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Tablet-User im eCommerce-Fieber

Durchschnittlich haben Tablet-Nutzer im vergangenen Jahr 21 Prozent mehr pro Online-Einkauf ausgegeben, als PC- oder Laptop-Nutzer. Das ergab eine aktuelle Studie von Adobe zum Online-Kaufverhalten.

Als Grundlage dienten 16,2 Mrd. anonyme Besuche der Webseiten der 150 erfolgreichsten US-Onlinehändler. Im Vergleich zu Smartphones, wurden mit Tablet-PCs Produkte und Dienstleistungen bis zu dreimal häufiger gekauft. Ähnlich sieht es im Vergleich zu PC- & Laptop-Nutzern aus, allerdings gaben diese deutlich höhere Beträge beim online shopping aus.
Brad Rencher, zuständig für das digitale Marketing bei Adobe kommentiert die Studie: „
Die Ergebnisse unserer Studie unterstreichen, dass Tablets ein absolut entscheidender, neuer Verkaufskanal geworden sind, den Marketing-Verantwortliche dringend adressieren müssen”.

(Quelle: chip.de)



Prognose: eCommerce-Umsatz 2011

Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels hat in einer Marktstudie die Prognose gestellt wie viel Umsatz zum Jahresende online erwirtschaftet werden könnte. Eins ist schon jetzt bekannt: Die Deutschen sind online äußerst konsumfreudig.

In den vergangenen neun Monate erwirtschafteten Online-Händler einen Gesamtumsatz von 32,2 Mrd. Euro – ein Plus von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das dritte Quartal unseres laufenden Jahres offenbart, dass sich die eCommerce-Umsätze 2011 relativ gleichmäßig verteilen. Für das kommende Weihnachts-Quartal wurde eine Umsatz-Prognose von über zusätzlichen 5 Mrd. Euro gestellt.



Nicht länger wettbewerbsfähig ohne „Social Business“

Das Anwendungsprogramm für Blogs und Communities „Get Satisfaction“ hat eine Studie unter dem Namen „Let’s get down to Social Business“ veröffentlicht, die das Strategische Denken und die Positionierung von Unternehmen analysiert.

Zur Grundlage der Studie diente die Frage „Was ist Social Business?“. „Get Satisfaction“ definiert Social Business über die Verknüpfung von Unternehmenssoftware, CRM o.ä. – kurz:  “Soziale Technologien”, Social Media (Marketing) und Social Commerce (E-Commerce).  Besonders interessant sind hier die Antworten der befragten Geschäftsführer (s. Grafik).

53 % der Geschäftsführer sind der festen Überzeugung, dass der Verzicht auf „Social Business“ für sie eine Wettbewerbsunfähigkeit bedeutet. Selbsterklärend ist also, dass sie gleichzeitig davon ausgehen, dass die Pflege von „Social Commerce“ höhere Gewinne bzw. Umsätze bedeutet.
Im zweiten Teil der Grafik zeigt sich, welche Branchen im Bereich „Social Business“ noch einiges aufzuholen haben. Auf Platz 1 liegt, nicht sonderlich überraschend, die Technologie-Branche mit 16 Prozent , auf dem letzten Platz das Bildungswesen mit 2 Prozent.



Intershop hat mit Ebay neuen Großaktionär

Ebay ist neuer Großaktionär des Software-Anbieters Intershop. Durch den Einstieg des US-Internetkonzerns beim Online-Dienstleister GSI Commerce erhält ebay Intershop-Anteile in Höhe von 26,2 Prozent.

Intershop erhofft sich durch ebays Marktstellung weitere Wachstumschancen. Ebay baut sein Geschäft mit dem Kauf von GSI Commerce zu einer vollwertigen Online-Handelsplattform aus. Der bisherige Großaktionär GSI, der Dienstleistungen rund um Online-Shops und Marketing-Kampagnen anbietet, ist zudem Kunde bei Intershop. Durch die Partnerschaft soll eine Vertriebsplattform für mittlere und große Kunden geschaffen werden.

Intershop beschäftigt z.Z. 400 Mitarbeiter und erwartet für 2011 ein Umsatzplus von 10 bis 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2010 lag der Umsatz bei 2,2 Miliionen Euro.



