Vom Konsument zum Prosument

Soziale Netzwerke werden immer beliebter. Das hat nachhaltige Auswirkungen auf die Werbung und auch auf den Konsum anderer Medien.

Gegenüber anderen etablierten Medien baut das Internet seinen Vorsprung als Recherche-Medium für Kaufentscheidungen aus. Laut einer Studie der Unternehmensberatung IBM Global Business Services und des Zentrums für Evaluation & Methoden (ZEM) Universität Bonn, nutzen zur Suche nach geeigneten Produkten etwa zwei Drittel der Deutschen das Netz. Das Internet wirkt sich also nachhaltig auf den Medienkonsum aus. Noch führt das Fernsehen als meist genutztes Medium die Liste mit 33 Prozent an, dicht gefolgt vom Internet mit 25 Prozent, den Zeitungen mit 21 Prozent und den Zeitschriften mit 14 Prozent. Das Schlusslicht bildet das Radio mit mageren drei Prozent.

Die Rolle der Konsumenten und der werblichen Ansprache, werden durch die interaktiven Möglichkeiten des Netzes verändert. Durch die zunehmende Verdrängung des Fernsehens und den sich weiter ausbauenden Möglichkeiten eines Web 2.0, sei ein Umdenken der Werbeindustrie erforderlich. Anstatt nur Werbeverkäufer zu sein, solle man sich dem Prosumenten mehr öffnen und stärker medienübergreifend sowie dienstleistungsorientiert agieren.

Als Prosumenten bezeichnet die Studie Konsumenten, die verstärkt Web 2.0 Angebote wahrnehmen und sich im Internet zu Wort melden. Etwa ein Viertel der Befragten ist das bei der älteren Internet-Generation und ca. 40 Prozent der Unter-30jährigen Deutschen.

via: ecin