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Geschäftsanwendungen im neuen Marketplace von Google

Google bietet ab sofort einen neuen Service an. Unternehmen, die diverse Anwendungen nutzen und Cloud-Computing einsetzen, erhalten durch diesen Service die Möglichkeit verschiedene Cloud-Applikationen zu finden und verwalten. Der Service nennt sich Apps Marketplace.

Mittels weniger Klicks können sich Geschäftskunden diverse Businessanwendungen kaufen und aktivieren. Dabei hilft ein intelligentes Bewertungssystem. Freigeschaltete Administratoren verwalten die aktivierten Applikationen über die Google-Apps-Konsole, welche mittels OpenID-Integration eine einmalige Anmeldung für jede Applikation erfordert. Dadurch braucht man sich nicht mehr für jede Anwendung einzeln anmelden, sondern kann so alles zentral verwalten.

Anbieter der Anwendungen müssen die Applikationen nicht separat für die neue Google-Plattform umprogrammieren oder neu erstellen, sondern können ihr vorhandenes System mit der Apps-API verknüpfen. Die Entwickler erhalten bei Aktivierung über den Apps Marketplace 80 Prozent des Kaufpreises, Google behält 20 Prozent des Erlöses für den eigenen Umsatz. Laut Angaben im Google-Blog haben sich bereits 50 vorwiegend amerikanische Anbieter dazu entschieden ihre Anwendungen im Google Apps Marketplace anzubieten. Ob bald nicht-englischsprachige Dienste angeboten werden, wurde bisher noch nicht bekannt gegeben.



Microsoft zu freier Browserwahl verpflichtet

Viele Windows-Nutzer, die sich in dem Browserangebot nicht auskennen, meist gar nicht wissen, dass es auch Alternativen gibt, nutzen hauptsächlich den Internet Explorer. Dies soll nun geändert werden.

Die Europäische Kommission hat festgelegt, dass diese Standardauswahl gegen die Prinzipien des freien Wettbewerbs verstößt. So wird Microsoft nun gezwungen auch die Konkurrenz in einer Auswahl zur Verfügung zu stellen. Diese Verpflichtung, ein Auswahlmenü in die Betriebssysteme Windows XP, Windows Vista und Windows 7 zu integrieren, besteht zunächst für fünf Jahre. Somit sollen alle auswählbaren Programme gleichgestellt werden und die endgültige Auswahl beim Nutzer liegen.

Somit können die Windows-Nutzer nun zwischen elf Alternativen wählen und den auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten Browser wählen. Die Alternativen bestehen aus Google Chrome, Mozilla Firefox, Opera und Safari. Die wohl bekanntesten Browser. Jedoch hat Microsoft auch einige kleinere Browser mit in die Auswahl genommen. Darunter befinden sich Programme wie, K-Melon, Maxthon und Flock, die wohl den wenigsten Nutzern etwas sagen. Bis Mitte Mai soll die Auswahl auf europaweit 100 Millionen Computern integriert sein.



Google setzt auf mehr Datenschutz

Die aktuelle Version des Chrome-Browsers (Beta 4.1) zeigt: Google legt nun mehr Wert auf Datenschutz. So soll ab der bald erscheinenden Final-Version die oft kritisierte fest Client-ID verzichtet werden. Bisher war diese bei der Installation und bei Browser-Updates übertragen worden.

Theoretisch könnte Google anhand dieser ID das Surfverhalten einem bestimmten Nutzer zuordnen und diese analysieren. Diese kritisierte Datensammlung soll nun gänzlich aus Google Chrome verbannt werden. Die ID soll durch einen anonymisierten Zählmechanismus ersetzt werden, mit dem sich zwar erschließen lässt, dass es sich bei dem Browser um den von Google handelt, jedoch soll es keine Rückschlüsse über den Nutzer geben. Diese Zählmethode soll bereits in der aktuell erhältlichen Beta 4.1 enthalten sein.

Weiterhin wurden die Datenschutz-Einstellungen in der Beta-Version 4.1 erweitert. So ist es nun möglich die Einstellungen zu differenzieren und bei den einzelnen Webseiten festzulegen, wie sie mit Cookies, Plug-Ins, Bildern, JavaScript und PopUps umgehen soll.



Google übernimmt Onlinebildbearbeitung Picnik

Um sein Portfolio an Webapplikationen zu erweitern, übernimmt Google das Onlinebildbearbeitungsprogramm Picnik.

Ziel ist es, mittels Picnik den bereits bestehenden Dienst Picasa weiter auszubauen. Mit Picasa ist es bisher möglich, Bilder mit der Desktopsoftware zu bearbeiten und mit einem Dienst online Fotos zu tauschen. Einschneidende Änderungen an Picnik sind bisher nicht geplant, der Dienst bleibt online und kann auch weiterhin ohne Account genutzt werden.
Ähnlich wie andere Fotobearbeitungsprogramme, bietet Picnik die übliche Palette an Funktionen zur Fotobearbeitung.

