Viele Schnäppchenjäger lassen sich vom Verlust ihrer Privatsphäre nicht beunruhigen

Eigentlich erscheint einem der Gedanke eher unangenehm, dass man mittlerweile im Netz überall seine virtuellen Fußabdrücke hinterlässt. Anders als erwartet zeigt sich davon jedoch ein Großteil der Online-Shopper unbeeindruckt.

Im Bereich personalisierte Internet-Werbung, haben ein Drittel der Anwender, kein Problem damit, dass ihre Daten gesammelt werden. Im Bereich eShopping sind es ganze 74 Prozent, die es sogar begrüßen, dass mehr oder weniger freiwillig festgehaltene Daten von den Plattformbetreibern ausgewertet werden. Zu diesen Ergebnissen, kam eine Studie von SDL Tridion. Der Käufer gibt scheinbar gerne etwas Privatsphäre für ein gutes Schnäppchen auf. Dieser Trend kommt nicht von ungefähr. Durch die Wirtschaftskrise wurden immer mehr Menschen ins Internet getrieben um dort nach verhältnismäßig günstigen Produkten Ausschau zu halten. Im Gegenzug ist man offensichtlich gerne bereit zu tolerieren, dass Anbieter Daten speichern und auch weiterverwenden.

Die Experten bezeichnen diese Entwicklung als fortschrittlichen Umgang mit den Gegebenheiten des digitalen Gütermarktes. Denn den Käufern wird mehr und mehr klar, dass nicht nur die Anbieter sondern auch sie selbst gewisse Vorteile rausspringen. So können Händler bspw. durch Verfolgung der Kaufaktivitäten ihrer Kunden, speziell zugeschnittene Treue-Aktionen starten. Was letztendlich die Zufriedenheit auf beiden Seiten stärken würde. Händler scheinen dieser Tage die alte Regel, dass Kundenbindung wesentlich kostengünstiger ist Neukundenaquirierung, besonders zu beherzigen. Die Betreiber stehen allerdings auch in der Schuld sich zu bewähren was die Verwendung der Kundendaten angeht, denn nur Vertrauen ist ein Weg zu hoher Kundentreue.