Die Stellenanzeigen in Zeitungen werden immer weniger. Stattdessen wird die Personalsuche immer stärker auf die Online-Kanäle verlagert. Laut der Studie Recruitment Trends werden auch immer mehr Bewerbungen per Mail versendet statt per Post.
Die Aussage „Ihre Bewerbung bevorzugen wir in Papierform anstelle einer E-Mail“ liest man immer seltener auf den Bewerbungsseiten diverser Unternehmen. Zumindest in größeren Unternehmen erwartet man eine Online-Bewerbung, da man sich nicht mit dem ganzen Papierkram abgeben möchte. In den letzten fünf Jahren habe sich ein Wandel durch die Personalabteilungen gezogen, so wurde damals noch von über zwei Fünftel der Befragten die Papierform bevorzugt. Jetzt sind es nur noch sieben Prozent.
Zusätzlich nutzen fast zwei Drittel der Großkonzerne Online-Jobbörsen um eine offene Stelle auszuschreiben. Jede fünfte Ausschreibung findet man in den Printmedien, deutlich weniger als noch vor einigen Jahren. So scheinen sich die Befragten aber von der Gesamtheit abzuheben und bilden somit die Ausnahme. Laut einer Erhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) geben 40 Prozent der Firmen noch klassische Inserate auf und lediglich 30 Prozent nutzen, die oben genannten, Web-Portale.
Für die Recruitment-Trends-Befragten ist die eigene Firmen-Homepage der wichtigste Kanal und dient somit als Hauptplattform um mit möglichen Bewerbern in Kontakt zu treten. Hierbei ist es auch wieder ein Vorteil für die bekannteren Firmen, da hier öfter die eigene Seite besucht wird als die von mittelständischen Unternehmen. Um präsenter zu sein sponsern manche Unternehmen Veranstaltungen an Universitäten und versuchen so die Studenten zu erreichen. Drei Viertel der Befragten geben das Hochschulmarketing als wichtiges Instrument an.
Bevor eine Stelle ausgeschrieben wird, informieren sich Arbeitgeber bei Online-Portalen wie Xing über mögliche Kandidaten und werben diese gegebenenfalls an. Hier weißt jeder Dritte darauf hin, dass das Social Web eine effektive Unterstützung bei der Personalsuche sei.
In einer weiteren Erhebung des Instituts Dimap wurde von einem Viertel aller Firmen bejaht, dass man bei der Personalsuche auf Informationen aus dem Internet zurückgriff. Ein Fünftel wertet nur gelegentlich Daten aus sozialen Netzwerken aus, wie z.B. Facebook oder die VZ-Netzwerke. Die Nicht-Nutzer war der Aufwand zu groß oder empfangen die Suchergebnisse als nicht aussagekräftig genug.
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