zufolge sind 20 Prozent aller Twitter-Beiträge markenbezogen. Demnach erkundigen sich viele Kunden dort über Produktinformationen und diskutieren über ihre Erfahrungen – sowohl gute als auch schlechte. Es sind also nicht nur die Tweets zufriedener und neugieriger Konsumenten, sondern auch die unzufriedener Kunden, weshalb Unternehmen Twitter nutzen sollten: Es lohnt sich offenbar diese zu finden, sich mit ihnen auseinanderzusetzen und Antworten zu liefern.

Wie wichtig das Mikro-Blogging für Unternehmen ist, erklärte Jim Jansen von Penn State. Da Konsumenten ihre Meinungen dort veröffentlichten, gäbe es kaum eine Möglichkeit näher an sie heranzukommen als über Twitter und ähnliche soziale Netzwerke. Man könne es nutzen, um die Marken bekannter zu machen und den Kundenservice zu verbessern. Zurzeit gibt es etwa sechs Millionen Twitter-Nutzer. Experten prognostizieren 20 Milionen Twitterer bis zum Ende des Jahres.

via: Ecin