Bisher waren die Dienste der beliebtesten Communities kostenlos. Doch mit sinkenden Werbeeinnahmen wird für die Betreiber die zahlungspflichtige Nutzung ihrer Netzwerke immer attraktiver.

In einem Bericht von eMarketer, wird die Frage ob Nutzer bereit sind für die Nutzung der Communities zu zahlen, klar mit ja beantwortet. Als Beispiel lässt sich z.B. LinkedIn aufführen, dessen Betreiber mit der Mischung aus Werbeeinnahmen und Nutzungsgebühren bisher gut fahren. Die Bedeutung der vergüteten Dienstleistungen der Netzwerke, wie Sonderfunktionen, Mitgliedsbeiträge oder virtuelle Güter, ist steigend. Hierbei besteht kein großer Unterschied zwischen den Gründen für ein kostenpflichtiges Angebot, ob als Haupteinnahmequelle oder zur Aufbesserung der unkonstanten Werbeumsätze – der Ansatz befindet sich auf dem Vormarsch.

Auch an anderer Stelle geht man davon aus, dass sich die Communities in Zukunft aus mehreren Töpfen ernähren werden. Der Finanzdienstleister Piper Jaffray, berichtet in einer Untersuchung, dass Methoden wie, die Anmeldund kostenfrei anzubieten und für einige Extrafunktionen einen Obolus zu erheben, mittlerweile recht weit verbreitet sind. In Deutschland setzen bereits stayfriends oder Metropolis auf dieses Modell. Mit „Freemium“ ist auch bereist ein neuer Begriff dafür gefunden worden. Abrams Research belegte in einer US-Studie, dass ganze 45 Prozent der Betreiber „Freemium“ langfristig gesehen, als bestes Mittel sehen um mit ihren Plattformen Gewinne zu erwirtschaften. Als Faustregel gilt dabei: Wer sich nur online bewegt um eMails zu schreiben und Freunde zu treffen, wird weit weniger bereit sein dafür zu zahlen, als der Geschäftsmann der nach Geschäftspartnern sucht. Die Zahlungsbereitschaft ist also umso höher, je spezieller das jeweilige Angebot ist.