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Bye Bye Grooveshark

Der kostenlose online Musik-Streaming-Dienst verabschiedet sich vorerst aus der Internetlandschaft. Schuld an dem plötzlichen Ende von grooveshark.com scheint in erster Linie die GEMA.

Nutzer des kostenlosen Streaming-Dienstes müssen vorerst auf Alternativen wie Simfy, napster o.ä. zurückgreifen. Wer heute das Musikangebot von grooveshark aufrufen möchte, liest seit heute folgenden Satz auf der Startseite: „Aufgrund unverhältnismäßig hoher Betriebskosten stellt Grooveshark den Zugriff aus Deutschland ein“. Escape Media Group, der Betreiber groovesharks, schießt gegen die Verwertungsgesellschaft GEMA und weist die Schuld von sich.

(Quelle: haz.de)



Noch keine Einigung zwischen Gema und Youtube

Im letzten Jahr konnte die Gema ihren Ertrag steigern, so wurden 1,8 Prozent mehr an die Inhaber von Musikrechten ausgeschüttet als 2008 (Gesamt = 713 Millionen Euro). Die eigenen Einnahmen stiegen auf 814 Millionen Euro (ein Plus von 2,2 Prozent).

Die Einnahmen von Tonträgern gingen zurück, jedoch nicht so stark wie in den Jahren zuvor. Die Erlöse für Radio und TV stiegen hingegen. Der Online-Bereich, der Downloads und Klingeltöne zusammenfast, erzielte mit 45 Prozent einen deutlichen Zuwachs. 10,6 Millionen Euro seien für die Gema jedoch ein nicht zufriedenstellender Betrag. Für 2010 wird ein Rückgang der Erträge erwartet.

Die Frage nach der Vergütung der Musikvideos bei Youtube sei bisher nicht geklärt. Der erste Vertrag, der die Nutzung von Musik bei Googles Videoportal regelte, lief im März 2009 ab und wurde bisher nicht neu aufgesetzt. Es wird gehofft, dass sich die Lösung positiv auf die Bilanzzahlen der Gema auswirken. Konkrete Details der Verhandlungen wurden bisher nicht veröffentlicht.



Live-Konzerte demnächst bei Youtube?

Googles Videoplattform Youtube plant in Zukunft Live-Konzerte im Internet anzubieten, jedoch nur gegen Bezahlung.

„Live-Streams von Konzerten könnten sehr geeignet sein für ein Pay-per-View-Modell“, so Youtube-Manager Patrick Walker.

Die bisherigen Angebote, die durch Werbung finanziert wurden, wie die Konzerte von U2 und Alicia Keys in diesem Jahr seien positiv ausgefallen. In dieser Woche startet Youtube in den USA, wie von uns berichtet, einen Versuch mit einem kostenpflichtigen Online-Video-Verleih.

„Wir werden auch künftig vor allem ein werbefinanziertes Portal sein, aber Bezahlinhalte können in manchen Segmenten sinnvoll sein“, sagte Walker weiter.

Momentan würden täglich weltweit über eine Milliarde Videos über Youtube angeschaut.
Ein Siebtel dieser Videos war mit Werbung versehen und so flossen Werbegelder an Youtube und die Rechteinhaber der Videos.

Die deutsche Musikverwertungsgesellschaft GEMA ist damit jedoch nicht befriedigt und fordert zusätzliches Geld. Der vor fast einem Jahr ausgelaufene Vertrag zwischen GEMA und dem Videoportal wurde bis heute nicht verlängert.

„Wir arbeiten hart daran, eine Lösung zu finden, aber die Dinge sind komplex. Wir brauchen einen willigen Partner, um Wachstum zu erzielen und nicht einen, der uns mit kostspieligen Lizenzen behindert (…) In den Niederlanden und in Großbritannien konnten wir uns mit den Verwertungsgesellschaften einigen.“, so Walker.

Der Hauptstreitpunkt sei das Geld: Die GEMA, die zuständig dafür ist die Nutzungsgebühren für die Komponisten und Verlage einzufordern, wollte pro geschautem Musikvideo auf Youtube einen Cent. Dies war für das Videoportal zu viel und so kamen die zwei Parteien bis jetzt auf keinen gemeinsamen Nenner.

Trotz der Differenzen zwischen GEMA und Youtube bieten viele Plattenlabels ihre Videos weiterhin auf Youtube an.

„Die meisten Labels haben kein Problem mit uns. Viele Künstler haben eigene Youtube-Seiten, nicht nur um Videos zu zeigen, sondern auch um Promotion zu machen, T-Shirts und Konzerttickets zu verkaufen (…) So bringen wir den Plattenfirmen eine Menge Umsatz – auch außerhalb von Online.“ äußerte sich Walker.