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Ist bezahlter Content realistisch?

Zurzeit ist die Bereitschaft für Webinhalte zu zahlen sehr gering. Dies wird sich auch nicht ändern, wenn es weiter ähnlich gute Angebote umsonst gibt.

Laut Pew sind die Marktforschungsergebnisse zum Thema Paid Content nicht optimal. So würden 82 Prozent in der durchgeführten Umfrage zu einem ähnlichen Portal wechseln, sollte ihre derzeitige Webseite Gebühren verlangen. 19 Prozent der Befragten, wären nicht abgeneigt für qualitativ hochwertige Beiträge Geld zu bezahlen oder tun es bereits.

Indes bevorzugen 54 Prozent derjenigen, die sich generell Nutzungsgebühren vorstellen können, jedoch lieber als Pauschalangebot, das regelmäßig beglichen wird. 24 Prozent hingegen würden eine einzelne Zahlung für jede Inanspruchnahme der Inhalte vorziehen. Ein Hauptgrund für dieses Ergebnis dürfte der Wunsch nach Übersicht sein, die das Prinzip der regelmäßigen Zahlung unterstützt. Neben der Paid-Content Umfrage befasste sich Pew auch noch mit der Akzeptanz von Online-Werbung. Hierbei wurde deutlich, dass 81 Prozent die Online-Werbung als nicht störend an. Jedoch wurde gleichzeitig bekannt, dass sich 77 Prozent gar nicht mit der Werbung beschäftigen. Dabei würden 42 Prozent die Werbeflächen niemals anklicken und 35 Prozent nur eher selten.



Facebook dick im Geschäft

Erst vor kurzem wurde Facebook Credits um den Bezahldienst PayPal erweitert. Nun legte das Social Network den eigenen Anteil an den virtuellen Transaktionen offen. So nimmt Facebook 30 Prozent der ausgegebenen Spielgeldwährung ein.

In den vergangenen Monaten haben bei Facebook viele Entwickler (Crowdstar, Playdom, Zynga,…) die Credits integriert. Facebook erhält 30 Prozent des Erlöses der mit der virtuellen Währung eingenommen wird.

„Wir werden stark in das Bezahlsystem investieren und verschiedene Wege erforschen, wie das Programm verbessert werden kann, um Konversion und Erlöse für die Entwickler zu vergrößern.”

Das Programm befindet sich momentan noch in der Closed-Beta (geschlossenen Testphase) und ist somit nur einigen Nutzern zugänglich. Nach der Bekanntgabe einer strategischen Partnerschaft mit PayPal und der momentanen Entwicklungsphase, wird der Dienst in den nächsten Wochen aber immer mehr Nutzern zugänglich gemacht.



Live-Konzerte demnächst bei Youtube?

Googles Videoplattform Youtube plant in Zukunft Live-Konzerte im Internet anzubieten, jedoch nur gegen Bezahlung.

„Live-Streams von Konzerten könnten sehr geeignet sein für ein Pay-per-View-Modell“, so Youtube-Manager Patrick Walker.

Die bisherigen Angebote, die durch Werbung finanziert wurden, wie die Konzerte von U2 und Alicia Keys in diesem Jahr seien positiv ausgefallen. In dieser Woche startet Youtube in den USA, wie von uns berichtet, einen Versuch mit einem kostenpflichtigen Online-Video-Verleih.

„Wir werden auch künftig vor allem ein werbefinanziertes Portal sein, aber Bezahlinhalte können in manchen Segmenten sinnvoll sein“, sagte Walker weiter.

Momentan würden täglich weltweit über eine Milliarde Videos über Youtube angeschaut.
Ein Siebtel dieser Videos war mit Werbung versehen und so flossen Werbegelder an Youtube und die Rechteinhaber der Videos.

Die deutsche Musikverwertungsgesellschaft GEMA ist damit jedoch nicht befriedigt und fordert zusätzliches Geld. Der vor fast einem Jahr ausgelaufene Vertrag zwischen GEMA und dem Videoportal wurde bis heute nicht verlängert.