Die rund 20 Angestelleten von Picnik werden in Zukunft für Google an Picnik, müssen aber ihren Standort in die Google Büros in Seattle wechseln. Auch den bestehenden Picnik Partnern will man weiterhin entgegen kommen, diese sollen auch künftig die Möglichkeit haben, auf den Dienst zurück zu greifen um es ihren Nutzern zu ermöglichen Fotos in andere Fotowebseiten und Social Networks zu exportieren.



Google integriert neues Feature in seinem Mailing-Dienst

Der sogenannte Forgotten Attachment Detector überprüft die geschriebene Mail auf eventuell vergessene Anhänge. Dies publizierte Google in einem Blog-Eintrag. Die genannte Funktion wird im Labs-Bereich bereits angeboten und kann dort manuell aktiviert werden.

Die hinzugefügten Features stehen ab sofort zu Verfügung, bisher leider nur für die englischsprachige Version von GoogleMail. So wurde zum Beispiel der integrierten Suche eine Funktion zur Autovervollständigung hinzugefügt.

Zusätzlich lassen sich jetzt integrierte YouTube-Videos direkt in der E-Mail ansehen. Lediglich der Link zum Video muss in der Mail enthalten sein. Auch neu ist der oben genannte „Forgotten Attachment Detector“, welcher den Text der Mail überprüft und typische Merkmale wie „I’ve attached…“ (deutsch: Im Anhang angefügt…) analysiert. Daraufhin überprüft das Mailing-Programm, ob auch wirklich eine Datei angehängt wurde und erinnert gegebenenfalls den Absender an die fehlende Datei.

Die Labels von der Nachrichten-Organisation können nun vollkommen frei gewählt werden. Zusätzlich ist es jetzt möglich die Abwesenheitsnotizen auch im Voraus festzulegen.

Neben den hinzugefügten Features wurden auch einige Funktionen entfernt. So entfernte Google die Funktionen Fixed Width Font, Location in Signature, Random Signature, Email Addict und Muzzle.



Google zahlt Apple 100 Millionen Dollar

In der Vergangenheit kursierten einige Gerüchte über eine eigene Suchmaschine von Apple, nun jedoch bestätigte Apple, dass man weiterhin auf die Google-Suche setzen wird.

Diese spezielle Einbindung der Google-Suche in Apples iPhone bringt dem Unternehmen 100 Millionen Dollar jährlich ein. Laut businessinsider.com zahlt Google diesen Betrag im Rahmen der Vereinbarung zur Umsatzbeteiligung an Apple. Und falls Apple wechseln wolle, als Alternative würde sich noch die Bing-Suche von Microsoft anbieten.

„Es gibt zu viele Optionen auf dem Markt für Suchmaschinen, daher gibt es keinen Grund für Apple, eine eigene zu entwickeln.“, so ein Apple-Insider.



Wikipedia erhält 2 Millionen US-Dollar-Spende von Google

Als Zeichen der Freundschaft bezeichnet Wikipedia-Gründer Jimmy Wales die Millionenspende von Google an Wikimedia. Google-Mitbegründer Sergey Brin betitelte Wikipedia als einer der größten Triumphe des Internets.

Der Suchmaschinenriese hat für die Wikimedia Foundation 2 Millionen US-Dollar gespendet, so Jimmy Wales via Twitter. Neben dieser Neuigkeit schreib Wales auch, dass die Änderungszahlen aller Wikimedia-Projekte nahe an der 1 Milliarde Marke seien.

Die erste Spende des Internetkonzerns für die freie Enzyklopädie wird über die Tides Foundation an die Wikimedia Foundation gehen.

„Die Mittel werden für die Betriebskosten der Wikimedia Foundation verwandt, einschließlich Investitionen in die technische Infrastruktur, um dem rasch wachsenden globalen Nutzeraufkommen und den Anforderungen an die Kapazität nachzukommen. Die Gelder sollen auch dazu verwendet werden, um Wikipedia einfacher benutzbar und leichter erreichbar zu machen”, hieß es weiter.

“Wikipedia ist einer der größten Triumphe des Internet. Diese riesige Sammlung von communitygenerierten Inhalten ist eine wertvolle Informationsquelle für jeden, der online ist.”,  sagte Google-Mitbegründer Sergey Brin.

Die Wikimedia Foundation sei laut Wales sehr dankbar für die Spende und sie sei ein Zeichen für eine längerfristige Ausrichtung einer Freundschaft zwischen Wikimedia und Google.

Die gespendeten 2 Millionen US-Dollar sind für die Wikimedia Foundation ein hoher Betrag.  8 Millionen US-Dollar wurden in der vergangenen Spendenkampagne insgesamt eingenommen. Dabei spendeten 230.000 Menschen durchschnittlich 33 US-Dollar. Somit war die letzte die bisher erfolgreichste Spendenkampagne in der Geschichte der Wikimedia Foundation. Der Supportverein in Deutschland sammelte knapp 614.400 Euro für die Onlineenzyklopädie.