Wii -eine Success-Story powered by Nintendo
In einem Handelsblatt-Interview erklärte Nintendo-Präsident Satoru Iwata den neu errungenen Erfolg des Konsolen-Herstellers und die Ziele, die das Unternehmen zukünftig verfolgen will.
Die Spiele-Konsole Nintendo-Wii brachte einen unerwarteten Erfolg für den Konzern, Satoru Iwata erklärt dies mit der Begründung, man habe sich nicht auf einen Konkurrenzkampf mit Sony oder Microsoft fixiert, sondern versucht neue Zielgruppen in der Bevölkerung zu definieren, während andere Hersteller nicht an deren Existenz geglaubt hätten.
Er spricht von einer Fehleinschätzung der der Branche und neuen Maßstäben. Im Gegensatz zur Vergangenheit müssten heutige Konsolen-Spiele maßgeschneidert für die jeweiligen Zielgruppen hergestellt werden. Man könne sich nicht ausschließlich auf die Gruppe der Kinder und männlichen Jugendlichen fixieren um erfolgreich zu sein.
Es habe auch interne Diskussionen gegeben als bei Nintendo die Entwicklung von Konsolen-Spielen für Menschen von 5-95 geplant wurde. Der Erfolg wäre trotz aller Marktforschung nicht absehbar gewesen und der Konzern musste von 2002 bis 2004 stetig Marktanteile einbüßen, so dass das Vertrauen kaum vorhanden war
Mit Spielen wie Nintendogs, Braintraining und Wii Sports, würden heute diese neuen Zielgruppen erreicht. Mit Wii Fit richtet sich der Hersteller jüngst sogar besonders an Mütter und Großeltern. Konsolen-Spiele die helfen sollen fit zu bleiben, einen Hometrainer im eigenen Wohnzimmer bieten, statt wie bisher erwartet die Jugend zu faulen Couchpotatoes mutieren lassen
In Iwatas Augen müssen sich Hersteller wie Sony oder Microsoft die zunehmende Marktsättigung bewusst machen Er selbst sei zwar begeistert von der hoch entwickelten Technologie die in der PS3 oder der xBox360 integriert sei sieht aber gleichzeitig einer immer geringer werdende Zahl der Menschen, die zu schätzen wissen wie viel Geld in diese High-Tech-Geräte investiert wurde
Das Handelsblatt erkundigte sich beim Konzern-Präsidenten auch nach Zukunftsplänen und einer möglichen Weiterentwicklung durch das Internet, was Iwata grundsätzlich nicht ausschließt Das Internet biete über den PC einen Raum der virtuellen Realität und Interaktionen mit anderen Nutzern Iwatas Konsolen sollen dies auch ermöglichen, allerdings innerhalb der Familien im eigenen Wohnzimmer.
Auch eine zukünftige Konkurrenz oder aber auch Kooperation mit Erfolgsreiter Google schließt Iwata nicht aus Seiner Meinung nach teilen die beiden Konzerne die gemeinsame Visionen integrierter, unverzichtbarer Teil im Leben der Menschen zu werden Möglicherweise könne man ein Portal anbieten auf dem Wii-Spielstände hochgeladen und mit anderen Familien/Mitgliedern verglichen werden könnten Man könnte diese wiederum mit anderen Diensten verknüpfen usw.
Auch einen Quereinstieg in die mobile Branche schlisst Iwata nicht aus, in seinen Augen sei es nicht unwahrscheinlich dass Handy und Konsole künftig näher zusammenrücken
via: Handelsblatt