Welche Nachrichtenportale bilden die politische Meinung?
Eine aktuelle Studie hat ermittelt, welche Nachrichtenportale im Internet maßgeblich zur Bildung der politischen Meinung beitragen. Überraschend fällt auf, dass sich viele der namhaften Internetangebote eher auf den hinteren Plätzen wiederfinden.
Eine Berliner Agentur hat für die Entwicklung und Planung politischer Kampagnen in Erfahrung gebracht, welche Onlineangebote die politisch interessierte Öffentlichkeit vorrangig nutzt. Im Gegensatz zu vergleichbaren Erhebungen wurden hierbei keine Antworten vorgegeben, sondern es wurde ungestützt gefragt. Damit sollte sichergestellt werden, dass die Antworten der Befragten nicht durch die Nennung bestimmter Internetangebote beeinflusst werden.
Überraschendes Ergebnis: Politische Meinungsbildner im deutschen Web sind nicht die überregionalen Tages- und Wirtschaftszeitungen. Nur zwei bis drei Prozent der Befragten nennen die bekannten Internetangebote von Financial Times Deutschland , Handelsblatt, Stern, Süddeutscher Zeitung oder Welt als häufig genutzte Quellen für aktuelle politische Nachrichten.
Als wichtigste Anlaufstelle für politische Nachrichten wurde von 19 Prozent der Befragten Spiegel Online genannt. Nahezu gleichauf folgen mit jeweils 15 Prozent der Nennungen Google Deutschland sowie T-Online. Zu den bedeutenden Nachrichtenportalen zählen auch ARD.de/Tagesschau.de (neun Prozent) sowie ZDF.de/Heute.de (sieben Prozent). Mit jeweils sechs Prozent folgen N-TV.de , N24.de und Web.de auf Platz fünf. Focus.de und Bild.de nehmen mit jeweils fünf Prozent Platz sechs ein, MSN.de , GMX.net , FAZ.net , AOL.de und RTL.de sind noch für jeweils vier Prozent der Befragten von Interesse.
via: iBusiness