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Google Chrome 6, 7, 8, 9, …

Google hat vor, seinen Browser, Google Chrome, in Zukunft in kleineren Abschnitten zu veröffentlichen. Bereits jetzt erfolgen die Erscheinungen häufiger als bei der Konkurrenz.

In den vergangenen zwei Jahren wurden von Google fünf Major-Releases herausgegeben. Das erste Chrome (1.0) erschien im Dezember 2008. Die aktuelle Version ist die 5. Generation des Browsers, somit erschien Chrome sehr viel häufiger als beispielsweise Mozilla, Opera oder Safari. Dabei seien aber nur die Major-Releases zu beachten. Google plant alle sechs Wochen eine neue stabile Chrome Version zu veröffentlichen.

Sollte sich Google an den vorgenommenen Zeitplan halten, so könnten dieses Jahr noch die Versionen 6.0, 7.0, 8.0 und 9.0 erscheinen. Google will mit diesen neuen Prozessen den eigentlichen Releaseprozess entlasten und somit den Druck von den Entwicklern nehmen.

Bislang musste man, wenn eine neue Funktion nicht direkt eingebettet werden konnte, ein paar Monate auf den nächsten Release warten, um dort diese Funktion zu integrieren. Durch die Verkürzung der einzelnen Release-Zeiträume, erhalten die Entwickler die Möglichkeit, eine noch nicht hundertprozentige Funktion in ein sechs Wochen später erscheinenden Release zu integrieren.



Microsoft zu freier Browserwahl verpflichtet

Viele Windows-Nutzer, die sich in dem Browserangebot nicht auskennen, meist gar nicht wissen, dass es auch Alternativen gibt, nutzen hauptsächlich den Internet Explorer. Dies soll nun geändert werden.

Die Europäische Kommission hat festgelegt, dass diese Standardauswahl gegen die Prinzipien des freien Wettbewerbs verstößt. So wird Microsoft nun gezwungen auch die Konkurrenz in einer Auswahl zur Verfügung zu stellen. Diese Verpflichtung, ein Auswahlmenü in die Betriebssysteme Windows XP, Windows Vista und Windows 7 zu integrieren, besteht zunächst für fünf Jahre. Somit sollen alle auswählbaren Programme gleichgestellt werden und die endgültige Auswahl beim Nutzer liegen.

Somit können die Windows-Nutzer nun zwischen elf Alternativen wählen und den auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten Browser wählen. Die Alternativen bestehen aus Google Chrome, Mozilla Firefox, Opera und Safari. Die wohl bekanntesten Browser. Jedoch hat Microsoft auch einige kleinere Browser mit in die Auswahl genommen. Darunter befinden sich Programme wie, K-Melon, Maxthon und Flock, die wohl den wenigsten Nutzern etwas sagen. Bis Mitte Mai soll die Auswahl auf europaweit 100 Millionen Computern integriert sein.



Google setzt auf mehr Datenschutz

Die aktuelle Version des Chrome-Browsers (Beta 4.1) zeigt: Google legt nun mehr Wert auf Datenschutz. So soll ab der bald erscheinenden Final-Version die oft kritisierte fest Client-ID verzichtet werden. Bisher war diese bei der Installation und bei Browser-Updates übertragen worden.

Theoretisch könnte Google anhand dieser ID das Surfverhalten einem bestimmten Nutzer zuordnen und diese analysieren. Diese kritisierte Datensammlung soll nun gänzlich aus Google Chrome verbannt werden. Die ID soll durch einen anonymisierten Zählmechanismus ersetzt werden, mit dem sich zwar erschließen lässt, dass es sich bei dem Browser um den von Google handelt, jedoch soll es keine Rückschlüsse über den Nutzer geben. Diese Zählmethode soll bereits in der aktuell erhältlichen Beta 4.1 enthalten sein.

Weiterhin wurden die Datenschutz-Einstellungen in der Beta-Version 4.1 erweitert. So ist es nun möglich die Einstellungen zu differenzieren und bei den einzelnen Webseiten festzulegen, wie sie mit Cookies, Plug-Ins, Bildern, JavaScript und PopUps umgehen soll.



Firefox 3.6 veröffentlicht

Mozilla hat heute die neue Version des Firefox Browsers zum Download freigegeben. Die neue Version soll mehr Sicherheit bei mehr Performance geben.

Die Leistung soll um ganze 20 Prozent gesteigert worden sein. Zusätzlich wurde das Aussehen angepasst, welches sich jedoch nur bei den Aero-Betriebssystemen von Microsoft bemerkbar machen dürfte. Es wurden ebenfall die Start und Reaktionszeiten des Browsers verbessert.

