Wichtige Regeln für Web 2.0 in der Unternehmenskommunikation

Zu der Diskussion um Chancen und Risiken von Web 2.0-Technologien in Unternehmen haben die Marktforscher von Gartner fünf Hauptherausforderungen für Unternehmen in Bezug auf Social-Software formuliert.

  1. Firmen sollten soziale Software grundlegend untersuchen und zur Not abwartend behandeln. Abwarten bedeute jedoch nicht ignorieren.
  2. Unternehmen sollten nicht einfach nur die Anwendungen 2.0 bereitstellen, sondern auch Zeit und Kraft in grundlegendes Verständnis, Design, Wachstum und Pflege der Anwendungen investieren.
  3. Die Aufregung um Fehltritte von Facebook, MySpace und YouTube sollte nicht überbewertet werden, denn professionelle Web 2.0-Anwendungen werden nicht von einer großen Öffentlichkeit genutzt und sind auch nicht auf Werbeeinnahmen angewiesen.
  4. Unternehmen sollten auch schlechtes Verhalten in ihren Reihen erwarten. Dagegen helfen weniger sorgfältig ausgearbeitete Regeln, als vielmehr wachsame Mitarbeiter, solche, die einfache Regeln einhalten und diese Einhaltung gegenseitig fordern.
  5. Der fünfte Punkt in der Gartner-Liste betrifft die Trennung von Freizeit und Arbeitszeit. Firmen sind gezwungen, je mehr 2.0 das Unternehmen durchdringt, die Work/Life-Balance und die Produktivität ihrer Mitarbeiter ständig neu zu evaluieren und neu zu verhandeln.

Die Lage für die Firmen, die Web 2.0 ignorieren, habe sich verändert.  Im „Notfall“ würden sich die Mitarbeiter selber behelfen und dann auf Privatnutzerprogramme zurück greifen – was potenziell viel mehr Risiken berge als kein Web 2.0-Anwendungen anzubieten.

via: Ecin