eCommerce: EU kappt 40-Euro-Klausel für Retouren

Am 23. Juni 2011 wird das Europäische Parlament aller Wahrscheinlichkeit nach eine neue europäische Verbraucherrechte-Richtlinie verabschieden, die im interaktiven Handel eine rechtliche Harmonisierung für alle Mitgliedsstaaten schafft.
Die größte Neuerung für den deutschen eCommerce ist die Kappung der 40-Euro-Klausel für Retouren. Bisher konnten Kunden Waren über einen Bestellwert von 40 Euro kostenlos zurückschicken. Novum: Webhändler können die Rücksendekosten bei vorheriger Information dem Verbraucher vertraglich auferlegen.
Des Weiteren wird die umnstrittene Buttonlösung europaweit eingeführt. Sie besagt, dass Kunden nur an Online-Bestellungen von Gütern und Dienstleistungen gebunden sind, wenn sie eindeutig bestätigen, dass sie eine kostenpflichtige Leistung erwerben.
Auch beim Payment gibt es neue Richtlinien: Aufschläge für bestimmte Zahlarten dürfen nicht höher sein als die Kosten, die der Verkäufer für die Versendung tatsächlich zahlen muss.
„Die Richtlinie schafft mehr Rechtssicherheit und stärkt diesen Wirtschaftszweig, (…)“, lobt die Justitiarin des Bundesverbandes des Versandhandels, Stephanie Schmidt.
Für den einzelnen Nutzer hat dies jedoch noch keine Auswirkung, erklärt Martin Rätze, Diplom-Wirtschaftsjurist von Trusted Shops. Zuerst seien die Mitgliedsstaaten berechtigt, die neuen Richtlinien in nationales Recht umzusetzen. Dafür haben sie zwei Jahre Zeit, so dass die Änderungen erst 2013 verbindlich werden.



Neuer Online-Marktplatz „Copious“ – So kann Social Commerce basierend auf Facebook aussehen

Der in dieser Woche gelaunchte Online-Marktplatz Copious zeigt, wie die nächste Generation des Online-Shopping aussehen kann: Gleich zu Beginn sind Facebook Features und Funktionalitäten integriert. Durch den direkten Facebook-Login surfen Käufer und Verkäufer mit ihrer eigenen Online-Identität über den Marktplatz und können zusätzlich noch weitere Social Media Profile vernetzen. Der Fokus auf Facebook ist kein Zufall, denn zum Gründungsteam gehört der ehemalige Marketingleiter von Facebook, Jonathan Ehrlich.

Besonders kleinere Online-Shops, die etwa bei eBay von der Konkurrenz größerer Anbieter verdrängt wurden, können gezielt eine positive und persönliche Reputation über die Integration ihres Social Media Profil aufbauen. Copious bildet zudem auf einer Skala von 1 bis 5 den Grad der Vernetzung zwischen Verkäufer und Käufer an – egal ob über Facebook Likes, twitter Follower oder andere Social Media-Verknüpfungen. Das schafft mehr Sicherheit für den Käufer im Vergleich zu konventionellen Einträgen eines Verkäufers auf Anzeigenseite und anonymen Bewertungen.

Aber auch eigene Shop-Systeme können vom Fokus auf Facebook Features profitieren: Im Kaufprozess sehen die User, welche ihrer Freunde vom gleichen Anbieter gekauft, wie viele „Likes“ und Kommentare das Produkt sowie der Anbieter haben. Basierend auf den bereits getätigten Social Media Aktivitäten des Käufers werden ihm auf der Plattform Produktempfehlungen angezeigt, die ihn interessieren könnten. Um die soziale Interaktion anzuregen, können Verkäufer Rabatte anbieten, wenn das jeweilige Produkt oder der Shop „geliked“ oder kommentiert wurde.



Studie: Zukunft des eCommerce

Interone hat die vergleichende Käuferstudie „Future Commerce“ veröffentlicht, bei der 2.500 Konsumenten zu ihrem Einkaufsverhalten in den Bereichen Lebensmittel, Kleidung, elektronische Geräte, Baumarktartikel und Telekommunikations-Dienstleistungen befragt wurden. Die Studie zeigt drei Trends auf:

1.    Social Commerce

Marken und Händler beziehen Social Media immer mehr in ihren Verkaufsprozess ein. Der Trend geht dahin, Freunde zu Verkäufern zu machen, um so den Bedarf an persönlicher Beratung zu decken. Erste Ansätze werden bereits umgesetzt, denn schon heute bekommen Nutzer Rabatte, die ihren Freunden mitteilen, wo sie gerade shoppen.

2.    Gamification

In den kommenden fünf Jahren sollen Geschäfte zu Spielplätzen werden. Im digitalen Zeitalter müssen sich Händler immer wieder neu erfinden, damit die Käufer im Point of Sale verweilen. Spiele erscheinen dabei der richtige Ansatz, denn sie sind mehr als ein reiner Zeitvertreib. Wer spielt, hat Spaß, heißt die Devise. Zukünftig werden diese Elemente in das Kauferlebnis integriert.

3.    Werbeflächen
Handel und eCommerce lassen sich nicht mehr strikt voneinander trennen. Laut der Analyse werden Käufer über eine Vielzahl an digitalen Medien einkaufen. Tochscreens und Smartphones machen dies möglich. Auch im stationären Handel können Kunden über Touchscreens Produkte bestellen. Über Tablets können Verkäufer ihre Produkte besser präsentieren und unmittelbar verkaufen.
Durch die sofortige Verfügbarkeit werden Kaufentscheidungen heute extrem kurzfristig getroffen. Die Mehrheit der Befragten benötigt von der ersten Kaufidee bis zum Kauf maximal zwei Tage. Je medienerfahrener die Konsumenten sind, desto stärker informieren sie sich selbst über Produkte.