Verlage erweisen sich als die aktivsten Käufer der Internetwirtschaft
Mehr als ein drittel aller Investitionen in Online-Portale seit 2005 lässt sich auf Verlagshäuser zurück führen.
Das ist eines der Ergebnisse der Studie “Der Online-Faktor: Von der Integration zur Transformation“, die der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) und die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young herausgegeben haben.
“Verlage, Sender und Produzenten kaufen derzeit gezielt Internet-Unternehmen auf, um besser in der Online-Wirtschaft Fuß zu fassen“,
sagt August-Wilhelm Scheer, Präsident des Bitkom. Statt dem langwierigen Aufbau eigener Netzwerke kaufen Medienhäuser also Internet-Unternehmen, um durch deren Communities neue Zielgruppen zu erreichen.
Der deutsche Markt ist den Ergebnissen nach sogar überdurchschnittlich dynamisch: Während im europäischen Schnitt die Zahl der Übernahmen und Fusionen in diesem Bereich seit 2005 um 130 Prozent zugelegt hätten, seien es in Deutschland 161 Prozent. Internationaler wird der Markt auch: Mehr als jede dritte Transaktion habe grenzüberschreitenden Charakter.
“Die E&Y-Studie zeigt klar, dass der Online-Markt Treiber für M & A in Europa ist”,
sagt Marcel Reichart, Geschäftsführer DLD (Digital-Life-Design) bei Burda, wo die Studie präsentiert wurde.
via: WuV