„Wir arbeiten hart daran, eine Lösung zu finden, aber die Dinge sind komplex. Wir brauchen einen willigen Partner, um Wachstum zu erzielen und nicht einen, der uns mit kostspieligen Lizenzen behindert (…) In den Niederlanden und in Großbritannien konnten wir uns mit den Verwertungsgesellschaften einigen.“, so Walker.

Der Hauptstreitpunkt sei das Geld: Die GEMA, die zuständig dafür ist die Nutzungsgebühren für die Komponisten und Verlage einzufordern, wollte pro geschautem Musikvideo auf Youtube einen Cent. Dies war für das Videoportal zu viel und so kamen die zwei Parteien bis jetzt auf keinen gemeinsamen Nenner.

Trotz der Differenzen zwischen GEMA und Youtube bieten viele Plattenlabels ihre Videos weiterhin auf Youtube an.

„Die meisten Labels haben kein Problem mit uns. Viele Künstler haben eigene Youtube-Seiten, nicht nur um Videos zu zeigen, sondern auch um Promotion zu machen, T-Shirts und Konzerttickets zu verkaufen (…) So bringen wir den Plattenfirmen eine Menge Umsatz – auch außerhalb von Online.“ äußerte sich Walker.



Planung von kostenpflichtigem Videoangebot bei Youtube

Die Videoplattform von Google testet ein Videomietangebot mit unabhängigen Filmproduktionen. Bereits seit 2009 bietet Youtube in den USA kostenlos und durch Werbung finanziert Filme und Fernsehproduktionen an.

Ab sofort können die US-Nutzer die Produktionen unabhängiger Filmemacher kostenpflichtig Testen. Die Überweisung erfolgt über Googles Bezahlsystem Checkout.

Der Grund für die unabhängigen Produktionen ist die Zusammenarbeit von Youtube mit dem Sundance Film Festival. So soll den Filmemachern die Möglichkeit gegeben werden über die Videoplattform ihre Filme zu vermarkten, dabei können sie selbst entscheiden zu welchen Konditionen der Film „verliehen“ wird und wie lange.

Das Angebot ist jedoch stark begrenzt und bietet lediglich fünf Spielfilme, die den US-Nutzern zur Verfügung stehen. Seit letztem Jahr bietet Youtube bereits die Produktionen der großen US-Unternehmen an, diese sind bisher kostenlos und werden über Werbeeinblendungen finanziert. Seit Mitte letzten Jahres wird seitens Youtube darüber verhandelt ob zukünftige Angebote kostenpflichtig angeboten werden sollen.



Studie: wie lässt sich mit Paid Content am besten Geld verdienen?

Künftig wird wohl Paid Content eines der am heißesten diskutierten Themen sein. Eine Studie hat sich nun damit beschäftigt welche Inhalte sich zu Geld machen lassen und welche nicht.

Um Licht ins Dunkel zu bringen, hat sich Nielsen innerhalb einer Studie mit dem Thema für welche Inhalte Nutzer bereit sind die Geldbörse zu zücken, beschäftigt. Prinzipiell seien Nutzer nur dann bereit für Inhalte zu zahlen, wenn die Informationen relevant, individuell und möglichst selten bzw. schlecht kopierbar sind. Das heißt, dass wohl nur professionell recherchierte Neuigkeiten aus bspw. der Wirtschaft und topaktueller Klatsch aus der Welt der Promis ein paar Euros aus den Taschen der Nutzer locken können. Laut den Experten ist es allerdings noch wichtiger, in den Medienkategorien zu unterscheiden. So gaben 57 Prozent der User die Bereitschaft an für Filme und Musik im Netz zu zahlen. 51 Prozent der Befragten würden Geld für Spiele ausgeben, während 50 Prozent für professionelle Videobeiträge und 49 Prozent für Inhalte, die man sonst wohl nur in Fachmagazinen zu lesen bekommen würde, zahlen wollen.

