Wamadu und Bleeper verbünden sich
Um Twitter die Vormachtsstellung streitig zu machen, tun sich die beiden deutschen Microblogging-Dienste Wamadu und Bleeper zusammen. Zu diesem Zweck hat Bleeper Wamadu übernommen.
Die Microblogging-Dienste arbeiten ähnlich wie das US-amerikanische Vorbild Twitter. Mit maximal 140 Zeichen langen Texten können die Nutzer schnell und auch von mobilen Geräten per SMS und Web veröffentlichen, was ihnen gerade in den Sinn kommt. Der Dienst nutzt OpenID als Single-Sign-On-System für das Log-in.
Bleeper kann auch über E-Mails und Programme wie BleeperFox und Twhirl aktualisiert werden. Eine Verbindung zu Twitter ist ebenfalls enthalten. Damit können die Posts parallel zu Bleeper und Twitter geschickt werden.
Neben einem persönlichen Profil kann der Nutzer seine Beiträge verschlagworten, Gruppen beitreten und so sein soziales Netz innerhalb der Plattform knüpfen. Auch Direktnachrichten sind möglich: Sie umgehen die Veröffentlichung und erreichen den Gesprächspartner ohne Umwege. Künftig will Bleeper Landkarten, Videos, Musik und Fotos einbinden. Auch an der Anbindung an Facebook wird bereits gearbeitet.
Mit der Übernahme will Bleeper seine Stellung auf dem deutschen Markt ausbauen. Über die finanziellen Details der Übernahme machten die Unternehmen keine Angaben. Bleeper wurde erst im August 2008 gegründet, Wamadu schon im April 2007.
Neben den beiden Microblogging-Diensten Bleeper und Wamadu existieren auf dem deutschen Markt auch noch Frazr und partnr. Die einst hoffnungsvoll gestarteten Dienste Faybl und texteln.de sowie Niimo sind mittlerweile nicht mehr zu erreichen. (ad)
via: Golem