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YouTube experimentiert mit HTML5

Durch Experimente der Google-Tochter YouTube mit HTML5, lassen sich seit Anfang des Jahres alle Videos auch ohne Flash-Plug-in  mit Safari und Chrome anschauen. Außerdem werden die Videos nun auch als lizenzkostenfreie Alternative im H264 Webformat  angeboten.

Allerdings soll dies keine Ablösung des Flash-Players im weltgrößten Videoportal sein. Flash sei laut des Software Entwicklers John Harding, HTML5 um Jahre voraus, da HTML5 kein robusten Streaming-Mechanismus habe, sich nur um die Einbindung von Audio und Videoinhalte kümmere und keine Streaming-Protokolle thematisiere. Durch Methoden wie Apple „http Live Streaming“,  liegt Flash durch Zusammenarbeit mit Real Time Messaging Protocol  und ActionScript weiter vorne. Die Rechteverwaltung (DRM) für z.B. „YouTube Rentals“, fehle HTML5  ebenfalls.

(Player-) Applikationen und Ressourcen sind für die Nutzer zur Ausstattung ihrer Website mit dem YouTube Player dringend notwendig. Dies fehle auch dem HTML5-Player, genau wie der Zugriff auf  Mikrofon und Webcam, um auf Webseiten, wie täglich Tausende von Nutzern die eingebetteten Video(chats), Live Broadcasting zu nutzen.

Trotz der bekannten Argumente von Harding für  Flash, sind nicht alle auf die DRM-Funktion angewiesen, d.h. das HTML5 immer noch im Rennen ist – besonders, da es noch Webseiten und Medien gibt, die kein Flash unterstützen.



Live-Konzerte demnächst bei Youtube?

Googles Videoplattform Youtube plant in Zukunft Live-Konzerte im Internet anzubieten, jedoch nur gegen Bezahlung.

„Live-Streams von Konzerten könnten sehr geeignet sein für ein Pay-per-View-Modell“, so Youtube-Manager Patrick Walker.

Die bisherigen Angebote, die durch Werbung finanziert wurden, wie die Konzerte von U2 und Alicia Keys in diesem Jahr seien positiv ausgefallen. In dieser Woche startet Youtube in den USA, wie von uns berichtet, einen Versuch mit einem kostenpflichtigen Online-Video-Verleih.

„Wir werden auch künftig vor allem ein werbefinanziertes Portal sein, aber Bezahlinhalte können in manchen Segmenten sinnvoll sein“, sagte Walker weiter.

Momentan würden täglich weltweit über eine Milliarde Videos über Youtube angeschaut.
Ein Siebtel dieser Videos war mit Werbung versehen und so flossen Werbegelder an Youtube und die Rechteinhaber der Videos.

Die deutsche Musikverwertungsgesellschaft GEMA ist damit jedoch nicht befriedigt und fordert zusätzliches Geld. Der vor fast einem Jahr ausgelaufene Vertrag zwischen GEMA und dem Videoportal wurde bis heute nicht verlängert.

„Wir arbeiten hart daran, eine Lösung zu finden, aber die Dinge sind komplex. Wir brauchen einen willigen Partner, um Wachstum zu erzielen und nicht einen, der uns mit kostspieligen Lizenzen behindert (…) In den Niederlanden und in Großbritannien konnten wir uns mit den Verwertungsgesellschaften einigen.“, so Walker.

Der Hauptstreitpunkt sei das Geld: Die GEMA, die zuständig dafür ist die Nutzungsgebühren für die Komponisten und Verlage einzufordern, wollte pro geschautem Musikvideo auf Youtube einen Cent. Dies war für das Videoportal zu viel und so kamen die zwei Parteien bis jetzt auf keinen gemeinsamen Nenner.

Trotz der Differenzen zwischen GEMA und Youtube bieten viele Plattenlabels ihre Videos weiterhin auf Youtube an.

„Die meisten Labels haben kein Problem mit uns. Viele Künstler haben eigene Youtube-Seiten, nicht nur um Videos zu zeigen, sondern auch um Promotion zu machen, T-Shirts und Konzerttickets zu verkaufen (…) So bringen wir den Plattenfirmen eine Menge Umsatz – auch außerhalb von Online.“ äußerte sich Walker.