Die Richtung des Trends ist also klar erkennbar: Für User Generated Content besteht wenig bis keine Zahlungsbereitschaft, während Fachbeiträge von Profi-Journalisten bereits schon jetzt den ein oder anderen Euro abgreifen können. So simpel es auch klingen mag, aber der wichtigste Grund dafür ist wohl, dass man für Dienstleistungen, Filme, Musik und Zeitschriften schon immer die Geldbörse zücken musste.

Die Studie befasste sich außerdem mit der Frage, wie Paid Content bezahlt werden soll. Dafür ist manch einer sicher bereit, Gebühren für die Anmeldung auf einem Diensleistungsportal zu zahlen. Dem entgegen, stehen aber die Erkenntnis, dass die Nordamerikaner mit 40 Prozent und die Europäer mit 39 Prozent, lieber Werbeeinblendungen auf ihrer Lieblingswebsite akzeptieren würden. Spezilisten sehen die Zukunft des Paid Content daher eher in Gebührenmodellen, wie sie bspw. von Telekommunikationsanbietern angeboten werden.



Paid Content wird kommen

Youtube möchte die Premiumvideo-Sektion weiter ausbauen und weitere Finanzierungsmöglichkeiten einbauen, so Googles Vice President Davin Eun.

Zurzeit werden verschiedene Paid-Content-Modelle getestet, man wüsste jedoch noch nicht wann man das Bezahlangebot anbieten würde und welches Modell sich durchsetzen wird. Sicher ist jedoch das Googles Onlinewerbevermarkter Doubleclick eine wichtige Rolle spielen wird.

In den USA wurden bereits Verträge mit Film- und Musikproduzenten abgeschlossen um Filme und Songs diverser Anbieter online anbieten zu können. So könnte es möglich sein das in Zukunft ganze Filme und Serien auf Youtube angeboten werden.



Nutzer wollen nicht für Content bezahlen

In der aktuellen GfK-Studie wurden insgesamt 16.800 Menschen aus 17 Ländern befragt, ob sie bereit wären für digitalen Content Geld zu bezahlen.

Von diesen rund 17.000 Menschen wären lediglich 13 Prozent dazu bereit für diese Inhalte zu zahlen. Jedoch teilen sich diese 13 Prozent noch mal auf.  So würden rund 8 Prozent als „Gegenleistung“ keine Werbung mehr sehen und nur die anderen 5 Prozent würden neben den Kosten auch noch Werbung akzeptieren. Die übrigen 80 Prozent sind der Meinung, dass die Bezahlung für den Online-Content nicht vertretbar sei, 33 Prozent fordern sogar die kostenfreie Entfernung der Werbeeinblendungen. Länderübergreifend nehmen 46 Prozent der Nutzer die Werbung an, fordern jedoch, dass dadurch die Inhalte kostenfrei bleiben.

Die traditionell liberaleren Staaten wie die Niederlande und Schweden waren in dieser Hinsicht toleranter, dort stimmten 20 Prozent und 23 Prozent für den Paid Content. Was anteilig deutlich mehr darstellt als die zusammengefassten 13 Prozent der Gesamtbefragten. Auf der anderen Seite stehen Länder wie Rumänen (4 Prozent) und Polen (5 Prozent), wo kaum jemand bereit wäre für den bereits vorhandenen Inhalt zu zahlen.

Über die Hälfte der Befragten gab die Abfrage der E-Mail-Konten als Hauptgrund des Online-Gehens an. Hier zeigten sich die Deutschen, Spanier und Portugiesen am kommunikativsten. Neben dieser Aktivität werden das Abrufen von Informationen über Suchmaschinen (Google, …) und die Nutzung von Sozialen Netzwerken genannt. Diese Sozialen Netzwerke werden in der Türkei, Großbritannien, Griechenland und den USA am meisten genutzt. Deutschland findet sich hier nur auf den hinteren Plätzen wieder, lediglich sieben Prozent empfinden die sogenannten eCommunities als eine für sie wichtige Plattform an. Zudem sind die Männer hier seltener anzutreffen als die Frauen.