Zu weiteren Funktionen des neuen Browsers gehört auch ein Plugin-Check der installierte Plugins wie Java, Flashplayer, etc. auf dem aktuellsten Stand hält.

Für Web-Entwickler könnte interessant sein, dass es Neuerungen in CSS und HTML gibt. So wird mittels HTML5 File API der Datentausch per Drag & Drop unterstützt.



Mozilla Firefox einfach personalisieren

Mit Fashion Your Firefox startet Mozilla eine Website, die bei der individuellen Anpassung des Browsers helfen soll.

firefox_1.jpgFashion Your Firefox ordnet Erweiterungen für Mozillas Browser nach Aktivitäten –  die Einbindungen von der Suche, über Soziale Netzwerke bis hin zu diversen Shopping- oder Newsseiten lässt sich so mit mehr als 5.000 Firefox-Erweiterungen besonders einfach gestalten.

Für die unterschiedlichen Nutzertypen werden dabei unterschiedliche Erweiterungen vorgeschlagen, die in einem Schwung heruntergeladen werden können. Mozilla will es mit Fashion Your Firefox Nutzern einfacher machen, sich in den mittlerweile mehr als 5.000 Add-Ons zurechtzufinden und neue Nutzer auf die Möglichkeiten von Erweiterungen hinweisen. Damit werden Add-Ons nun auch leichter der breiten Masse zugänglich gemacht und bleiben nicht nur ein „Geheimnis“ versierter Nutzer.

via: Golem



Die Geschichte der Web-Browser: Von Netscape bis Chrome

Zehn Jahre nach dem Ende des ersten “Browserkriegs” zwischen Microsoft und Netscape startet jetzt der Suchmaschinengigant Google einen neuen Angriff auf Microsoft.

Bei Erfolg der Google-Software Chrome könnte eine neue Verschiebung der Gewichte im Internet entstehen.

Der erste grafische Internet-Browser überhaupt war 1993 der NCSA Mosaic. Daraus ging noch im selben Jahr der Netscape Navigator hervor. Er brachte es schnell auf bis zu 90 Prozent Markanteil. Microsoft konnte dem damals nichts entgegen setzen. Der weitere Verlauf „Der Geschichte der Browser“ wird vom Handelsblatt  interessant illustriert in einer Bildergalerie dargestellt.



Chrome in der Kritik

Googles neuer Browser Chrome fällt auch unter kritische Augen. Besonders denkwürdig wird die Rücksendung von Daten durch den Browser eingestuft; versehen mit einer eindeutigen Nummer, liefert jeder Browser dem Suchmaschinen-Gigant ausführliche Daten über das Surf-Verhalten seines Nutzers.

Neben den Daten von Chrome nutzt Google bereits die Suche über E-Mails und die Google Toolbar bis hin zu Webseiten, auf denen Google Analytics oder AdSense eingesetzt wird, als zahlreiche Datenquellen für Informationen über Nutzer im Web.

Bereits bei der Installation erhält der Browser “mindestens eine eindeutige Anwendungsnummer”, die zusammen mit Informationen zur installierten Versionsnummer und Sprache an Google übertragen wird. Dies geschieht auch bei jedem automatischen Update. Auch URLs und Suchanfragen, die in die Adressleiste eingegeben werden, sendet der Browser an Google. Dies sei notwendig um die Funktion der automatischen URL-Vervollständigung anbieten zu können.

Diese Funktione kann auch deaktiviert werden, dazu müssen die Einstellungen zu den Suchmaschinenoptionen bemüht werden, der betreffende Punkt ist also sehr versteckt im Browser zu finden. Die Funktion “Sicheres Durchsuchen” lädt regelmäßig aktuelle Listen bekannter Phishing- und Malware-Websites herunter. Zusätzlich wird, wenn der Nutzer eine verdächtige Website besucht, eine verschlüsselte Kopie eines Teils der URL dieser Website an Google gesendet. Es sei aber nicht möglich, die reale URL aus diesen Informationen zu bestimmen, beteuert Google.

Es ist vor allem die Ballung der verschiedenen Dienste bei einem Anbieter, die als problematisch angesehen wird. Google verspricht im Hinblick auf Chrome, dass die Datenschutzbestimmungen von Google Mail oder anderen Diensten unabhängig vom verwendeten Browser gelten, also auch bei Chrome keine persönlichen Informationen an Google gesendet werden, wenn andere Google-Dienste aufgerufen werden. Wäre dies doch der Fall, ließen sich die Daten der unterschiedlichen Dienste sehr leicht zusammenführen und ein detailliertes Bild jedes einzelnen Nutzers erstellen.

via: Golem