Planung von kostenpflichtigem Videoangebot bei Youtube

Die Videoplattform von Google testet ein Videomietangebot mit unabhängigen Filmproduktionen. Bereits seit 2009 bietet Youtube in den USA kostenlos und durch Werbung finanziert Filme und Fernsehproduktionen an.

Ab sofort können die US-Nutzer die Produktionen unabhängiger Filmemacher kostenpflichtig Testen. Die Überweisung erfolgt über Googles Bezahlsystem Checkout.

Der Grund für die unabhängigen Produktionen ist die Zusammenarbeit von Youtube mit dem Sundance Film Festival. So soll den Filmemachern die Möglichkeit gegeben werden über die Videoplattform ihre Filme zu vermarkten, dabei können sie selbst entscheiden zu welchen Konditionen der Film „verliehen“ wird und wie lange.

Das Angebot ist jedoch stark begrenzt und bietet lediglich fünf Spielfilme, die den US-Nutzern zur Verfügung stehen. Seit letztem Jahr bietet Youtube bereits die Produktionen der großen US-Unternehmen an, diese sind bisher kostenlos und werden über Werbeeinblendungen finanziert. Seit Mitte letzten Jahres wird seitens Youtube darüber verhandelt ob zukünftige Angebote kostenpflichtig angeboten werden sollen.



Paid Content wird kommen

Youtube möchte die Premiumvideo-Sektion weiter ausbauen und weitere Finanzierungsmöglichkeiten einbauen, so Googles Vice President Davin Eun.

Zurzeit werden verschiedene Paid-Content-Modelle getestet, man wüsste jedoch noch nicht wann man das Bezahlangebot anbieten würde und welches Modell sich durchsetzen wird. Sicher ist jedoch das Googles Onlinewerbevermarkter Doubleclick eine wichtige Rolle spielen wird.

In den USA wurden bereits Verträge mit Film- und Musikproduzenten abgeschlossen um Filme und Songs diverser Anbieter online anbieten zu können. So könnte es möglich sein das in Zukunft ganze Filme und Serien auf Youtube angeboten werden.



Stark im Trend: Bewegtbilder im Web

Online-Videos verändern unser Internet-Nutzungsverhalten enorm. Durch die zunehmende Nutzung und Verbreitung von Online-Videoclips entstehen zahlreiche Möglichkeiten auch mit Marketing-Maßnahmen zu punkten. Die Vielfalt der Werbemittel im Internet nimmt rasant zu.

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Der Trend, das eigene Unternehmen oder eine Dienstleistung im Internet in einem Film darzustellen, ist ungebrochen. Die Möglichkeiten der Präsentation sind unterschiedlich. Wie beispielsweise ein Image-Film über das Unternehmen, ein Video, das bestimmte Produkte beschreibt, Impressionen mit Musik, Interviews, Messe-Berichte etc. Dabei ist die Auswahl der Videos ausschlaggebend für den Erfolg dieses Mediums.

Experten attestieren den Bewegtbildern im Web eine sehr hohe Aufmerksamkeit. Die Werbewirkungsanalyse zeigt Vorteile gegenüber Fernseh-Werbespots auf.

100 Medien-Entscheider wurden im September 2009 durch die InteractiveMedia Marktforschung befragt. Das Ergebnis: Bei über 85% der Befragten ist der Anteil der Online-Werbung am Media-Budget in den letzten beiden Jahren gestiegen.

50% sagen, dass die Aufstockung durch eine Umschichtung aus anderen Medien möglich war und so finanziert werden konnte. Nach Publikumszeitschriften mit 77% und Tageszeitungen mit 66% , belegt das Fernsehen den 3. Platz im Medien-Ranking mit 52%. Nahezu 90% der Studien-Teilnehmer haben bereits Erfahrungen mit Videos im Internet gemacht. Dabei sind Streaming-Ads mit einem Anteil von über 80% das am häufigsten genutzte Format.

Anfang 2009 stieg die Anzahl der Online-Video-Nutzer um 12%. Die im Durchschnitt verbrachte Zeit für Internet-Videos stieg zum Vorjahr um 25%. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Nielsen. User tendieren immer mehr und mehr dazu sich online ganze TV-Serien, Nachrichten-Clips oder komplette Filme anzuschauen. Nach Meinung von Nielsen sollten sich die Unternehmen dieser Neigung Ihrer Zielgruppe anpassen.